Sonntag, 9. Januar 2022

Nintendo GBA Spiele: Von der Virtual Console zurück zur Cartridge

Einige alte Spielecartridges sind heutzutage unbezahlbar geworden. Deshalb bietet es sich an, die Spiele im Rahmen eines Abos von Nintendo Online oder als richtigen Kauf in der Virtual Console, die es für Nintendo Wii, Nintendo Wii U und Nintendo 3DS gibt, nachzuholen.

Dabei geht leider ein Teil der originalen Erfahrung verloren: in die Cartridge zu pusten ist bei digitalen Spielen nicht notwendig und die Controller sind meist anders. Deshalb bin ich auf eine etwas verrückte Idee gekommen: ist es irgendwie möglich, sich das Spiel digital in der Virtual Console zu kaufen und dann wieder auf eine Cartridge zu schreiben?

Da der Prozess sehr stark vom Zielsystem abhängig ist, fokussiert sich dieser Bericht auf Gameboy Advance Spiele, die in der Nintendo Wii U Virtual Console gekauft wurden. An der einen oder anderen Stelle wird es zusätzliche Tips für andere Systeme bzw. Konfigurationen geben.

Für diesen Bericht ist zwingend ein Computer notwendig. Als Betriebssystem empfehle ich Windows. Mit anderen Betriebssystemen könnte diese Anleitung auch gehen.

Schritt 1: Was benötigen wir?

Zuerst gibt es ein paar Voraussetzungen, die wir schaffen müssen. Wir benötigen eine "beschreibbare Cartridge", auf die wir das Spiel später schreiben können und die von dem Zielsystem gelesen werden kann.
Die einfachste Lösung für dieses Problem sind sogenannte Flashkarten. Dabei handelt es sich um spezielle Module, die es für fast alle Systeme gibt, die Cartridges lesen. Sie gaukeln der Spielekonsole vor, ein echtes Spiel zu sein, aber ermöglichen das Abspielen von sogenannten ROMs von der SD Karte. ROMs bezeichnen ein Abbild bzw. eine Kopie von originalen Modulen, die nur gelesen werden können. Für den Nintendo DS sind diese Module unter dem Namen R4 bekannt.
Unser Zielsystem, der Gameboy Advance, hat derzeit noch zwei aktive Hersteller für diese Flashkarten. Es gibt den recht teuren Everdrive GBA von Krikzz, der auch für viele andere Systeme Flashkarten herstellt, und die EZ-Flash OMEGA Reihe von EZ-Flash. Beide sollten mit so ziemlich jedem Spiel kompatibel sein und unterscheiden sich neben der Benutzeroberfläche nur in Kleinigkeiten.
Ich möchte an dieser Stelle noch einen Schritt weiter gehen. Die meisten Flashkarten haben ein eigenes Menü und eine eigene Form, durch die sie nicht originalgetreu wirken. Viel cooler wäre es, eine richtige Cartridge zu haben, auf der sich jeweils nur ein Spiel befindet.
Eine Möglichkeit dafür sind sogenannte Bootlegs; oder als Euphemismus Reproduktionen. Einfach ausgedrückt sind das Cartridge-Kopien aus Fernost, die keine Lizenzen haben.
An dieser Stelle wird das Projekt etwas grauer, als ich gerne hätte. Idealerweise könnte man diese Kopien irgendwo zu einem angemessenen Preis einkaufen. Da der Markt für leere GBA Spiele bedauerlicherweise ziemlich klein zu sein scheint, ist es deutlich einfacher, an beschriebene Bootlegs zu gelangen. Diese bekommt man entweder mit der Gefahr, dass der Zoll die Karten einkassiert, aus Asien, oder mit Versand aus Deutschland bei eBay. Besonders häufig gibt es die Pokémon GBA Spiele mit Hinweisen wie "Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Reproduktion" und "Da dieses Modul keine Batterie enthält, funktionieren die Echtzeit-Funktionen nicht" bei eBay zu finden.
Je nach Spiel könnte es sinnvoll sein, auf einen Bootleg mit Batterie zu achten. Mehr dazu später.

Als Zweites benötigen wir eine Möglichkeit, eine ROM auf das Bootleg-Modul zu übertragen. Im Allgemeinen werden dafür teure Flasher benötigt, die nur mit bestimmten Bootlegs kompatibel sind. In dem Fall von GBA Spielen gibt es einen Workaround, der etwas günstiger sein kann. Du solltest aber den entsprechenden Abschnitt lesen bevor du überlegst, GBA Bootlegs hierfür zu kaufen.

Die dritte Voraussetzung ist, dass wir das Spiel, beziehungsweise die ROM, von der Wii U Konsole extrahieren können. Dafür muss auf der Konsole der Homebrew Launcher nutzbar sein. Dafür wird eine SD Karte benötigt. Eine Anleitung für die Installation des Homebrew Launchers kannst du hier finden.


Schritt 2: Das Virtual Console Spiel kaufen

Als Nächstes müssen wir das Spiel kaufen. Dafür benötigen wir Guthaben für den Nintendo eShop. Dieses kann man entweder in vielen Läden oder bei Paypal kaufen. Der Guthabencode kann auf der Konsole eingegeben werden. Mit dem Guthaben kann das Spiel direkt im eShop gekauft und heruntergeladen werden. Ein Gameboy Advance Spiel schlägt normalerweise mit 7€ zu Buch.
Für viele Konsolen, beispielsweise das NES, gibt es deutlich günstigere Quellen für viele Spiele. So gibt es beispielsweise die Castlevania Anniversary Collection, aus der man ROMs für unterschiedliche Systeme extrahieren kann. Außerdem gibt es die SEGA Mega Drive & Genesis Classics, die in der PC-Version die ROMs direkt enthält.
Hier gilt es aber vorsichtig zu sein! Es ist nicht bei allen Kollektionen möglich, die originale ROM wieder herzustellen. In der Castlevania Advance Collection werden Töne und die eigentliche ROM getrennt gespeichert, sodass eine direkt extrahierte ROM keinen Ton enthält.


Schritt 3: Das Virtual Console Spiel kopieren und die ROM extrahieren


Zurück zur Virtual Console. Das Spiel haben wir jetzt auf der Wii U gespeichert und können es spielen, aber das hilft uns noch nicht weiter. Wir müssen das Spiel von der Konsole bekommen. Dafür können wir uns die aktuelle Version von dumpling herunterladen und auf die SD Karte kopieren. Nun starten wir die Anwendung über den Homebrew Launcher.
Nun können wir "Dump digital games" und in der folgenden Liste das Spiel auswählen. In meinem Fall ist das Namco Museum. Nachdem wir Plus drücken, können wir den Zielspeicher und den Account auswählen. Ich wähle hier einfach "Start".
Nachdem dieser Vorgang abgeschlossen ist, können wir die Wii U ausschalten und die SD Karte in den Computer stecken. Die alldata-Dateien aus dem Verzeichnis SD:/games/[Name des Spiels]/content können wir in einen neuen Ordner auf dem Computer kopieren. In den gleichen Ordner kopieren wir den wiiu-vc-extractor. Nun müssen wir nur noch die alldata.psb bzw. die alldata.bsp.m-Datei auf den wiiu-vc-extractor ziehen. In dem Verzeichnis entsteht eine neue Datei mit dem Namen des Spiels.

Bei anderen Zielsysteme als dem GBA können die Schritte zum Extrahieren der ROM aus der Virtual Console etwas anders sein. Hier findest du eine ausführliche Anleitung für die anderen Systeme.


Schritt 4: Die ROM auf eine Bootleg-Cartridge brennen

Nun kommen wir zu dem lustigen Teil. Wir schreiben endlich das Spiel auf die Cartridge. Leider gibt es einige Dinge, die es zu beachten gilt.
Cartridges haben klassischerweise sehr unterschiedliche Hardware. Manche Spiele enthalten bestimme Sensoren oder Funktionen, andere enthalten spezielle Speicherchips oder bestimmte Chips für Grafikeffekte. Zum Glück betrifft letzteres hauptsächlich Konsolen, die älter als der Gameboy Advance sind. Für den GBA gibt es hier eine Liste, die einen ersten Eindruck bieten kann. Die meisten dieser Spiele wird man patchen können, wodurch man einen Teil der Funktionen verliert. Das übersteigt allerdings die Anforderung dieser Anleitung.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Größe des "ROM" Chips in der Bootleg-Karte. Da die Pokémon Spiele 32MB groß sind, können entsprechende Bootlegs 32MB große Spiele enthalten. Das dürfte für fast alle Spiele ausreichen. Einige Gameboy Advance Video-Cartridges können bis zu 64MB groß sein.

Schritt 4.1: Speicherchips

Viele GBA Spiele erlauben es dem Nutzer oder der Nutzerin, den aktuellen Spielstand zu speichern. Die meisten Bootlegs unterstützen diese Funktion. Allerdings gibt es unterschiedliche Techniken, den Spielstand zu speichern. Während ältere Cartridges einen 128KB SRAM-Chip enthalten und dafür eine Batterie auf der Platine haben, nutzen einige neuere Module einen FLASH-Chip dafür. Außerdem gibt es Cartridges, die EEPROM nutzen. Die Batterie-Methode von SRAM Speichern hat den Nachteil, dass der Spielstand gelöscht wird, wenn die Batterie leer ist.
Es gibt Bootlegs mit unterschiedlichen Speichertypen. Die Pokémon Bootlegs ohne Batterie enthalten normalerweise einen FLASH-Speicher. Batterienutzung eines Bootlegs deutet auf einen SRAM Speicher hin. Konvertieren von Spielen für Bootlegs, die einen SRAM Chip enthalten, ist relativ einfach. Eine Anwendung dafür gibt es hier. In die andere Richtung, also SRAM Spiele für Flash zu patchen, ist leider nicht ohne ziemlichen Aufwand möglich.
Falls du dir bei diesem Punkt nicht sicher bist, ob Cartridge mit ROM kompatibel ist, kannst du Spiele nutzen, die keinen Speicher-IC enthalten. Das sind gemäß eines Abgleichs der Virtual Console Spiele mit der Liste der Speicherchips die folgenden Spiele:
  • Pac-Man Collection
  • Namco Museum
  • Pocky & Rocky with Becky
  • Contra Advance - The Alien Wars EX

Schritt 4.2: Cartridge beschreiben

Nun kommen wir zu dem großen "Geheimnis": wie bekommen wir das Spiel auf die Bootleg-Karte. Dieser Abschnitt gilt nur für den Gameboy Advance. Andere Konsolen benötigen im Zweifelsfall spezielle, teure Hardware für den Computer, um Cartridges zu beschreiben.
In unserem Fall ist das nicht so. Wenn man einen Nintendo DS oder Nintendo DS Lite mit einer Flashkarte (z.B. einer R4) besitzt, kann man dafür eine kostenlose Homebrewanwendung nutzen: Burn2SLot. Diese kann man neben dem GBA Spiel, das man auf die Cartridge schreiben möchte, auf die MicroSD Karte der Nintendo DS Flashkarte kopieren.
Mit der MicroSD Karte zurück in der DS Flashkarte und der Bootleg-Karte im GBA Schacht der Nintendo DS-Konsole kann über das Menü der Flashkarte die .nds-Datei von Burn2SLot ausgewählt und gestartet werden.
Die Bedienung dieser Homebrew ist denkbar einfach. Auf dem unteren Bildschirm wird ein Dateibrowser angezeigt, in dem man die GBA-Datei auswählen kann. Nach Bestätigung mit der A-Taste wird die Datei auf die Cartridge gespielt und gestartet.

In meinem Fall hat das gut funktioniert. Es gilt aber zu bedenken, dass B2S nicht mit allen GBA Bootlegs kompatibel ist. Im Zweifelsfall hilft nur ausprobieren.


Schritt 5: Der Aufkleber

Für das richtige Feeling muss unbedingt noch der Aufkleber der Cartridge ersetzt werden. Dafür müssen wir erst einmal den originalen Aufkleber entfernen. In meinem Fall löst sich der Aufkleber schon von selbst. Falls du dieses Glück nicht hast, kannst du mit einem Triwing-Schraubenzieher das Plastikcover der Cartridge abschrauben und in warmen Wasser oder in warmen Wasser mit Seife vom Aufkleber lösen. Alternativ kannst du Spiritus nutzen. Nachdem das Cover getrocknet ist, kann es wieder auf die Karte geschraubt werden.
Um einen neuen Aufkleber zu erstellen, kannst du dir diese Vorlage herunterladen und mit Gimp bearbeiten. Wenn du die Größe nicht veränderst, kannst du das fertige Bild in ein einfaches Word-Dokument ziehen und auf klebendes Papier ausdrucken.
Jetzt muss der Aufkleber nur noch möglichst gerade und ohne Falten aufgebracht werden. Ganz gerade muss er nicht sein, auch echte Spiele haben manchmal schiefe Aufkleber.


Schritt 6: Was jetzt?

Damit haben wir jetzt eine echte, physische GBA Cartridge aus einem Wii U Virtual Console Spiel erstellt. Das ist aber noch lange nicht das Limit. Eine weitere Möglichkeit ist beispielsweise, Homebrewanwendungen von Hobbyentwicklern auf eine Cartridge zu schreiben. Außerdem kann man mit METEO Videos in eine .GBA-Datei konvertieren, um sie in glorreichen 240x160 Pixeln zu genießen.

Sonntag, 5. Dezember 2021

Supercard MicroSD Review (supercard.sc)

Struktur:

1. Überblick (mit offiziellen Funktionen)
2. Packung und Inhalt
3. Qualität der Karte
4. Installation und Benutzung
5. Kompatibilität
6. Weitere Funktionen
7. Fazit

1. Überblick

Ältere Konsolen, und damit auch der Gameboy Advance von Nintendo, erleben seit einigen Jahren eine kleine Renaissance - und damit auch Flashkarten, die das Abspielen von Spielen von einer SD Karte erlauben. Es gibt seit ein paar Jahren einige neue Produkte für diesen Zweck: die EZ-Flash OMEGA, die mit der OMEGA Definitive Edition verbessert wurde und den Everdrive GBA X5 Mini von krikzz. Bei einem Blick in den Geldbeutel kann allerdings schnell Ernüchterung aufkommen. Um die 50€ fangen die günstigen Modelle an.
Wenn man sich etwas weiter nach günstigeren Modellen umschaut, wird man früher oder später bei den GBA Modulen des Supercard-Teams landen, die man für 10 bis 20 Euro bekommen kann - ein krasser Kontrast zu der letzten Karte des Teams, der DSTWO Plus, die zu den teuersten DS Flashkarten des letzten Jahrzehnts zählt. Lohnen sich die alten Supercards? Welche Einschränkungen gibt es bei einem Modul, das über 10 Jahre alt ist? Gibt es vielleicht sogar Funktionen, die die neueren Karten nicht mehr haben? Die Beschaffung ist schon einmal relativ einfach: es gibt die Karten mit Versand aus Europa bei Aliexpress.

Offizielle Funktionen (von der Website des originalen Herstellers für die MiniSD Version; frei aus dem Englischen übersetzt):
Allgemeine Funktionen:
1. Niedriger Preis. Sehr günstig, der Preis ist niedriger als andere Flashkarten auf dem Markt.
2. Großer Speicher. Der Speicher von MINISD Karten ist bis zu 16Gbit (2Gbyte).
3. Mächtige Cheat Funktion. Originate Cheat Einstellung immer und überall im Spiel.
4. Exklusive Real Time Speicher-Funktion. Speichere und lade überall im Spiel.
5. Kleine Größe und leicht. SC MINISD Cartridge hat die Größe einer gewöhnlichen GBA Cartridge.
6. MINISD Karte + Reader können als U-disc genutzt werden. Konvertierte Spieldaten müssen nur vom Computer kopiert werden.
7. Spare Geld. MINISD Karte kann nicht nur in der SuperCard, sondern auch in Digitalkameras und Mobiltelefonen genutzt werden.
8. Unterstützt NDS Spiele, GBA Spiele, NES Spiele, GB Spiele, PCE Spiele, SMS Spiele, Filme und e-Books vom GBA, Bilder anschauen, Musik abspielen.
9. Exzellente Speicherart-Kompatibilität. Unterstützt alle Könige von Speicherarten (vmtl sind Typen gemeint).
10. Unterstützt Soft-Reset um ins Menü zurückzukehren.
11. Unterstützt alle Speichertypen. DLDI muss nicht aktiviert werden.

SuperCard Funktionen für NDS Spiele
1. Exzellente Spielekompatibilität
2. Internationale Herkunft der NDS Softreset-Funktion
3. Kann komprimierte ROMs abspielen (komprimiere ROMs beim konvertieren)
4. Herkunft eines neuen Speicher Typs (Schreibe direkt auf TF/SD Karte und kann Backup)
5. Mächtige Cheat Funktion (Unterstützt unterschiedliche Arten von Cheat Codes)
6. Herkunft der Real Time Walkthrough Funktion, leitet dir jederzeit den Weg beim Spielen

Vier fantastische GBA Funktionen:
1. Unterstützt Real Time Save Funktion. Du kannst mit dieser fantastischen Funktion während des Spiels jederzeit und überall stoppen und neu starten. Dies ist eine exklusive Funktion der SuperCard Serie. Mit dieser fantastischen Funktion musst du nie mehr um ein Game Over bangen.
2. Unterstützt komprimierte Spieldaten und großen Speicherraum. Da wir MINISD Karten als Medium nutzen, so dass du viel Raum nutzen kannst für Spiele und wie viele Spiele insgesamt auf die MINISD Karte getan werden können.
3. Wechsle frei zwischen Komplettlösung/e-books im Spiel und zurück. Dies ist ein weiteres exklusives, mächtiges Feature der SuperCard Serie. Wenn du ein Spiel spielst, drücke einfach L+R+B+START, und es wechselt um text-Bildschirm. Wenn du mit dem Spiel fortsetzen möchtest, drücke den gleichen Fall um zurück zu kehren.
4. Kein Konvertieren und Treiber während Übertragung nötig, nur Plug and Play. Eine MINISD Karte und ein Kartenleser enthalten eine U-disc, die Geschwindigkeit ist die gleiche wie bei der U-disc.


2. Packung und Inhalt


Beim Anblick der Bilder könnten dem geschulten Leser oder der geschulten Leserin neben einiger Rechtschreibfehler/Typos ("Sopportod OS") ein gewisser Gegensatz auffallen: entgegen des Titels, laut dem es um eine Flashkarte für MicroSD Karten geht, steht auf der Box ganz klar MiniSD. Woran das liegt, kann ich nicht sagen. Die Box ist auf jeden Fall falsch. Noch mysteriöser ist das ganze allerdings, weil ich in keinen offiziellen Quellen diese MicroSD-Variante der Supercard gefunden habe. Es könnte sich also um eine relativ kleine Charge oder sogar Umbauten der MiniSD Version handeln, die keine eigene Packung bekommen haben.
Das Bild von Rechtschreibfehlern setzt sich auf der Rückseite fort: die Systemanforderungen werden mit "Requiement" anstelle von "Requirement" bezeichnet. Insgesamt gibt die Verpackung Aufschluss über die wichtigsten Details: die Kompatibilität mit Konsolen und die Installation.
Da das CE-Symbol, das für Importe in die EU notwendig ist, auf der Packung fehlt, gab es auf einem Aufkleber mit einem Barcode einen weiteren Aufkleber mit einem CE-Symbol. Für die Bilder habe ich beide Aufkleber entfernt.

In der Pappverpackung befindet sich ein Plastik-Inlay, das den für Supercard typischen MicroSD USB Adapter in der eher ungewöhnlichen Farbe Orange enthält. Meiner war sogar noch in einem extra Zip-Beutel. Außerdem gibt es in dem Inlay die Karte selbst.


3. Qualität der Karte


Die Supercard ist in einem lila-durchsichtigem Plastik eingebettet, das eine normale Dicke hat und ungefähr so groß wie eine echte Cartridge ist. Auseinanderbrechen sollte die Karte also nicht ohne weiteres. Der Vorteil einer durchsichtigen Hülle ist, dass man die verbauten elektronischen Komponenten von außen sehen kann.
Auf dem Aufkleber befindet sich neben einem MicroSD Logo und dem Supercard-Logo ein bestimmt lizensiertes Bild von Boba-Fett. Auf der Oberseite befindet sich ein Schlitz für den MicroSD Schacht, der durch eine verbaute Feder die Karte "auswerfen" kann. Dadurch, dass der Schlitz an der Oberseite ist, muss die Cartridge zum Bestücken mit neuen Spielen nicht aus der Konsole genommen werden, die Speicherkarte reicht.

Bei einem Blick in die Karte fällt die gelbe Batterie auf, die nach meinem Wissen nicht genutzt wird.


4. Installation und Benutzung

Wie bei Karten aus dieser Zeit üblich, kann man nicht sofort mit dem Zocken loslegen. Zumindest nicht bei ROMs; Homebrew funktioniert direkt und muss nur auf die SD Karte kopiert werden. Für alles andere ist eine Anwendung zum Patchen notwendig. Normalerweise kann man die auf der offiziellen Website finden und die Seite existiert auch noch aber Seiten zu älteren Produkten sind inzwischen ziemlich kaputt und voller toter Links.
Es gibt noch eine feste Einschränkung von der Karte: man kann nur "normale" SD Karten nutzen, kein SDHC und kein SDXC. Das heißt, dass gewöhnliche Speicherkarten mit maximal 2GB Speicherplatz genutzt werden können. Diese müssen im FAT-Dateisystem formatiert sein. Eine Cluster-Größe von 64KB wird empfohlen.
Genug der negativen Punkte: neben GBA Spielen, die die Karte unterstützt, kann man auch DS Spiele mit dieser Karte ausführen.
Dieser Abschnitt richtet sich grob nach "FifthElement's Supercard Guide".

Karte aktualisieren

Die Updates für diese Karte werden in dem .bin-Format ausgeliefert. Es reicht, das neuste Update auf die SD Karte zu kopieren und mit der Flashkarte wie jedes andere Spiel auszuführen. Neben .bin-Updates gibt es noch andere Formate, die für Updates genutzt wurden. Diese würde ich allerdings nicht nutzen.
In dem Betriebssystem sind neben dem Menü auch einige Emulatoren für andere Systeme enthalten: NES, Gameboy, Sega Master System und PC Engine.

ROMs patchen

Alle GBA und DS ROMs, die mit der Karte abgespielt werden sollen, müssen erst einmal gepatcht werden. Für (DS) Homebrewanwendungen und die eingebauten Emulatoren für GB, NES, PC Engine und Sega Master System ist dieser Patch nicht notwendig - aber ggf. andere Schritte, die in einem späteren Unterpunkt behandelt werden.
Es ist gar nicht so einfach, die richtige Software zu finden. Nach etwas probieren scheint für mich die SD Version der Software am Besten zu funktionieren, die man hier in der Supercard Kategorie finden kann.
Nach der Installation sollte die Anwendung als Administrator ausgeführt werden. Nach dem Start kann der Ausgabepfad in den Optionen festgelegt werden. Hier verwende ich direkt die SD Karte, die in die Supercard kommt. Die restlichen Optionen können normalerweise so bleiben, wie sie sind.
Zurück in der Game List kann man mit dem "Add"-Button neue DS und GBA Spiele hinzufügen. Wenn man auf "Out" klickt, werden die Spiele mit zusätzlichen Dateien für Speicherstände in den Ausgabeordner geschrieben. Es gilt zu beachten, dass maximal 64 Spiele pro Ordner angezeigt werden können. Eine 16MB große GBA ROM benötigt vor dem Start des Spiels 15 bis 17 Sekunden, um in den SRAM, einen in die Karte integrierten Speicher, übertragen zu werden. Diese Speicherchips müssen relativ schnell sein und sind ein Grund für die hohen Preisen von Karten für ältere Systeme.

Einstellungen für GBA ROMs

Nun kommen wir zum richtigen Spaß. Wenn die Spiele in der Game List sind, kann man mit Rechtsklick und Auswahl von "Properties" die Einstellungen öffnen.
Wird die Option "Enable Save" aktiviert, entsteht eine Speicher-Datei neben der ROM selbst in dem Ausgabeordner. Diese wird normalerweise aus dem voreingestellten Dateipfad geladen, kann aber auch beispielsweise von einer anderen Flashcart stammen. Falls ein Spiel mehr als 64KB Speicherplatz benötigt, kann man mit der Option "Enable more Saver" eine Datei mit 256KB erstellen.
Wenn die Option "Enable Restart" aktiviert ist, kann man mit der Tastenkombination L, R, Start und Select jederzeit zurück ins Menü der Karte gelangen. Mit der zusätzlichen Option "Add coercive Resart" ist es möglich, die beiden folgenden Optionen "saver Patch" und "Real Time Save" zu nutzen. Allerdings sinkt die ROM-Kompatibilität, wenn diese Funktion aktiviert ist.
Mit aktiviertem "Enable saver Patch" kann man mit der Tastenkombination L, R, A und Select ein Ingame-Menü aufrufen, um den Speicherstand auf die SD Karte zu kopieren. Mehr dazu später.
"Enable Real Time Save" ermöglicht die Nutzung von Real Time Save; einer Art Savestates auf echter Hardware, wie man sie aus Emulatoren kennt. Es gibt die zusätzliche Option "Enable more Real Time Saver", mit der die Real Time Save-Datei analog zu "Enable more Saver" größer wird. Dafür muss logischerweise Real Time Save aktiviert sein.
Mit der Option "Use External IPS File" kann man beispielsweise für Fanübersetzungen und Mods die Patches für die ROMs direkt zusammen anwenden.
Durch "Enable add text file" ist es möglich, eine bis zu 100kb große Textdatei mit Informationen zum Spiel in der ROM zu speichern, die mit L, R, Start und B aufgerufen werden kann.
Damit kommen wir zu den Cheats. Diese muss man mit "Enable Cheat" aktivieren. Falls das Spiel nicht mit aktivierten Cheats funktionieren sollte, kann man die "Cheat Compatibility"-Einstellung verändern. Bei der Cheat-List kann man eine Datei auswählen, die Cheats enthält, und Cheats hinzufügen, löschen und bearbeiten.

Einstellungen für DS ROMs

Auch für DS Spiele gibt es eine ganze Reihe von Optionen.
Die erste Option, "Saver patch", empfehle ich so zu lassen. Wenn man hier DS Card auswählt, wird das Spiel nicht auf der MicroSD in der Flashkarte gespeichert; stattdessen wird der Spielstand auf einem DS Spiel oder einem Nopass, das sich im DS Slot befindet, gespeichert. Der Speicherchip in der Cartridge sollte die gleiche Größe wie der Chip in der ROM haben - falls diese Option geändert wird.
Wird unter dem Punkt "ROM Position Patch" die Option "Super Card" ausgewählt, so lädt die Flashkarte die .nds-ROM erst in den internen Speicher. Dadurch läuft das Spiel bei Slowdowns schneller, hat aber eine längere Ladezeit vor dem Start.
Durch die Option "Enable Restart" wird Softreset mit der Tastenkombination L, R, A, B, X und Y aktiviert. So wird das Spiel direkt verlassen und man landet im Hauptmenü der Supercard. Etwas verwunderlich ist, dass der Hotkey für GBA Spiele ein anderer ist.
Durch "Enable Trim ROM" werden ungenutzte Teile der ROM abgeschnitten, um Speicherplatz zu sparen.
Die Option "Faster Play Game" lädt das Spiel schneller und sollte nur bei Problemen deaktiviert werden.
Mit "Enable DMA Mode" ist es möglich, dass Spiele schneller auf die Speicherkarte zugreifen können. Auch diese Option sollte nur deaktiviert werden, wenn es Probleme gibt.
"iQue Game" ist für chinesische Spiele und sollte in den meisten Fällen nicht relevant sein.
"Enable GBA Union" erlaubt es, ein DS Spiel für einige Extrafunktionen mit einem GBA Spiel zu verbinden. Damit die Verbindung funktioniert, muss das GBA Spiel bis auf die Dateiendung den gleichen Namen wie das DS Spiel haben und sich im gleichen SD Verzeichnis befinden.
Durch die Option "Enable patch Cartridge Access" ermöglicht es, ROMs, die 0KB groß sind, auf eine andere Weise zu patchen. Dazu kann die Option "Enable patch Cartridge Access Compatibility" verändert werden, um die Kompatibilität zu erhöhen.
Die Rumble-Funktion steht nur bei Supercard Produkten aus der Rumble-Serie zur Verfügung. Diesr Reihe fehlt im Gegenzug die Kompatibilität mit GBA Spielen.
Mit "Enable Chea" und "Enable Book" kann man analog zu GBA Spielen auch bei DS Spielen Cheats und eine Textdatei mit Infos zum Spiel aktivieren.

DS Homebrew DLDI-Patchen

Eine Besonderheit gibt es bei Homebrewanwendungen für den Nintendo DS, die auf das Dateisystem der SD Karte zugreifen - beispielsweise um den Spielstand zu speichern oder um Extradaten zu laden. Diese müssen per DLDI gepatcht werden.
Ein Programm zur Anwendung des Patches sowie den Patch selbst kannst du auf dieser Seite finden. Neben dem Patch, in meinem Fall hat "SuperCard (SD Card) Alt" von MoonLight funktioniert, kann das Win32 GUI zur Anwendung des Patches genutzt werden.
Nach dem Starten der dlditool32.exe werden Patch und Binary, also die Homebrewanwendung ausgewählt. Es können mehrere Homebrews zusammen gepatcht werden. Durch die "..."-Taste kann eine Ordneransicht geöffnet werden.
Ist alles ausgewählt, kann mit dem "Patch"-Button der Patch installiert werden. Nun kann die Homebrew zusammen mit einem ggf. notwendigen Ordner direkt auf die SD Karte kopiert werden.
DS Homebrews können in folgenden Dateiformaten genutzt werden: .nds, .sc.nds und .bin. Falls mehrere Formate zur Auswahl stehen, empfiehlt sich das .sc.nds-Format, das speziell für die Supercard angepasst ist. .ds.gba-Spiele müssen umbenannt werden.

Speichern (GBA Spiele)

Leider werden die GBA Spiele im Gegensatz zu DS Spielen nicht direkt auf der MicroSD Karte gespeichert, wenn man in dem Spiel speichert. Der Spielstand wird in dem Fall nur auf einen Speicher geschrieben, der seinen Inhalt nach einem Neustart verliert. Der Speicherstand muss also in einem Extraschritt auf die SD Karte kopiert werden, bevor die Konsole ausgeschaltet wird. Dazu gibt es grob zwei Methoden:

1. a) per Hotkey: wenn man im Spiel die Tastenkombination L, R, A und Select drückt, wird das Spiel auf der SD gespeichert.

1. b) per Softreset: mit der Tastenkombination L, R, Start und Select kann man ins Supercard Menü zurück gelangen. Hier kann man in den Saver-Tab wechseln und die Speicherdatei zu dem Spiel auswählen. Mit Bestätigung über die A-Taste wird der Speicherstand, der derzeit im SRAM ist, auf die SD Karte kopiert.

1. c) per Powercycle: Falls die ROM nicht mit den Patches für Softreset oder Hotkey kompatibel ist, kann, nachdem Ingame gespeichert wurde, ganz schnell die Konsole aus und wieder eingeschaltet werden. Nachdem die Supercard wieder gestartet ist, kann man den Speicherstand ähnlich wie bei 1. b) auf die SD übertragen.

2. Damit kommen wir zum Realtime Save. Über die Tastenkombination L, R, B und Select kann im Spiel ein Menü aufgerufen werden, um ein Realtime Save zu erstellen. Das besondere bei diesem Typ ist, dass er wie bei Savestates in Emulatoren den aktuellen Stand des Spiels speichert - unabhängig von Speicherpunkten. Mit der gleichen Tastenkombination kann ein Real Time Save wieder geladen werden. Dabei kann es allerdings zu Glitches kommen.

In meinen Tests hat die Methode 1. b) am Besten funktioniert. Für 1. a) und 2. muss man in dem Patcher die Option "Add coercive Restart" aktivieren, wodurch einige Spiele nicht ordnungsgemäß funktionieren. In meinem Fall wurde Eragon mit aktiviertem Patch nicht mehr ordentlich geladen: es gab nur einen statischen Ton mit weißem Bildschirm.
Bei der Option 1. c) besteht die Gefahr, dass der Speicherstand verloren geht, wenn man beim Neustart nicht schnell genug ist.
Die Lösung des EZ-Flash Teams für die EZ-Flash IV, bei der der Speicherstand bis zum nächsten Start in einem SRAM Speicher, der von einer Batterie versorgt wird, gehalten wird, und dann auf die SD kopiert wird, gefällt mir deutlich besser. So ist es ziemlich umständlich und ich kann mir vorstellen, dass man die Extraschritte in Eile schnell mal vergisst und den Speicherstand verliert.

Speichern (integrierte Emulatoren)

Da Spiele, die mit den integrierten Emulatoren gespielt werden, nicht gepatcht werden müssen, wird keine Speicherdatei durch die PC Anwendung erstellt. Dies muss manuell nachgeholt werden: es kann eine normale GBA-Speicherdatei umbenannt werden. Wenn die ROM "Spiel.gb" heißt, muss die Speicherdatei "Spiel.sav" heißen.
Nachdem man innerhalb des Spiels gespeichert hat, muss der Speicherstand wie unter dem vorherigen Punkt auf die SD Karte übertragen werden. Es kann beispielsweise die Methode 1. a) genutzt werden.

Karte im DS Mode starten

Wenn man die Karte für Homebrew oder DS ROMs im DS Modus starten möchte, sind ein paar weitere Schritte notwendig: normalerweise lassen sich Slot-2 Karten nur im GBA-Modus starten.

Es wird also ein Workaround benötigt. Umständliche Methoden wie PassMe sind heutzutage glücklicherweise nicht mehr notwendig. Man kann Entweder die Firmware der Konsole mit FlashMe verändern oder einen NoPass verwenden. Möglichkeiten für einen NoPass sind eine Slot-1 Flashkarte, von denen vielen die Funktion direkt unterstützen, oder eine entsprechende Cartridge wie einen EZPass 3. Für die Supercard DSTWO gibt es ein SLOT2-NDS Plugin.


5. Kompatibilität:

Die Supercard Slot-2 Karten haben im Vergleich zu anderen GBA Flashkarten eine eher mittelmäßige Kompatibilität zu GBA Spielen, da der verwendete Speicher relativ langsam ist. In Bezug auf DS Spiele ist die Supercard wohl das beste Slot-2 Modul, kann allerdings nicht mit Slot-1 Karten mithalten. Wirklich gut schlägt sie sich bei DS Homebrew. Ich empfehle deshalb Emulatoren im DS Modus zu nutzen, wenn dies möglich ist.

GBA ROMs:

GBA Movie ROMs, die 64MB groß sind, werden natürlich nicht unterstützt. Dafür ist der Speicher zu klein.
- Eragon: Keine Probleme
- Golden Sun: Keine Probleme
- Golden Sun: The Lost Age: Keine Probleme
- LEGO Knights: Gelegentliche Slowdowns
- Mario Kart Super Cirquit: Starke Slowdowns
- Metroid Fusion: Keine Probleme, soll im späteren Spielverlauf Slowdowns haben
- The Legend of Zelda: The Minish Cap: Keine Probleme

GBA Homebrew:

In den Homebrew Anwendungen, in denen man speichern kann, hat der Softreset-Hotkey nicht funktioniert. Effektiv konnte ich dadurch nicht speichern.
- Broken Circle: Speicherprobleme
- BubbleDizzy: Keine Probleme
- Celeste Classic: Keine Probleme
- Last Quest: Neues Spiel funktioniert nicht
- Poomania: Speicherprobleme
- Powerpig: Keine Probleme

NDS ROMs:

DS Spiele, die über den GBA Slot gestartet werden, benötigen extra dafür angefertigte Patches. Im Fall der Supercard erledigt die Anwendung das Patchen. Leider war die Entwicklung der Modifikationen relativ aufwändig. Die GBA Karten von Supercard haben bis 2010 oder 2011 Updates erhalten und sind somit von den Slot-2 Karten die mit der besten Kompatibilität. Insgesamt funktionieren leider nur ungefähr die Hälfte der DS Spiele mit der Karte, Slot-1 Karten sind also fast ausschließlich besser.

- Anno Erschaffung einer neuen Welt: Keine Probleme
- Transformers Die Rache Decepticons: Keine Probleme
- Metroid Prime Pinball: Keine Probleme
- Bibliothek der klassischen Bücher: Keine Probleme
- Fastfood Panic: Keine Probleme
- Lego Fluch der Karibik: Spiel lädt nicht
- Lego Rockband: Keine Probleme
- Lego Strategie: Keine Probleme
- New Super Mario Bros: 2 weiße Bildschirme
- Trackmania Turbo: Keine Probleme
- Wall-E: Keine Probleme
- Zelda Phantom Hourglass: 2 weiße Bildschirme

NDS Homebrew:

Für DS Homebrew Anwendungen bietet diese Karte viele Vorteile, wenn man sich an den manuellen DLDI Patch gewöhnt hat. Die Karte unterstützt GBFS, weil es eine Karte für GBA Spiele ist und außerdem werden 32MB RAM mitgeliefert, die für Homebrew genutzt werden können. DS Cartridges können natürlich auch gedumpt werden.
- DiagnoSe: Keine Probleme
- DSCraft (FAT): Keine Probleme
- DSCraft (NITRO): Muss mit HBMenu ausgeführt werden
- DSOrganize: Etwas glitchy
- Fireworlds: Keine Probleme
- Rapid Roll: Keine Probleme
- EverlastingTH: Keine Probleme
- Scribble Jump: Keine Probleme
- World of Sand DS: Keine Probleme
- Brick Breaker V1.0: Keine Probleme
- OpenTTD: Keine Probleme
- Spider Solitaire: Keine Probleme
- Eurotunnel: Keine Probleme
- DSDOOM: Keine Probleme
- dualHexen MOD: Keine Probleme
- cheretic: Muss bspw. mit DSOrganize ausgeführt werden
- DSHeretic: Keine Probleme (nutzt GBAFS)
- Quake 2: Keine Probleme (nutzt 32MB RAM, nur slowest-Einstellung)
- NesDS 1.3a: Keine Probleme
- Gameyob: Kann keine ROMs/Ordner öffnen
- GBARunner2 (ARM7 und ARM9): Funktioniert nicht
- jEnesisDS: Keine Probleme

NES (Emulation im GBA Modus):

Für NES Spiele hat der Bildschirm des GBAs nicht genügend Pixel. Deshalb sieht das Bild in den meisten Spielen etwas verzerrt aus. Wenn möglich, würde ich den DS Modus und NesDS nutzen; obwohl selbst der DS Modus zu wenige Pixel hat.
Bei dem integrierten Emulator handelt es sich um PocketNES v9.97. Eine Kompatibilitätsliste für eine andere Version gibt es hier.
- Contra: Keine Probleme
- Crystalis: Leichte Ton- und Grafikglitches
- Dragon Spirit: Keine Probleme
- Kid Icarus: Keine Probleme
- ROM City Rampage: Viele Grafikglitches
- Super Mario Bros: Keine Probleme
- The Legend of Zelda: Keine Probleme

Gameboy (Emulation im GBA Modus):

Für den genutzten Emulator Goomba gibt es eine Kompatibilitätsliste. Allerdings wird von der Supercard Version Alpha 6 genutzt.
- Castlevania Adventure: Keine Probleme
- Castlevania 2: Belmonth's Revenge: Keine Probleme
- Contra: Keine Probleme
- Pacman: Ich konnte entgegen der Kompatibilitätsliste keine Probleme feststellen
- Tetris: Keine Probleme

Sega Master System (Emulation im GBA Modus):

Ich vermute, dass die Supercard Dr. SMS in der Version 6.0 als Emulator nutzt. Leider habe ich nur ein SMS Spiel und konnte deshalb nur ein Spiel testen. Eine vollständigere Kompatibilitätsliste gibt es hier.
- Wonder Boy 3 - The Dragon's Trap: unstabile Framerate

PC Engine (Emulation im GBA Modus):

Von der Supercard wird PCEAdvance v7.5 genutzt. Auch für dieses System habe ich nur eine ROM.
- Neutopia 2: Geht nicht


6. Weitere Funktionen

Diese Karte bietet einige Funktionen. SoftReset aus ROMs, Real Time Save und eine Ingame Guide. Leider funktioniert das nicht in allen Spielen. Auch die Emulatoren, die mitgeliefert werden, sind eine gute Ergänzung. Die leider von dem Speicherproblem überschattet wird.
Darüber hinaus gibt es noch einen Converter, um Videos und Musik für die Karte zu erstellen. Beides wird allerdings nur im GBA Modus abgespielt und ist somit nur eingeschränkt genießbar.


7. Fazit

Insgesamt ist die Supercard MicroSD unter den Slot-2 Karten wohl die Beste für DS Spiele - stinkt im Gegensatz zu Slot-1 Karten trotzdem ab. Durch günstige Speicherkomponenten ist der Preis für eine Karte, die GBA Spiele unterstützt, unschlagbar - aber das spiegelt sich in der Kompatibilität wieder. Wirklich gut ist die Karte eigentlich nur für DS Homebrew Anwendungen. Allerdings dürfte kaum jemand sich dafür eine Slot-2 Flashkarte kaufen.
Einschränkungen wie die Notwendigkeit jedes Spiel einzeln zu patchen, eine umständliche Speichermethode und manuelle DLDI Patches tun der Karte keinen Gefallen. Ich denke das Modul eignet sich nur für Nutzerinnen und Nutzer, die ein paar GBA Spiele aus der Kindheit wieder erleben wollen und sehr starke Budget-Beschränkungen haben. Wenn nicht viel an der 100% echten Hardware liegt, ist man mit einem Nintendo 3DS oder Emulatoren besser bedient. Puristinnen und Puristen, die etwas mehr Budget haben, würde ich zu der EZ-Flash OMEGA oder teureren Modulen raten.
Vielleicht eignet sich die Karte, um mit der Slot-2 Variante des Wooddumpers Cartridges auszulesen. Dafür eignet sich ein Nintendo 3DS allerdings mindestens genau so gut.

Positiv:
- Sehr übersichtliches GUI (aber nicht vielen Funktionen, war damals normal)
- Sehr günstig (unter 20€)
- Unterstützt GBA Spiele
- Unterstützt DS Spiele
- Eingebaute Emulatoren für Gameboy, NES und SEGA Master System
- 32MB integrierter Speicher, genug für fast alle GBA Spiele
- Real Time Save und Ingame Guide
- Unterstützt das Abspielen von Filmen und Musik

Negativ:
- GUI im DS Modus nicht ganz an DS Bildschirm angepasst
- ROMs müssen vorher am PC gepatcht werden
- Dokumentation sehr unübersichtlich und enthält einige Rechtschreibfehler
- GBA Speichermethode ist ein Chaos
- Sehr langsamer Speicher mit daraus folgenden GBA Kompatibilitätsproblemen
- Keine Updates mehr, DS ROM Kompatibilität mittelmäßig
- Tastenkombinationen unhandlich
- Keine Real Time Clock
- Unterstützt Speicherkarten mit maximal 2GB Kapazität

Einen letzten Hinweis habe ich noch, bevor das Review vollständig ist.
Es gibt die Supercard Slot-2 Karten in unterschiedlichen Ausführungen, die unterschiedliche Speicherkarten verwenden. Trotz der MiniSD-Box nutzt meine Karte MicroSD Speicher. MiniSD Speicherkarten sind sehr selten und entsprechend schwierig zu bekommen, man sollte also normalerweise versuchen, eine MicroSD Version zu ergattern. Leider sind die Produktbeschreibungen häufig nicht ganz klar.

Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass die Supercard Slot-2 Karten der Rumble-Reihe keine Hardware enthalten, um GBA Spiele abzuspielen. Dadurch können sie nicht für GBA Spiele, GBFS oder als RAM-Erweiterung genutzt werden.

Donnerstag, 25. November 2021

Natives Gaming auf einem Raspberry Pi 4

Bei dem Raspberry Pi handelt es sich um einen bei Enthusiasten beliebten günstigen Einplatinenrechner, der schon jetzt in vielen Retro-Konsolen/ Emulatorboxen verbaut ist.

Durch Emulation geht leider ein großer Teil der Rechenleistung des Systems verloren. Deshalb habe ich mich gefragt, welche Spiele nativ auf dem Raspberry Pi laufen und wie gut die Performance dabei ist.
Eine Einschränkung gibt es allerdings vorweg: der Raspberry Pi verwendet eine CPU auf ARM-Basis. Man kann also nicht einfach Steam installieren und loslegen. Für solche Spiele würde x86-Emulation nötig sein, die in diesem Post nicht behandelt wird.

Die Tests wurden auf einem Raspberry Pi 4 mit 2GB RAM durchgeführt. Ich empfehle, das 32-Bit Raspbian Image zu verwenden, da bei der 64-Bit Version unter Umständen notwendige Bibliotheken nicht zur Verfügung stehen könnten. Andere Betriebssysteme wie Android und Windows 10/11 werden zumindest vorerst nicht behandelt.


Eigenständige Spiele

Zuerst möchte ich einen Blick auf die Spiele werfen, die keine weiteren Spieledaten mehr benötigen. Hier ist die Installation im Allgemeinen besonders einfach. Im Gegensatz dazu gibt es viele kommerzielle Spiele, deren Quellcode veröffentlicht wurde, für die aber die originalen Spieldaten notwendig sind.

Teeworlds

Bei diesem kostenlosen Shoot 'em up handelt es sich um ein 2D-Spiel in Comicgrafik, das neben typischen Spielmodi wie Deathmatch und Capture The Flag durch Mods eine Menge weiterer Spielmodi erhalten hat, die das Spiel beispielsweise in ein Geschicklichkeitsspiel oder ein Zombie Escape-Spiel verwandeln.

Installation:

Der Raspberry Pi muss mit dem Internet verbunden sein. Das Spiel kann mit folgendem Befehl im Terminal installiert werden:
sudo apt install teeworlds

Ggf. muss die Installation durch Eingabe des Passworts und mit der "y"-Taste bestätigt werden.


OpenTTD

2004 begann unter dem Namen OpenTTD ein Projekt, um eine offene Variante der Wirtschaftssimulation Transporter Tycoon Deluxe zu entwickeln. Inzwischen ist das Projekt vollkommen eigenständig: es werden keine Zusatzdaten vom Originalspiel mehr benötigt.

Installation:

Der Raspberry Pi muss mit dem Internet verbunden sein. Das Spiel kann mit folgendem Befehl im Terminal installiert werden:
sudo apt install openttd

Ggf. muss die Installation durch Eingabe des Passworts und mit der "y"-Taste bestätigt werden. 


SuperTuxKart

Ein offizielles Mario Kart werden wir ohne Emulation vermutlich nie auf dem Raspberry Pi geben. Glücklicherweise gibt es aus der Community einen Kart-Racer, sodass man das Spiel nicht ganz missen muss.
Kurioserweise haben bei meinem Test die Modelle der Karts gefehlt - es sind also nur Reifen Rennen gegeneinander gefahren.

Installation:

Die Installation ist auch hier relativ einfach. Es reicht, auf der Download-Seite den Linux-Tab zu expandieren (Expand) und dort die "Full game ARM 32-bit"-Version herunterzuladen. Das heruntergeladene Archiv muss irgendwo auf dem Pi extrahiert werden. Um das Spiel auszuführen, muss die run_game.sh-Datei ausgeführt werden.
Falls das Spiel abstürzt, kann man Auflösung und/oder Grafikqualität etwas senken.


0 A.D.


Durch Spiele wie Age Of Empires wurde Null Anno Domini, wie die Echtzeitstrategie ausgeschrieben heißt, inspiriert. Dieses Spiel scheint nur auf Raspberry Pi Systemen zu laufen, die mindestens 2GB RAM haben.

Installation:

Der Raspberry Pi muss mit dem Internet verbunden sein. Das Spiel kann mit folgendem Befehl im Terminal installiert werden:
sudo apt install 0ad

Ggf. muss die Installation durch Eingabe des Passworts und mit der "y"-Taste bestätigt werden.



Portierungen kommerzieller Spiele

Da die Entwicklung von Spielen sehr aufwändig ist und man unter Umständen nur Erinnerungen an eine schöne Zeit wieder erleben möchte, kann es sinnvoll sein, ein existierendes Spiel zu portieren. Teilweise wird dafür untersucht, wie das Spiel funktioniert und teilweise wurde der Quellcode der Spiele veröffentlicht. Auf jeden Fall gibt es einige kommerzielle Spiele für den Raspberry Pi - die Spieldaten muss man sich allerdings immer noch kaufen.

ScummVM

In den 90ern gab es eine ganze Reihe von Point und Click Adventures für DOS und später Windows. Angefangen mit Monkey Island von Lucas Arts wurden der quelloffenen ScummVM-Enginesammlung immer mehr Spiele hinzugefügt, sodass man heutzutage mit einer Anwendung eine ganze Reihe der Adventures spielen kann.

Installation:

Es gibt zwar in der normalen Paketverwaltung die ScummVM-Engine, aber meist sind die Pakete nicht ganz aktuell. Deshalb empfehle ich, über einen anderen "Store" zu gehen. Dazu kann man den Snap-Store nutzen.
Zuerst muss Snap installiert werden. Das geht mit folgenden Befehlen:
sudo apt update
sudo apt install snapd
sudo reboot
Ggf. muss eine Eingabe mit der y-Taste bestätigt werden. Der letzte Befehl startet den Raspberry Pi neu. Danach kann man mit dem folgenden Befehl den Core installieren:
sudo snap install core
Ist dies geschehen, kann der Store installiert werden. Das geht mit dem folgenden Befehl:
sudo snap install snap-store
Ist das abgeschlossen, kann ScummVM unter dem Punkt Gaming heruntergeladen werden. Neben den schon enthaltenen Shareware-Adventures gibt es die Möglichkeit, mit dem "Spiel hinzufügen"-Button weitere Spieleordner hinzuzufügen. Genauere Infos zu den unterstützten Spielen und notwendigen Dateien kann man hier finden.


Doom, Heretic, HeXen und Strife

Der Egoshooter DOOM und die darauf basierenden Spiele wie Hexen und Heretic sind ein fundamentaler Bestandteil der Computerspiel-Szene in den 90er Jahren - zumindest in anderen Länder. Doom und Doom 2 standen bis 2011 auf dem Index. Heretic bis 2020
Diese Spiele werden allerdings nicht verschenkt. Du musst dir entweder die Vollversion kaufen, oder eine Shareware-Version nutzen.

Spiele kaufen/herunterladen:

Installation (Teil 1):

Für diese Spiele fand ich es am einfachsten, einen Installer zu erstellen, der Spieldaten und Code enthält. Ein Tool dafür kann mit dem folgenden Befehl installiert werden:
sudo apt install game-data-packager

Wenn dieser installiert ist, muss eine ausführbare Datei erzeugt werden. Dazu benötigen wir die originalen .wad-Daten des Spiels. Die findet man für gewöhnlich im Installationsverzeichnes des Spiels oder in einem Unterordner. Alternativ kann man den gog-Installer entpacken. Bei einigen Versionen könnte das Extrahieren der Datei umständlicher sein. Ich werde die Verzeichnisse, in denen ich die .wad-Dateien gefunden habe, gleich auflisten.

Um etwas Ordnung zu behalten, sollte mit dem Terminal ein neuer Ordner für die .wad-Dateien erstellt werden. Dazu können folgende Befehle genutzt werden:

mkdir doom
cd doom 

Nun sollte es im home-Verzeichnis einen doom-Ordner geben, in den die .wad-Dateien kopiert werden können. In diesem Ordner muss mit dem Terminal je nach Spiel ein Befehl ausgeführt werden.

DOOM:
Dateipfad für die Spieldaten (GOG): GOG\DOOM\DOOM.WAD
Installer erstellen:

game-data-packager doom DOOM.WAD

DOOM 2:
Dateipfad für die Spieldaten (GOG): GOG\DOOM 2\doom2\DOOM2.WAD
Installer erstellen:
game-data-packager doom2 DOOM2.WAD

Final Doom:
Dateipfad für die Plutonia-Spieldaten (GOG): GOG\Final DOOM\Plutonia\PLUTONIA.WAD
Dateipfad für die TNT-Spieldaten (GOG): GOG\Final DOOM\TNT\TNT.WAD
Installer erstellen:
game-data-packager final-doom PLUTONIA.WAD TNT.WAD

Heretic:
Dateipfad für die Spieldaten (GOG): GOG\Heretic\HERETIC.WAD
Installer erstellen:
game-data-packager heretic HERETIC.WAD

HeXen:
Dateipfad für die Spieldaten (GOG): GOG\HeXen\HEXEN.WAD
Installer erstellen:
game-data-packager hexen HEXEN.WAD 

Strife:
Dateipfad für die Spieldaten (Amazon Games): Amazon Games\Library\The Original Strife - Veteran\strife1.wad
Installer erstellen:
game-data-packager strife strife1.wad 

Installation (Teil 2):

Der neu erzeugte Installer, im Fall von Doom beispielsweise "doom-wad_XX_all.deb", muss nun nur noch mit einem Doppelklick ausgeführt werden.
Zur Konfiguration, die eigentlich nur für ein Gamepad notwendig ist, kann man nach der Installation über ein Terminal "chocolate-setup" aufrufen.


Arx Fatalis

Mit Arx Libertatis gibt es ein Projekt, um das kommerzielle Open Source Rollenspiel Arx Fatalis zu optimieren und auf weitere Platformen zu portieren. Diese Version kann auch auf einem Raspberry Pi installiert werden.

Spiel kaufen:

Dieses Spiel gibt es beispielsweise bei GOG und bei Steam. Die notwendigen Dateien kann man aus dem Installationsverzeichnis kopieren. Alternativ kann man den gog-Installer entpacken.

Installation:

Da das Spiel nicht in den vorinstallierten Paketquellen enthalten ist, muss man sich einiger Hilfsscripte bedienen. Diese kann man mit den folgenden Befehlen installieren und ausführen.
sudo apt update
sudo apt install git
git clone https://github.com/jmcerrejon/PiKISS
cd PiKISS
./piKiss.sh
In dem folgenden Fenster muss erst Games und dann Arx ausgewählt werden. Danach muss man mit der Enter-Taste bestätigen.
Nach der Installation kann das Fenster geschlossen werden, da noch einige Dateien bereitgestellt werden müssen. Die folgenden Dateien data.pak, data2.pak, loc.pak, LOC_default.pak, sfx.pak, speech.pak und SPEECH_default.pak müssen aus dem Arx Fatalis Installationsverzeichnis in den Pfad /home/[Nutzername]/pi/games/arx kopiert werden. Der Nutzername ist gewöhnlich pi. 
  • data.pak
  • data2.pak
  • loc.pak
  • LOC_default.pak
  • SFX.pak (muss zu sfx.pak umbenannt werden)
  • speech.pak
  • SPEECH_default.pak
Nun kann das Spiel aus dem Menü aus gestartet werden.


Und jetzt?

Anleitungen zu weiteren Spielen werden bestimmt demnächst folgen.

Samstag, 20. November 2021

CycloDS Slot-1 Karten: wie kann man Screenshots erstellen?

Für die meisten Flashcart-Reviews fotografiere ich den Bildschirm von der DS-Konsole ab. Eine Ausnahme sind die Reviews zur CycloDS Evolution und CycloDS iEvolution; beide Reviews enthalten richtige Screenshots in der originalen Auflösung vom Nintendo DS. Dies ist möglich, weil die Software der Karte diese Funktion explizit enthält.
In diesem Post möchte ich die Schritte durchlaufen, die für eine Bildschirmaufnahme notwendig sind. Einerseits um dir die Suche, die ich hatte, zu ersparen - und andererseits um sie mir selbst das nächste Mal zu ersparen.

Schritt 1: Screenshots erstellen

Nachdem du die CycloDS Evolution oder iEvolution gestartet und die Einstellungen gespeichert hast, sollte es auf der SD Karte eine neue Datei unter dem Pfad SD:\CycloDS\config.xml geben. Diese Datei enthält die ganzen Einstellungen - sowohl versteckte, als auch im Menü sichtbare. In dieser Datei musst du die Option "enableScreenCapture" suchen und den Wert in den Klammern von 0 zu 1 ändern.
Wenn die SD Karte wieder im Modul steckt, kannst du jetzt überall im Menü der Karte mit der Select-Taste einen Screenshot erstellen. Leider geht die Option, den Speicher für GBA Spiele, die man auf die EZ-Flash 3in1 lädt, auszuwählen, verloren, da die Taste dafür auch Select ist.

Schritt 2: Screenshots umwandeln

Die erstellten Bildschirmfotos findet man auf der SD im Hauptverzeichnis mit dem Namen "capture_000.raw"; bei 000 handelt es sich um eine fortlaufende Nummer. Diese Dateien enthalten nur die Farbwerte der Pixel - aber keine Informationen, die der Computer zum Verarbeiten benötigt.
Einen Hinweis darauf gibt es in dem Changelog für das Menü. Es handelt sich um 256x192 RAW Bitmap-Dateien.
Mit diesen kommen die meisten Programme allerdings nicht direkt klar. Ich habe nach einigem Suchen ImageJ gefunden - eine Anwendung, die Java benutzt.
Mit einem Doppelklick auf ImageJ.exe ist es möglich, das Programm auszuführen. Über "File" -> "Import" -> "Raw..." kann man die Datei auswählen und öffnen. Auf dem Screenshot kann man die Einstellungen sehen, die man im folgenden Dialog einstellen muss: die Maße des Bildes und die Art, wie die Pixel gespeichert sind (24-bit RGB). Nun kann man über "File" -> "Save as" das Bild in ein beliebiges Format exportieren.

Freitag, 19. November 2021

CycloDS Evolution Review (cyclopsds.com)

Struktur:

1. Überblick (mit offiziellen Funktionen)
2. Packung und Inhalt
3. Qualität der Karte
4. Installation und Benutzung
5. Kompatibilität
6. Weitere Funktionen
7. Schlussergebnis

1. Überblick

Nachdem die ersten beiden Flashkarten von dem damals neuen Cylops-Team Supercard-Klone für den GBA Slot von Nintendo DS und DS Lite waren, ist es dem Hersteller geglückt, sich mit seinem ersten Modul für den DS Slot einen Namen zu machen: der CycloDS Evolution. Ausgezeichnet hat sich die Karte durch ein luxuriöses Gesamtpaket, das schon bei der Packung begann.
Durch kontinuierliche Weiterentwicklung des Herstellers um die Schutzmaßnahmen neuer Spiele zu umgehen, konnte die Karte das Vertrauen der Kunden gewinnen. Das ging auch viele Jahre gut - bis erst die CycloDS iEvolution erschienen ist und kurz danach der Hersteller verschwand. Da wir uns in diesem Blog bereits letztere Karte angeschaut haben, wird es heute Zeit für die CycloDS Evolution.

Offizielle Funktionen (von der Website des originalen Herstellers; frei aus dem Englischen übersetzt):
- Vollständiges Plug & Play - kein FlashMe, PassMe oder PC Software nötig
- 100% Kompatibilität, unterstützt clean ROM's - funktioniert mit jedem Betriebssystem
- RealTime Speicher-Funktion, ermöglicht den Stand des Spiels zu jeder Zeit zu speichern und wiederherzustellen
- Wii Verbindung in Spielen ist unterstützt
- NDS Download Play vollständig unterstützt
- Mit Action Replay kompatible Cheat-Engine, gebündelt mit über 300 Cheat Codes für über 300 Spiele!
- Nutzt MicroSD Karte, sowohl FAT16 als auch FAT32 sind unterstützt
- Unterstützt die MicroSDHC-Spezifikation, ermöglicht Speicherkarten mit höherer Kapazität
- Speichertyp wird automatisch erkannt, Speicherart-Datenbank wird nicht benötigt
- Speichert direkt auf SD anstelle von eingebautem flash
- Nutzerfreundlich, einfach skinnbares Interface. Sowohl Touchscreen, als auch Tasten Operationen sind unterstützt
- Mehrsprachiges Nutzerinterface
- "Erweiterter Modus", der starke, einzigartige Features beim Gameplay bietet. Erweiterte Features werden durch ein ingame-Menü ausgewählt. Die Features des erweiterten Modus' umfassen:
    -RealTime Speicher-Funktion, ermöglicht den Stand des Spiels zu jeder Zeit zu speichern und wiederherzustellen
    -Stelle Helligkeit des LCDs während des Spielens ein (nur NDSLite)
    -SlowMotion Modus zum verlangsamen des Spiels, um schnelle Action-Sequenzen einfacher zu meistern
    -Zurückkehr zum CycloDS Evolution Menü (aka Soft Reset)
    -Weitere Features folgen!
- Exzellente Homebrew-Kompatibilität dank DLDI Auto-Patcher
- 2 Megabyte FLASH-Speicher enthalten, der das CycloDS Evolution OS enthält und genutzt wird um aufregende neue Funktionen in der Zukunft hinzuzufügen. Ein Recovery-Modus ist auch enthalten.
- Autoboot-Modus, der bei Aktivierung direkt die letzte ROM oder Homebrew Anwendung ausführt
- Moonshell enthalten, um Medienwiedergabefunktionen bereitzustellen
- PassMe Funktion (Starte von Slot-2)
- Unterstützt Rumble und Speicher-Erweiterungen, keine spezielle Nutzer-Interaktion notwendig


2. Packung und Inhalt


Wie für CycloDS typisch, kommt diese Karte in einer stabilen Box aus mattem Metall, die mit einem dunklen Material ausgelegt ist. Auf der Vorderseite ist das Logo des Herstellers aufgedruckt. Die Rückseite bietet Informationen zu den Funktionen, den unterstützten Dateien und zum Lieferumfang.

Der Lieferumfang umfasst neben der Flashkarte selbst ein gewöhnliches MicroSD-Lesegerät, das man von vielen Flashkarten kennt.


3. Qualität der Karte


Im Gegensatz zum Nachfolger hat diese Karte den Ruf, stabil zu sein. Der etwas hervorgehobene weiße Aufkleber mit dem Logo, der fast bis zu dem Rand der Karte geht, versteckt einen Chip, der aus der schwarzen Plastikschale herausragt. Die mattschwarze Schale hat auf der Rückseite ein paar Einkerbungen, damit man die Karte einfacher aus dem Slot entfernen kann. Außerdem sind alle Stege zwischen den Kontakten durchgezogen, wodurch Kontaktprobleme vermieden werden.
Insgesamt macht das Modul den Eindruck von mittlerer bis guter, stabiler Qualität.


4. Installation und Benutzung

Grundsätzlich kann man diese Karte direkt in den DS Slot stecken und nutzen. Der Kernel ist auf der Karte selbst gespeichert und muss nicht wie bei den meisten anderen Slot-1 Karten vor der Benutzung auf die SD kopiert werden. Ohne MicroSD Karte wird allerdings ein Fehler angezeigt, dass die Karte nicht gefunden wurde. Da die Spiele weiterhin auf der MicroSD gespeichert werden, ergibt ein Betrieb ohne Speicherkarte ohnehin nicht viel Sinn.
Während des Tests ist es zwei Mal vorgekommen, dass die Karte angezeigt hat, dass der installierte Kernel kaputt sei und neu installiert werden müsse. Nach einem Neustart der Konsole hat sich das Problem jedes Mal gelöst. Eine neue Installation des Kernels war nicht nötig.

Karte aktualisieren

Es ist relativ einfach, die CycloDS Evolution zu aktualisieren. Man muss sich das aktuelle Update herunterladen und die update.evo auf die SD Karte kopieren. Beim nächsten Start des DS' bekommt man die Option, die Karte zu aktualisieren. Danach wird die Updatedatei von der SD Karte gelöscht.

Installation von Moonshell

Wenn man Moonshell noch nicht installiert hat, bekommt man einen Fehler, wenn man den mittleren Menüpunkt auswählt, und wenn in den Einstellungen unter "Bookmarks" "Main Menu" ausgewählt wurde. Um diesem Menüpunkt in dem Fall einen Sinn zu geben, muss man Moonshell wie folgt installieren. Zuerst muss man sich Moonshell für die CycloDS Evolution herunterladen. Aus diesem Archiv muss man einfach den "moonshel2" Ordner in den Root der MicroSD Karte ziehen. Wenn man jetzt "Media" im Menü auswählt, muss man beim ersten Start ein paar Einstellungen vornehmen. Jetzt kann man sich die Medien, die man abspielen möchte, einfach auswählen. Um zurück ins Hauptmenü zu kommen, muss man erst Start drücken und dann "Exit to Firmware" wählen. Da Moonshell nicht von dem CycloDS Team programmiert wurde, schreibe ich hier nicht ausführlicher über Moonshell. Wenn du mehr über die Anwendung erfahren möchtest, kannst du dieses Youtubevideo gucken.

Bedienung

Das orientiert sich sehr stark an dem originalen R4 Kernel. Nach dem Einschalten der Konsole begrüßt uns das "Bootmenü", in dem man den Browser für DS Spiele, den Moonshell Mediaplayer oder die Einstellungen auswählen kann.
Nach der Auswahl des Browsers für DS Spiele, gelangt man in einen normalen Dateibrowser, der den Inhalt der SD Karte zeigt. Etwas versteckt sind die Einstellungen, die mit der Y-Taste aufgerufen werden können. Neben einfachen Dateioperationen wie Kopieren und Löschen kann man hier weitere Einstellungen für die ausgewählte Datei vornehmen. Ausgeführt werden Spiele mit der A-Taste.
Mit der X-Taste kann man in diesem Menü umschalten, ob der Header oder der Dateiname angezeigt werden soll.
In den Einstellungen, der dritten Option des "Bootmenüs", gibt es eine Vielzahl von Optionen. Neben Einstellungen zu dem Aussehen des Dateibrowsers kann man Von einer Slot-2 Karte für den GBA Slot starten und sonstige Einstellungen dafür vornehmen. Hier ist es auch möglich, die Sprache auf Deutsch zu ändern. Allerdings lässt die Übersetzung zu wünschen übrig.

Insgesamt finde ich die Tastenbelegung ein bisschen unglücklich. Es wäre besser, wenn man mit der X-Taste die Einstellungen öffnen würde und mit Select die Art, wie Spiele angezeigt werden, geändert würde. Davon abgesehen finde ich die Menüführung und die Funktionen, die der Hersteller teilweise exklusiv bietet, genial.


5. Kompatibilität

Durch zahlreiche Updates konnte sich das CycloDS Team über viele Jahre hinweg den Ruf eines zuverlässigen Anbieters aufbauen. Solange die Karte unterstützt wurde, war die Kompatibilität im Großen und Ganzen ziemlich gut. Pokemon Schwarze und Weiße Edition 2 sind leider erst danach erschienen.
Ein paar Ausnahmen gibt es bei der Realtime-Save Funktion, die bei einigen Spielen nicht ordnungsgemäß funktioniert.
Ein ähnliches Bild offenbart sich in Bezug auf Homebrew. Von den getesteten Anwendungen gab es keine, die gar nicht genutzt werden konnte. Einige der neueren Anwendungen müssen über einen anderen Launcher wie das hbmenu oder DSOrganize gestartet werden.

Da es den Nintendo DSi noch nicht gab, als diese Karte entwickelt wurde, ist sie nicht direkt mit dieser Konsole kompatibel. Selbiges gilt für den 3DS, die Karte wird im Menü nicht einmal angezeigt. Für den DSi ist ein Nachfolger, die CycloDS iEvolution erschienen, die als einzige Flashkarte DSi Enhanced Spiele unterstützt. Alternativ ist es möglich, die Karte mit NTRLauncher auf DSi oder 3DS zu starten. Bei dem 3DS gibt es im Menü auf dem unteren Bildschirm einen Grafikglitch.

Spiele:
- Anno Erschaffung einer neuen Welt: Keine Probleme
- Metroid Prime Pinball: Keine Probleme
- Bibliothek der klassischen Bücher: Keine Probleme
- Fastfood Panic: Keine Probleme
- Lego Fluch der Karibik: kleinere ungewöhnliche Framerate-Einbrüche, sonst keine Probleme
- Lego Rockband: RTS funktioniert nicht, sonst keine Probleme
- Lego Strategie: Keine Probleme
- New Super Mario Bros: Downloadspiel geht nicht, sonst keine Probleme
- Trackmania Turbo: Keine Probleme
- Pokemon schwarze Edition 2: XP Bug
- Wall-E: RTS funktioniert nicht, sonst keine Probleme
- Zelda Phantom Hourglass: Keine Probleme

Homebrew:
- DiagnoSe: Keine Probleme
- DSCraft (FAT): Keine Probleme
- DSCraft (NITRO): Keine Probleme
- DSOrganize: Etwas glitchy
- Fireworlds: Keine Probleme
- Rapid Roll: Keine Probleme
- EverlastingTH: Keine Probleme
- Scribble Jump: Keine Probleme
- World of Sand DS: Keine Probleme
- Brick Breaker V1.0: Keine Probleme
- OpenTTD: Keine Probleme
- Spider Solitaire: Keine Probleme
- Eurotunnel: Keine Probleme
- DSDOOM: Keine Probleme
- dualHexen MOD: Keine Probleme
- cheretic: Muss bspw. mit DSOrganize ausgeführt werden
- Quake 2: Keine Probleme (benötigt Slot-2 RAM Erweiterung)
- NesDS 1.3a: Keine Probleme
- Gameyob: Keine Probleme
- GBARunner2 (ARM7 und ARM9): Muss bspw. mit DSOrganize ausgeführt werden
- jEnesisDS: Keine Probleme


6. Weitere Funktionen

Trotz des Alters bietet dieses Modul einige weitere Funktionen. Das fängt schon mit im Vergleich zur Konkurrenz sehr smoothen Übergängen zwischen unterschiedlichen Menüpunkten an.

GBA-Unterstützung

In den Einstellungen kann man die Option "Von Slot 2 starten" auswählen, um GBA Spiele zu starten. Außerdem gibt es in den globalen Einstellungen noch die Einstellungen "Rumble", wo man die Intensität des Rumblepacks einstellen kann und "GBA Support", womit die Flashkarte auf Daten auf Slot-2 Versionen von der CycloDS zugreifen kann.
Nicht nur die GBA Flashkarten von Team Cyclops werden unterstützt: auch das EZ-Flash 3in1 Expansion Pack funktioniert problemlos. DS Spiele, die ein Rumble Pack nutzen, werden automatisch dafür gepatcht. Homebrewanwendungen können problemlos auf den RAM des Moduls zugreifen. Allerdings hat für Homebrews bei kurzen Tests das Rumblepack nicht funktioniert. Das könnte jedoch am Rumblepack liegen.
Als dritte Funktionen der Slot-2 Erweiterung kann man .gba-Dateien, die auf der SD Karte der CycloDS liegen, direkt auswählen und starten. Wenn ein Spiel in den NOR-Speicher des Expansion Packs geschrieben werden soll, kann man die Select-Taste drücken. Es öffnet sich ein Menü, in dem man zwischen PSRAM und NOR wählen kann.
Damit liegt die GBA-Unterstützung der CycloDS Evolution weit über den meisten anderen Flashkarten.

Lesezeichen

Bei der CycloDS Evolution kann man bestimmte Spiele als Favoriten (wie beim Internetbrowser) speichern. Diese werden dann je nach Einstellung in einer weiteren Leiste oben im "Bootmenü" oder unter dem mittleren Menüpunkt in diesem Menü angezeigt. Wenn der mittlere Menüpunkt zum Anzeigen der Lesezeichen genutzt wird, gibt es noch ein weiteres Lesezeichen für Moonshell (welches man normalerweise mit dem mittleren Icon startet). Neue Lesezeichen kann man definieren, indem man im Lokalen Menü eines Spiels, welches man, sobald das Spiel im Dateienbtowser ausgewählt wurde, mit Y öffnen kann, unter "Set as bookmark" auswählt. Außerdem kann das zuletzt gespielte Spiel als erstes Lesezeichen angezeigt werden. Das zuletzt gespielte Spiel kann auch mit einer Tastenkombination gestartet werden, die man in den globalen Einstellungen (dem dritten Icon) auswählen kann.

Skins

Diese Funktion hat inzwischen jede Flashkarte. Allerdings gibt es für die CycloDS Evolution inzwischen viele Skins. Um Skins zu installieren, muss man erst in dem "CycloDS" Ordner einen neuen Ordner mit dem Namen "skins" erstellen. Da das offizielle CycloDS Forum offline ist, musst du dir die Skins von einer anderen Website herunterladen. Einige gute Skins gibt es zum Beispiel auf CycloDS Revolution. Diese Skins muss man noch ggf. entpacken, und den ganzen Ordner in den neuen "skins" Ordner ziehen (die Bilder dürfen also nicht direkt im skins Ordner sein).
Besonders an der CycloDS Evolution ist, dass man einstellen kann, dass man bei jedem Neustart einen zufälligen Skin sehen möchte, wodurch man immer etwas Abwechslung hat. Allerdings werden Bootscreen und Realtime Menü nicht von Skins beeinflusst.

Cheats

Auch diese Funktion wird von jeder Flashkarte unterstützt. Um Cheats zu nutzen, muss man erst einmal die richtige Cheatdatei herunterladen. Dabei kann man nicht die usrcheat.dat nehmen, sondern muss auf Cheats zurückgreifen, die mit "*.evocheats" aufhören. Eine entsprechende Datei gibt es beispielsweise hier. Diese musst du nur noch entpacken und in den "CycloDS" Ordner kopieren. Die Cheats kann man sich im globalen Menü unter "Enable Cheats" und später mit "Select Cheats" aussuchen. Wenn im globalen Menü "Old Cheat Prompt" aktiviert ist, wird man bei jedem Start eines Spieles gefragt, welche Cheats man aktivieren möchte. Im Real Time Menü kann man während des Spieles unter "Mogel-Codes" Cheats aktivieren oder deaktivieren, aber nicht neue aussuchen.

Real Time Save

Bevor man diese Funktion nutzen kann, muss man bei jedem Spiel im lokalen Menü unter "Settings" "Create RTS" auswählen und A drücken, womit eine Datei zum Speichern von Real Time Spielständen erstellt wird.
Real Time Save ist eine Funktion, mit der man an jeder Stelle eines Spieles einen Speicherpunkt setzten kann (z.B. vor einem Endboss), damit man diese Stelle immer wieder wiederholen kann, wenn man stirbt. Vergleichbar ist die Savestate-Option in vielen Emulatoren.
Um an einer Stelle zu speichern, muss man mit einer Tastenkombination, die man im globalen Menü festlegen kann, das Real Time Menü öffnen. Hier kann man "Realzeit-Speichern" auswählen. Daraufhin wird der aktuelle Spielstand gespeichert, was einige Sekunden dauern kann. Um diesen Spielstand zu laden, muss man erneut das Real Time Menü öffnen und dort "Realzeit-Laden" wählen. Daraufhin wird der Spielstand wieder geladen.
Bei einigen Spielen ist mir aufgefallen, dass die Funktion nicht ganz zuverlässig funktioniert.

Ingame Text-Reader

Mit dieser Funktion kann man im Real Time Menü eine *.txt Datei öffnen, in der man z.B. eine Komplettlösung oder hilfreiche Tipps speichern kann. Dazu muss man ein Textdokument erstellen, das genau den gleichen Namen wie das Spiel hat (ohne *.nds), und entweder im gleichen Ordner wie das Spiel oder in dem Verzeichnis "SD:\text\" speichern. Bei der Erstellung des Textdokumentes sollte man beachten, dass kein automatischer Zeilenumbruch stattfindet und das Scrollen ziemlich fehlerhaft ist. Deshalb sollte man alle 52 Zeichen einen Absatz setzt und maximal 27 Absätze haben. Um den Textleser wieder zu verlassen, muss man B drücken, womit man direkt zurück ins Spiel kommt. Ansonsten funktioniert der Textleser gut.


7. Schlussergebnis

Das Gesamtpaket, das man mit dieser Karte bekommt, ist deutlich wertiger, als man es heute gewohnt ist. Die Metallbox, eine stabile Plastikhülle, ein Kernel, der auf der Karte gespeichert ist... all das sind Kleinigkeiten, durch die dieses Modul herausstechen kann.
Dem Gegenüber steht die Tatsache, dass der Hersteller die Karte ungefähr 2 Jahre zu früh aufgegeben hat, wodurch sowohl Spiele- als auch Homebrewkompatibilität nur gut und nicht sehr gut sind. Real Time Save funktioniert nicht in allen Spielen ordentlich, aber ich bin mir nicht sicher, ob irgend eine Flashkarte da eine 100%ige Kompatibilität hat.

Positiv:
- Luxuriöse Metallpackung
- Stabiles Gehäuse
- Einfach zu bedienen
- Sowohl RTS (Real Time Save), als auch eine Real Time Guide
- Sehr gute EZ-Flash 3in1 Unterstützung
- Viele sinnvolle Extrafunktionen (zufälliger Skin usw)
- Gute Menüführung


Negativ:
- Nicht direkt mit DSi oder 3DS kompatibel
- Team verschwunden, Website nicht mehr verfügbar
- Eigener Cheattyp
- Deutsche Übersetzung schlecht
- Unterstützt einige neue Spiele wie Pokemon schwarze/weiße Edition 2 nicht direkt
- Einige Homebrewanwendungen müssen über dritte Anwendung gestartet werden


Nintendo GBA Spiele: Von der Virtual Console zurück zur Cartridge

Einige alte Spielecartridges sind heutzutage unbezahlbar geworden. Deshalb bietet es sich an, die Spiele im Rahmen eines Abos von Nintendo O...