Samstag, 2. Oktober 2021

XBOX One Controller verlieren Bluetooth (Classic)-Verbindungsmöglichkeiten

In diesem etwas untypischen Post möchte ich auf ein Problem hinweisen, das möglicherweise manche Leserinnen und Leser dieses Blogs betrifft.

Für wen ist die Warnung relevant?

Moderne XBOX ONE-Controller, also quasi die XBOX ONE S-Controller, unterstützen eine Vielzahl von Verbindungsmöglichkeiten. Es gibt einen MicroUSB Anschluss für kabelgebundene Verbindungen und ein eigenes 2.4GHz Protokoll zur Verbindung mit XBOX Konsolen und dem Wireless Adapter. Eine dritte Verbindungsmöglichkeit ist Bluetooth. Sie wird unter anderem zur Verbindung zu Smartphones und Computern genutzt.

Quelle: https://uk.pcmag.com/controllers-accessories/93575/how-to-connect-an-xbox-controller-to-a-pc

Dank der Bluetooth-Kompatibilität ist es möglich, den Controller mit anderen Konsolen zu verbinden. Man kann entweder Dongles wie den 8Bitdo USB Adapter oder den Mayflash Magic-NS nutzen; oder Softmods wie Mission Control für die Nintendo Switch und Bloopair für die Wii U.

Das Problem

Bisher war das kein Problem. Sowohl die Softmods und die Adapter, als auch der XBOX ONE Controller nutzen Bluetooth, bzw. genauer BTC (Bluetooth Classic). Durch ein Update ändert dies sich allerdings: wenn man den Controller aktualisiert, kann es sein, dass der Standard auf BLE (Bluetooth Low Energy) gewechselt wird. Bisher unterstützen die Adapter und die Softmods nur BTC; der Controller würde also nicht mehr funktionieren.

Fazit

Ein Update der Adapter auf BLE würde ich nicht erwarten. Die Hardware ist vermutlich gar nicht kompatibel. Falls ein Dongle mit BLE kompatibel sein sollte, wird der Hersteller das entsprechend bewerben.

Auch Bloopair für die Wii U wird BLE nicht unterstützen, da der Bluetooth Chip in der Wii U zu alt dafür ist. Mission Control könnte als einzige Lösung in der Zukunft BLE unterstützen. Eine einzige Alternative wäre, auf USB Lösungen wie den Mayflash Magic-NS oder sys-con zurück zu greifen.

Solange es geht und wenn man entsprechende Dongles oder Plugins nutzt, sollte man auf das Update verzichten.

tl;dr: wenn du einen XBOX ONE Bluetooth Controller mit anderen Konsolen nutzt, entweder über gekaufte Adapter oder über Softmods, solltest du den Controller nicht aktualisieren. Sonst könnte er bald nicht mehr laufen.

Samstag, 21. August 2021

Ein sommerlicher Teaser

 

Selbst im Jahr 2021 kann man mit etwas Glück noch die eine oder andere Flashkarte bekommen. Deshalb gibt es heute einen Teaser auf zwei Produkte, die demnächst getestet werden. Eine relativ alte Karte (der aktuelle Kernel ist auf Stand 2008) und eine Karte, die es so vermutlich erst seit diesem Jahr gibt.

Freitag, 2. Juli 2021

EasySMX ESM-4108 Wireless Controller für Nintendo Switch Review

 

Struktur:
1. Überblick (mit offiziellen Funktionen)
2. Verpackung und Inhalt
3. Qualität des Gamepads
4. Installation und Betriebsmodi
5. Kompatibilität
6. Schlussergebnis


1. Überblick

Mit dem Erfolg der Nintendo Switch Konsole sind immer mehr Dritthersteller auf den Gedanken gekommen, eigene Gamepads für die Konsole zu verkaufen. Das Spektrum, das diese Hersteller bedienen, ist breit. Es geht von billigen nur-USB Controllern bis hin zu qualitativen und funktionsreichen Controllern, die sogar teurer als die offiziellen Controller sein können. Auf jeden Fall nicht teurer als die offiziellen Controller ist der ESM-4108 wireless Controller von der Firma EasySMX, den wir uns heute genauer anschauen werden.
Der Controller wurde mir freundlicherweise von dem Hersteller für dieses Review zur Verfügung gestellt. Mit dem Code "FCI" gibts beim Kauf beim Hersteller 25% Rabatt (Werbung*).

Offizielle Funktionen (von der Verpackung; frei aus dem Englischen übersetzt):
Langzeit-Standby: Eingebaute 600mAh Lithium Batterie, läuft für ungefähr 8h nach vollständiger Ladung
Doppelte Vibratoren/ Rumble Motoren: Vibrationsmotoren sind in Seiten-Grips eingebettet, verbessert Immersion und Realismus
Ergonomisches Design: Asymmetrisches Design der Joysticks basiert auf Ergonomie
Turbo: Passe Turbo für jede Taste an um die Finger vom Spieler zu befreien und zerstöre deine Gegner mit nur einem Tastendruck

2. Verpackung und Inhalt


Der Controller wird in einer Pappschachtel ausgeliefert, auf der der Controller und die Funktionen abgebildet sind. Auf einer Seite gibt es eine Liste mit den Designs des Controllers. Hier wurde das richtige Design mit einem Stift markiert.
Diesen Controllern gibt es in mehreren generischen Designs, die ich eigentlich alle gelungen finde. Er fällt auf jeden Fall stärker auf, als ein monochromer Controller. Da ich das Gamepad gestellt bekommen habe, konnte ich kein Design auswählen.
Wenn man die Packung öffnet, kann der Controller in einem Pappschuber herausgezogen werden. Damit gelangt man zusätzlich an die im Lieferumfang enthaltene Bedienungsanleitung, eine "Danke für den Kauf"-Karte und ein USB A zu C Kabel, das mit 1m Länge etwas kurz geraten ist. Für den Einsatz in einem Wohnzimmer würde sich eine USB Verlängerungsschnur anbieten - oder man nutzt den Controller mit Bluetooth kabellos. Über das Kabel kann der Controller außerdem geladen werden. Die Übersetzung der Anleitung ist verbesserungswürdig.

3. Qualität des Gamepads

Das Pad selbst, also die bedruckten Schalen, liegt gut in der Hand und fühlt sich durch den Gummi-Überzug gut an. In meinem Fall hat der Controller das "Handprint"-Design, in dem auf der weißen Schale ein paar rote Farb- oder Blutflecken und ein farbiger verlaufender Handabdruck abgebildet sind. Ich finde, dass das Design gut zu Horrorspielen oder Splatoon passt.

Die Tasten fühlen sich gut an, sind allerdings relativ laut und haben relativ viel Widerstand. Das Problem mit der Lautstärke setzt sich bei den sich etwas billig anfühlenden Joysticks und der Rumble-Funktion fort. Dafür merkt man von der Vibration deutlich mehr als beim Pro Controller der Nintendo Switch. Man kann dieses Problem durch ändern der Vibrationsstärke etwas abschwächen. Nachdem man das Gamepad für eine Zeit genutzt hat, fallen die Joysticks nicht mehr so negativ auf. Leise wird das Pad dadurch nicht.
Die Tasten sind fast alle beschriftet und dank der Hintergrundbeleuchtung lassen A, B, X und Y sich im Dunklen gut finden. Bezüglich der Anordnung sind die Tasten von dem originalen Pro Controller inspiriert und damit an der gleichen Position. Es sind alle Tasten vorhanden, inklusive der spezielleren Home, +, - und Screenshot-Taste. Letztere wird außerdem als Turbo-Taste genutzt.
Die Beleuchtung hat allerdings einen Nachteil: gerade bei dunkleren, fesselnderen Spielen stört sie.
Bei mir hat das Gamepad über mehrere Wochen der Benutzung gut funktioniert. Bei Amazon gibt es allerdings eine Kundenbewertung, bei der das Gamepad nach kurzer Zeit nicht mehr ordnungsgemäß lief. Allgemein kann man in diesem Preissegment kein Produkt erwarten, das viele Jahre intensives Spielen durchhält.
Gemäß der Bedienungsanleitung soll eine Akku-Ladung über 8h Spielzeit ermöglichen. Während der Testzeit habe ich den Controller überwiegend per Bluetooth genutzt und musste ihn nach der ersten Ladung nicht wieder laden. Deshalb halte ich die 8h für realistisch.

4. Installation und Betriebsmodi

Dieses Gamepad lässt sich wie gewöhnliche Controller nutzen.

a) Per Bluetooth pairen

Damit das Gamepad über Bluetooth mit einer Nintendo Switch verbunden werden kann, muss man es erst pairen. Dafür kann man auf der Konsole in das Controller-Menü gehen und die Option "Griffweise/Reihenfolge ändern" auswählen. Nun kann man auf dem Gamepad die Tastenkombination HOME+Y gedrückt halten. Kurz darauf sollten sich Konsole und Gamepad pairen. Falls es nicht beim ersten Anlauf klappt, muss man auf dem Gamepad erneut die Tastenkombination drücken.
Mit der Tastenkombination "Home", "-" und "L" lässt sich auch eine Pairing-Funktion aufrufen. Diese Verbindung ist allerdings nur einmalig und der nächste Schritt funktioniert dann nicht.

b) Per Bluetooth verbinden

Wenn Gamepad und Konsole gepairt sind, kann man den Controller durch Halten der HOME-Taste einschalten. Er verbindet sich automatisch mit der Konsole. Leider lässt sich die Konsole dadurch nicht aus dem Standby-Modus aufwecken. Man muss also die Power-Taste an der Konsole drücken, falls der Bildschirm aus ist.
Um zu erkennen als welcher Spieler der Controller verbunden ist, gibt es an der unteren Kante der Vorderseite eine doppelte LED Leiste mit 4 LEDs.

c) USB

Das Gamepad kann über USB direkt mit der Nintendo Switch und dem Computer verbunden werden. An dem Computer wird es als "Xbox 360 Wired Gamepad" erkannt. Bei der Nintendo Switch muss ggf. in den Systemeinstellungen unter dem Punkt "Controller und Sensoren" die Option "Kabelverbindung Pro Controller" eingeschaltet werden.
Dieser Controller hat keine analogen Trigger-Tasten. ZL und ZR können nur erkennen, ob sie gedrückt werden - nicht wie weit. Am Computer ist es dadurch z.B. in einigen Rennspielen nicht möglich, "nur ein bisschen Gas" zu geben. Bei der Switch ist dies normal und dem offiziellen Pro Controller von Nintendo fehlt diese Funktion auch.

d) Tastenkombinationen

Für die ganzen unterschiedlichen Funktionen des Controllers gibt es unterschiedliche Tastenkombinationen, die mal besser und mal schlechter funktionieren.
L+R für 5 Sekunden drücken: Hintergrundbeleuchtung ausschalten. Hat in meinen Tests nicht funktioniert. Der Kundensupport hat dies bestätigt.
ZL+ZR+R3 (rechter Joystick)+D-Pad Hoch/Runter: Helligkeit ändern. Hat bei mir überall funktioniert.
Turbo-Taste+D-Pad Hoch/Runter: Vibrationsstärke ändern. Hat bei mir nur im PC-Modus funktioniert. Änderungen werden in Switch-Modus übernommen. Laut Support soll diese Funktion auch im Switch Modus funktionieren.

e) Turbo-Funktion

Ein recht altes Feature für Controller ist die Turbo-Funktion. Anstelle eine Taste z.B. um einen Fisch in einem Spiel zu fangen immer wieder drücken zu müssen, kann der Controller diese Tastendrücke simulieren während man die Taste normal gedrückt hält. Dieser Controller unterstützt diese Funktion auch - man sollte den Einsatz allerdings überlegen, da es Cheaten sehr nahe kommt.
Zuerst muss man den Turbo-Modus aktivieren. Das geht indem man den rechten Joystick eindrückt und dabei die Screenshot-Taste drückt. Jetzt leuchtet die Umrandung des Joysticks rot und man kann mit Screenshot+Taste, die Turbo haben soll, die Taste für die Turbofunktion auswählen. Deaktivieren kann man die Turbofunktion wieder mit dem rechten Joystick und der Screenshot-Taste.


5. Kompatibilität

Laut dem Hersteller ist der Controller mit der Nintendo Switch, Windows und Android kompatibel. In meinen Tests hat auch alles gut geklappt. Da der Controller relativ standardisierte Protokolle nutzt, dürfte er mit einigen weiteren Systemen kompatibel sein.
-Nintendo Switch (Bluetooth): keine Probleme
-Nintendo Switch (USB): keine Probleme
-Windows (USB): keine Probleme

6. Schlussergebnis

Um diesen Controller zu bewerten, sollte der Preis auf jeden Fall mit einbezogen werden. Da das Gamepad relativ laut und hell ist, bietet es sich meiner Meinung nach eher für Partyrunden mit mehreren Spielern und Spielerinnen auf einer Couch an. Oder für Neueinsteiger, die die Tastenbelegung noch nicht kennen und vielleicht noch nicht häufig mit einem Gamepad gespielt haben. Bei einem dunklen Horrorspiel oder einer filmartigen Erfahrung wie Life is Strange gäbe es meiner Meinung nach zu viele Ablenkungen. Dafür hat das Gamepad eine ganze Reihe an Funktionen, die man für den Preis nicht erwarten würde. Es unterstützt sowohl Vibrationen, als auch die Steuerung über Neigungssensoren. Die Turbo-Funktion kann in einigen Spielen hilfreich sein aber bei Mehrspielerspielen gibt sie einen unfairen Vorteil. Von daher sollte man den Besuchern im Zweifelsfall lieber nicht davon erzählen ;)
Diese nicht vollständige Empfehlung deckt sich auch mit Blick auf die Qualität. Anfangs fühlten sich für mich einige der Eingabeelemente etwas unpassend an (falsche Position/ zu starke Druckkraft notwendig), aber wenn man das Gamepad für einen längeren Zeitraum nutzt, legt sich das. Die große Frage wird sein, wie lange das Gamepad ordnungsgemäß funktioniert. Andererseits kann man sich diese Frage auch bei den offiziellen Controllern in Bezug auf Joycon-Drift stellen und dann nimmt man doch vielleicht lieber die günstigere Option.
Aussehen tut das Gamepad auf jeden Fall gut und bei den unterschiedlichen Designs sollten alle eins finden, das passt. Im Großen und Ganzen bin ich bis jetzt überrascht, was für den Preis geboten wird.

Positiv:
-Bluetooth und USB-C
-Starker Rumbleeffekt
-Gyrosensoren für Bewegungssteuerung
-Turbo-Funktion
-Liegt gut in der Hand
-Enthält Akku, der laut offiziellen Angaben 8h hält (Tests gehen bis ca. 12h)
-Preis
-Mit Nintendo Switch und Windows kompatibel
-Tastenbeleuchtung

Negativ:
-Tastenkombinationen funktionieren nicht in allen Modi
-Kein NFC Reader um Amiibos einzulesen
-Tasten sehr laut
-Rumble sehr laut
-Nur digitale Trigger
-Beleuchtung nicht ausschaltbar

An dieser Stelle noch einmal der Hinweis: mit dem Rabatt-Code FCI gibt es beim Hersteller 25% Rabatt auf diesen Controller (Werbung)*.


*Es gibt keine direkte finanzielle Gegenleistung für diesen Blog bei der Verwendung des Rabattcodes. Rabattcodes müssen im Allgemeinen als Werbung gekennzeichnet werden.

Freitag, 30. April 2021

Supercard DSONE SDHC "Klon"-Review (supercard.sc)

 


Struktur:

1. Überblick (mit offiziellen Funktionen)
2. Packung und Inhalt
3. Qualität der Karte
4. Installation und Benutzung
5. Kompatibilität
6. Weitere Funktionen
7. Schlussergebnis


1. Überblick

Es gibt viele Dinge, die ich dieses Jahr erwartet hätte und erwarte. Etwas, das eindeutig nicht dazu zählt, ist eine neue alte Flashcart für den Nintendo DS - nicht einmal für DSi oder 3DS, nur für den DS. Nein, es handelt sich nicht um einen weiteren R4 oder DSTT Klon, wie man schon viele gesehen hat. Es gibt etwas deutlich überraschenderes.
Um es etwas zu präzisieren: es geht in dem heutigen Review um die Supercard DSONE SDHC. Dies verwundert um so mehr, da das aktuelle Modell des Herstellers die Supercard DSTWO Plus ist und da dass Team in den letzten Jahren inaktiv war. Selbst die DSTWO Plus wird bedauerlicherweise seit längerem nicht mehr hergestellt.

Von der DSONE gab es zwei große Revisionen: es gibt die originale DSONE, die wie die originale R4 nicht mit SDHC Speicherkarten funktioniert. Man kann also nicht mehr als 2GB mit der Karte nutzen.
Als Nächstes wurde die DSONE etwas verbessert und die DSONE SDHC ist erschienen. Dieses Modell behebt das Problem mit der maximalen Speichergröße. Um dieses Modell handelt es sich bei der Karte in dem heutigen Review.
Als Letztes gab es noch die Supercard DSONEi SDHC. Diese Karte hatte als Verbesserung, dass man sie auch auf DSi und 3DS Konsolen ohne modifiziertes Systemmenü nutzen konnte. Warum nicht dieses Modell neu aufgesetzt wurde? Man weiß es nicht. Später folgte noch die DSONEi Mini.

Man bekommt die Karten übrigens zum Zeitpunkt dieses Reviews bei Aliexpress und kann sogar mit Paypal bezahlen.

Offizielle Funktionen (von der Website des originalen Herstellers; frei aus dem Englischen übersetzt):

  • Plug and Play (kein FlashMe, kein PassMe, kein konvertieren)
  • 100% der cleanen ROMs werden unterstützt, 100% der Spiele werden unterstützt
  • Keine PC Software notwendig. Ziehe einfach die Datei von dem PC auf die SD
  • Hardware-Speichern wird unterstützt. Einfaches sichern und tauschen mit anderen Spielern
  • Es gibt 3 Modi:
    • Sauberer ROM Modus: 100% der sauberen ROMs werden unterstützt. Ziehe sie einfach vom PC auf die SD
    • Patch Modus: Softreset, Echtzeit Cheats, Echtzeit Spielanleitung, speichert direkt auf SD ohne Datenverlust. Ziehe Daten einfach auf die SD
    • Super Modus: Keine Extra-Software, ROM muss am PC konvertiert werden. Dieser Modus existiert für zukünftige Funktionen, z.B. wenn der Speicherstand größer als 4M ist
  • Unbegrenzter Speicherplatz. Unterstützt FAT/FAT32 (FAT wird empfohlen)
  • Blue-Light Engine enthalten. Unterstützt Hochgeschwindigkeits-Speicherkarten ohne Verlangsamung
  • Größe einer originalen DS Cartridge, perfekte Lösung für Slot-1
  • MicroSD Slot mit Feder: einfach zu nutzen
  • Micro-Firmware ist für Skins und Aktualisierbarkeit entworfen
  • Moonshell ins Design eingebaut. MP3, OGG und DPG2 können direkt vom Supercard DS System abgespielt werden. Kompatibel mit DPG0/DPG1. eBooks und Bilder werden auch unterstützt
  • Unterstützt DS Browser, benötigt SCCF, SCSD, SCL (Slot-2 SC Flashcart für RAM)
  • Unterstützt SC Rumble Series als Rumble Pack (Slot-2)
  • Mächtiges OS Menü System. Spieleliste unterstützt Text-Liste, kleine Icons und große Icons. Unterstützt Bedienung mit Touchscreen
  • Unterstützt PassMe Funktion. Kann GBA Slot starten. Hotkey L+B im Betriebssystem
  • GBA Verbindungs-Funktion. Unterstützt Verbindung mit GBA Spielen und kann speichern. Ermöglicht Laden von GBA Spiel in Slot-2. Benötigt SCCF, SCDS, SCL (Slot-2)
  • Das beste Homebrew-Tool für Spieler

2. Packung und Inhalt


Dieser Abschnitt wird leider etwas weniger umfangreich ausfallen, da es sich um einen "Klon" handelt. Er kommt im Gegensatz zu den originalen Karten ohne Verpackung und ohne Aufkleber. Einzig eine Plastikhülle mit einem QR-Code und dem Hinweis auf das Herstellungsland China ist sichtbar. Auf der Website des Supercard-Teams gibt es keinen Hinweis auf die Neuauflage.
Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob es sich wie häufig geäußert wirklich um einen Klon handelt. Es fehlt zwar jedwedes Supercard-Branding aber der Klon läuft mit der originalen Software und hat sogar den SD-Slot mit Feder. Es handelt sich also um keinen "low Budget"-Klon, bei dem die Hälfte rausgefallen ist. Viel mehr vermute ich, dass es sich um Restbestände mit Originalkarten eines Shops handelt, der diese nun abstößt. Händler von Flashcarts bekommen häufig Verpackung, Aufkleber und Karten getrennt und setzen das Produkt selbst zusammen. Eine andere Möglichkeit ist, dass ein früherer Auftragsarbeiter vom Supercard Team eigenmächtig die Produktion wieder aufgenommen hat.

3. Qualität der Karte


Auf den ersten Blick wirkt die Qualität der Karte sehr gut. Die Plastikschale wirkt stabil, die Stege an den Kontakten sind alle durchgezogen und die Aussparung für zwei Chips an der Oberseite würde normalerweise durch einen Aufkleber verdeckt werden. Nur die Kontakte selbst hätten für meinen Geschmack etwas länger sein können um Kontaktproblemen vorzubeugen. In Konsolen wird die Cartridge problemlos gelesen.
Bei genauerem Hinschauen fallen mir doch zwei Qualitätsprobleme auf: in dem weißen Plastik sind leichte schlieren von hellerem und dunklerem Plastik und der Aufdruck an dem SD Slot ist etwas schief. Aber beides wird hoffentlich nicht die Funktionalität einschränken.


Nachdem man die Schraube gelöst und die Plastikstäbe auseinander gezogen hat, kann man sich die gesamte Platine anschauen. Diese ist relativ bestückt. Es gibt neben dem MicroSD Slot eine Batterie, einen FPGA ohne Markierung, einen SST 70-4C-WHE FLASH-Speicher und einen weiteren Chip, der vermutlich der PSRAM Speicher ist.

4. Installation und Benutzung

Wie bei fast allen Flashcarts folgt die Installation dieser Karte dem normalen Schema. Man muss sich den Kernel herunterladen und auf die SD Karte entpacken, sodass es in dem Hauptverzeichnis der SD Karte einen "_dsone" Ordner und eine "SCFW.SC"-Datei gibt. In dem Ordner kann man die Cheats, die Übersetzungen, den DLDI-Treiber usw finden.

PSRAM löschen

Eine kleine Besonderheit bleibt jedoch: diese Karten enthalten einen PSRAM, der über eine wiederaufladbare Batterie angetrieben wird. In einigen Fällen (nicht in meinem) ist der Inhalt des PSRAMs fehlerhaft und muss gelöscht werden, bevor die Karte ordnungsgemäß genutzt werden kann. Dazu muss die Karte geöffnet werden und die Batterie muss kurzgeschlossen werden. Eine Anleitung kann man hier finden.

Benutzung


Die Karte startet direkt ins eigene Menü, auch wenn direktes Starten des Spiels deaktiviert ist. Das EOS, also das Betriebssystem, ähnelt der Supercard DSTWO. Es gibt einen Dateibrowser mit zwei schaltbaren Ansichten, durch die man mit der Select-Taste wechseln kann. Am oberen Rand des Touchscreens gibt es die Menüpunkte "Setup", "Saver" und "Cheat", die man auswählen kann. Alternativ kann man die Start-Taste drücken und mit den Schultertasten zwischen den Punkten wechseln.
Unter dem Punkt Setup kann man die Einstellungen finden. Es ist möglich SD Geschwindigkeit, Ausführungsmodus, Sprache, Helligkeit, Speicherslot, Theme, Hotkey und GBA Modus zu wechseln. Die wichtigsten Optionen sind der Hotkey, mit dem man das Real Time Menü öffnen kann, und die Option zum Wechseln des GBA Modusses (falls man eine Slot-2 Supercard besitzt). Beides werden wir uns später genauer anschauen.
Mit dem zweiten Punkt kann man die Größe der Speicherdateien anpassen. Die dritte Option bietet die Möglichkeit Cheats global entweder zu aktivieren oder zu deaktivieren.
Wenn man ein Spiel auswählt, gibt es zusätzlich die Option, die Y-Taste zu drücken. Hier gelangt man in ein Menü für das Spiel um den Speicherslot, die Größe der Speicherdatei, die Cheats und den "anti-piracy"-Bypass zu aktivieren oder zu wählen. Explizite Cheats kann man mit dem Cheat-Menü auswählen, das man durch erneutes Drücken der Y-Taste öffnen kann.
Anscheinend kann der Kernel selbst nicht mehr DPG-Filme abspielen, wie es in den offiziellen Funktionen beschrieben ist. Vermutlich ist diese Funktion beim Wechsel zum EOS rausgeflogen.

5. Kompatibilität

Bei diesem Aspekt muss sich die Karte auf keinen Fall vor der Konkurrenz fürchten.

Spiele:
- Anno Erschaffung einer neuen Welt: Keine Probleme
- Metroid Prime Pinball: Keine Probleme
- Bibliothek der klassischen Bücher: Keine Probleme
- Fastfood Panic: Keine Probleme
- Lego Fluch der Karibik: Keine Probleme
- Lego Rockband: Keine Probleme
- Lego Strategie: Keine Probleme
- Trackmania Turbo: Keine Probleme
- Pokemon schwarze Edition 2: Keine Probleme
- Wall-E: Keine Probleme


Homebrew:
- DiagnoSe: Freezt bei "Reading SRAM" (?), Return to Menu funktioniert nicht, sonst keine Probleme
- DSCraft (FAT): Keine Probleme
- DSCraft (NITRO): Keine Probleme
- DSOrganize: Keine Probleme
- EverlastingTH: Keine Probleme
- Scribble Jump: Keine Probleme
- World of Sand DS: Keine Probleme
- Brick Breaker V1.0: Keine Probleme
- OpenTTD: Keine Probleme
- Spider Solitaire: Keine Probleme
- Eurotunnel: Keine Probleme

6. Weitere Funktionen

Von der Menge der Funktionen der Karte bin ich positiv überrascht. Es fühlt sich fast wie eine einfache Supercard DSTWO an, nicht wie eine Karte aus der frühen DS Flashcart-Zeit.

Cheats

Als Cheat-Datei wird das gewöhnliche usrcheat.dat-Format verwendet. Falls man für ein Spiel Cheats hat, kann man sie im Y-Menü auswählen und aktivieren. Das Aktivieren ist darüber hinaus im Real Time Menü möglich. Man kann sie dort aber nicht auswählen.


Real Time Menü

Sobald man ein Spiel gestartet hat, kann man mit dem vorher festgelegten Hotkey das Real Time Menü öffnen. Hier gibt es neben einigen selbsterklärenden Funktionen 4 speziellere Optionen.
Es gibt die Möglichkeit, einen Echtzeit-Speicherstand zu erstellen.  Damit kann man z.B. wenn man in New Super Mario Bros noch keinen Speicherpunkt erreicht hat trotzdem einen Speicherstand erstellen.
Dann gibt es die Option ein Lösungsbuch anzulegen und anzuzeigen. Dabei handelt es sich um ein Textdokument.
Außerdem gibt es die Möglichkeit, das Spiel mit der SlowMotion-Funktion zu verlangsamen.
Als Letztes kann man alle ausgewählten Cheats für dieses Spiel aktivieren und deaktivieren.
In Homebrew-Spielen funktioniert das Real Time Menü nicht.

Slot-2 Support

Falls man eine Slot-2 Supercard Cartridge besitzt, kann man den entsprechenden Modus im Hauptmenü in den GBA Extend-Einstellungen vornehmen. Für die Rumble-Reihe, die keine GBA Spiele aber den Rumble Effekt unterstützt, kann man Rumble auswählen. Falls man eine Slot-2 Supercard besitzt, die GBA Spiele abspielen kann, kann man Link auswählen.
Der Rumble-Effekt ist allerdings sehr schwach. In Metroid Prime Pinball konnte er leicht gespürt werden und in Trackmania Turbo hat man ihn eigentlich nur gehört.
Das EZ-Flash 3in1 Expansion Pack wird leider nicht unterstützt.

7. Schlussergebnis

Falls man darüber hinwegsehen kann, dass die Karte nicht direkt mit DSi oder 3DS Konsolen kompatibel ist, bekommt man eine funktionsreiche Flashcart, die fast alle wenn nicht alle Spiele unterstützt. Das Supercard-Team hat schon damals verstanden, was es macht.

Positiv:
- Viele gut funktionierende Features
- Umfangreiches Real Time Menü
- Sehr gute Spielekompatibilität
- Hardware macht guten Eindruck

Negativ:
- Nicht direkt mit DSi und 3DS kompatibel
- Keine Verpackung/ Aufkleber
- Rumble-Funktion sehr schwach
- EZ-Flash 3in1 Expansion Pack wird nicht unterstützt

Sonntag, 27. September 2020

DS iEDGE Review (edge-ds.cn)

 

Struktur:
1. Überblick (mit offiziellen Funktionen)
2. Packung und Inhalt
3. Qualität der Karte
4. Installation und Benutzung
5. Kompatibilität
6. Weitere Funktionen
7. Schlussergebnis

1. Überblick

Viele Hersteller von Flashkarten bringen ihr Produkt unter mehreren Namen bzw. Marken heraus, teilweise mit unterschiedlichem Funktionsumfang. Quasi jedes größere "Team" ist ein Beispiel davon. Das Supercard Team hat auch Karten unter den Namen iSmart MM, iPlayer und EX4i verkauft. Das aktuell wohl populärste Beispiel ist r4isdhc.com, die auch unter den Namen r4i-sdhc.com, r4i-gold.eu und r4imax.com aktiv sind oder waren. Selbst r4ids.cn Hardware wurde unter anderem Namen, unter r4idsn.com verkauft.
Ein weiteres, ziemlich offensichtliches Beispiel, ist das EDGE-Team. Die DSerial EDGE, eine Modifikation einer Karte des Teams, habe ich bereits getestet. Dabei ist EDGE nur die "Budget-Version" des Herstellers CycloDS, der insbesondere heutzutage noch für seine CycloDS iEvolution bekannt ist - die einzige Flashkarte, die DSi Enhanced ROMs abspielen kann. Neben ein paar anderen weggestrichenen Features ist dies das Markanteste, das der iEDGE im Gegensatz zur iEvolution fehlt. Auf den Funktionsumfang der iEDGE werden wir später zurück kommen.

Offizielle Funktionen (von der Website des Herstellers; frei aus dem Englischen übersetzt):
  • Unterstützt DSi/DSL/DS
  • iEDGE wird leer ohne kopiergeschützte Software ausgeliefert wodurch sie 100% LEGAL wird
  • Vollständig aktualisierbarer bootstrap um zukünftige DSi Firmware Updates zu bekämpfen
  • Unterstützt DSi Firmware v1.4+
  • Spielt kommerzielle NDS ROMs ab
  • Spielt Homebrew NDS ROMs ab
  • Häufig aktualisiertes OS für beste Kompatibilität
  • In Game Reset
  • Vollständige Unterstützung von Downloadplay
  • Automatischer ROM Schutz-Patcher
  • SlowMotion Modus
  • Speicherstände werden direkt auf die MicroSD geschrieben
  • Automatische Speichertyp-Erkennung
  • Unterstützt MicroSDHC Karten mit bis zu 32GB
  • Multimediawidergabe wie Filme und MP3s
  • Action Replay kompatibles Cheat System
  • Mehrsprachiges Nutzerinterface
  • MicroSDHC Kartenleser enthalten

2. Packung und Inhalt


Der Hersteller der Karten hatte schon immer ein Fable für ausgefallene Verpackungen. Auf die Metallschachtel der CycloDS iEvolution wurde hier zugunsten einer dreieckigen aufschiebbaren Pappschachtel verzichtet. Die Grundfarbe ist schwarz. Die wegschiebbare Klappe enthält ein Muster, das an den Markennamen angepasst ist. Außerdem klebt rechts unten ein Aufkleber, auf dem "i Compatible" steht. Dies weist darauf hin, dass die Karte mit dem DSi kompatibel ist.
Auf der Rückseite der Packung klebt ein schwarzer Aufkleber mit dem folgenden Text: "For usage instructions and software updates, please visit the official iEDGE website: http://www.edge-ds.cn".
Schiebt man die Packung auf, so kommen zwei in aufgeschichtete Pappe eingelassene Fächer zum Vorschein. Eines davon beherbergt die Flashkarte. In dem anderen befindet sich ein MicroSD Kartenleser für den PC, den man schon von vielen anderen Karten kennt. Da er bei mir gefehlt hat, habe ich ihn für die Fotos durch einen baugleichen aus meiner Sammlung ersetzt. Die EDGE-Schlaufe, die eigentlich die Packung verschließt, hat bei mir gefehlt. Dies liegt daran, dass die Karte gebraucht gekauft wurde.

3. Qualität der Karte



Das CycloDS-Team hatte bis zur iEvolution, die nach dieser Karte erschienen ist, den Ruf, dass die Hardware-Qualität der Karten gut ist. Der Ruf wird durch dieses Modul bestätigt. Es ist von einer etwas weichen, weißen und leicht durchsichtigen Plastikschale umgeben. Auf der Vorderseite sieht man einen relativ großen Aufkleber mit iEDGE Logos. Hinter dem Aufkleber wird ein Chip, der durch die Schale durchragt (vermutlich ein FPGA), und drei Schrauben versteckt. Die Schrauben halten beide Plastikhälften zusammen. Die Rückseite ist an einer Ecke etwas geriffelt. Davon abgesehen gibt es ein Symbol für die MicroSD Karte. Der Slot ist ohne Feder, das heißt die Karte wird nicht "ausgeworfen".
Die Stege zwischen den Kontakten zum DS sind alle durchgezogen. Nur die Kontakte hätten etwas länger sein können. Auf der Leiterplatte über den Kontakten gibt es dreimal den iEDGE-Schriftzug.
Nicht sichtbar befindet sich in der Karte außerdem eine rote LED, die vor allem für den Aktualisierungsvorgang benötigt wird.

4. Installation und Benutzung

Im Gegensatz zu anderen Flashcarts wird diese Karte komplett leer ausgeliefert. Man muss also erstmal den Bootstrap, quasi die Firmware und dann den Kernel installieren.

a) Erste Installation


Zur Installation des Bootstraps wird ein Patcher benötigt, der entweder zusätzlich eine ROM braucht oder bei dem die ROM eingebettet ist. Im ersteren Fall muss man nach dem Spiel "0563 - MechAssault - Phantom War (U)" suchen bzw es selbst kopieren. Dieses Spiel muss dann in der Software ausgewählt werden. Jetzt kann eine versteckte Datei auf der SD Karte erstellt werden.
Danach solltest du den DS an den Strom anschließen, die Karte in den Schacht stecken und den DS einschalten. Jetzt blinkt die rote LED der iEDGE. Sobald sie nicht mehr blinkt, kann der DS neu gestartet werden. Ab jetzt wird sie im Konsolenmenü nicht mehr als iEDGE, sondern als "MechAssault" angezeigt.

b) Installation des Kernels

Das Schwierigste ist mit dem Bootstrap geschafft. Zur Installation des Kernels müssen nur noch die Dateien aus diesem Archiv auf die SD Karte, die mit der EDGE genutzt werden soll, kopiert werden. 
Bedauerlicherweise ist der Kernel nicht in deutscher Sprache verfügbar. Dafür in Englisch, Chinesisch und zahlreichen weiteren Sprachen, die ich nicht lesen kann.


c) Benutzung der Karte
Nach dem Start der Karte, die im Konsolenmenü als "MechAssault Phantom War" angezeigt wird, gibt es ein Menü mit 3 Auswahloptionen. Dieses Menü kennt man so von vielen R4 Karten. Die erste Option "Games / Homebrew" verbirgt einen Dateibrowser, mit dem man DS Spiele und Homebrew starten kann. Mit der zweiten Option "Media" ist es möglich, die für die iEDGE angepasste Moonshell Version zu starten (muss zusätzlich auf die SD Karte kopiert werden). Unter der dritten und letzten Option "Settings / Misc" ist es möglich, die Einstellungen aufzurufen. Hier kann man Cheatcodes aktivieren oder deaktivieren, die Helligkeit vom DS Lite Bildschirm anpassen, die Sprache einstellen, den Skin auswählen, die Vibrationsstärke bei Verwendung eines EZ-Flash 3in1 Expansion Packs einstellen und Geräte im GBA Slot starten.
Im Dateibrowser angekommen, kann man mit der X-Taste zwischen unterschiedlichen Darstellungsmöglichkeiten wechseln. Bei "ROM" werden die Header der nds-Dateien angezeigt, bei "File" die Dateinamen mit der Größe und bei "List" eine kleinere Liste mit den Dateinamen.
Homebrew-Anwendungen werden normalerweise automatisch mit DLDI gepatcht. Wenn man beim Start die SELECT-Taste gedrückt hält, wird die Anwendung nicht automatisch gepatcht. Wenn Cheats aktiviert sind kann man nach Auswahl des Spiels die Cheat Codes, die man nutzen möchte, aktivieren.

d) Aktualisieren der Karte

Mit dem aktuellen Bootstrap ist kein Update nötig. Theoretisch müsste man allerdings einen neuen Bootstrap auf die SD Karte kopieren und die Karte in einem DS starten, auf dem sie funktioniert. Dort sollte ein Fortschrittsbalken angezeigt werden und danach sollte die Karte auf der aktuellen Version sein.


5. Kompatibilität

Hier wird es etwas unübersichtlich. Grundsätzlich funktioniert die Karte nur auf DSi Systemen bis zu der Version 1.4.1. 3DS Systeme wurden mal unterstützt aber werden es mit dem neusten Bootstrap aber nicht mehr so richtig, ganz sicher bin ich mir da allerdings nicht. Mit einer DSi Custom Firmware ist die Karte auch mit der neusten DSi Software Version kompatibel.
Die Moonshell Mediaplayer-Version, die für die iEDGE vom Hersteller angeboten wird, ist übrigens nicht die aktuelle.

Spiele:
- Anno Erschaffung einer neuen Welt: Keine Probleme
- Metroid Prime Pinball: Keine Probleme
- Bibliothek der klassischen Bücher: Keine Probleme
- Fast Food Panic: Keine Probleme
- Lego Fluch der Karibik: Keine Probleme
- Lego Rockband: Keine Probleme
- Lego Strategie: Keine Probleme
- Trackmania Turbo: Keine Probleme
- Pokemon schwarze Edition 2: Ohne Patches XP-Problem
- Wall-E: Keine Probleme


Homebrew:
- DiagnoSe: Keine Probleme
- DSCraft (FAT): Keine Probleme
- DSCraft (NITRO): Keine Probleme
- DSOrganize: Kein Touchscreen
- EverlastingTH: Keine Probleme
- Scribble Jump: Keine Probleme
- World of Sand DS: Keine Probleme
- Brick Breaker V1.0: Keine Probleme, Verlassen der Anwendung stellt Konsole aus
- OpenTTD: Keine Probleme
- Spider Solitaire: Freezt bei vielen Sachen (wenn der Touchscreen zu weit rechts berührt wird usw)



6. Weitere Funktionen

Grundsätzlich hatte die CycloDS iEvolution einige coole Features. Da es sich bei der iEDGE um das Budget-Modul handelt, wurden allerdings einige rausgestrichen. So gibt es keine Lesezeichenfunktion und das komplette Einstellungsmenü im Dateibrowser, das zum Beispiel Real Time Save und Ingame Textreader ist weggefallen.

EZ-Flash 3in1 Kompatibilität:

Der Vibrationsmodus des EZ-Flash 3in1 Expansion Pack wird direkt von der Karte unterstützt, es muss nur die Vibrationsstärke in den Einstellungen festgelegt werden. Ich vermute, dass die RAM Erweiterung für den Browser ähnlich gut funktioniert.
Was allerdings nicht so gut funktioniert ist das Laden von GBA ROMs auf das EZ-Flash 3in1 Expansion Pack. Solche ROMs werden im Gegensatz zur iEvolution nicht im Hauptmenü angezeigt und es wird eine Begleitanwendung benötigt, die die Spiele auf die Erweiterung schreiben kann.

Softreset:

Durch Drücken der Tastenkombination A, B, X, Y, L und R kann die Karte aus ROMs zurück ins Hauptmenü springen. Für Homebrew funktioniert diese Funktion leider nicht. Es ist nicht möglich die Tastenkombination zu ändern.

Skins:

Da der Kernel quasi der gleiche ist, kann man mit dieser Karte Skins nutzen, die für eine CycloDS erstellt wurden. Sie müssen in den EDGE Ordner in einen Unterordner mit dem Namen skins kopiert werden. Die Option zufällige Skins anzuzeigen entfällt leider.

Cheats:

Im Gegensatz zur iEvolution nutzt die iEDGE kein eigenes Cheatformat, sondern eine zu "cheats.dat" umbenannte, Action-Replay kompatible "usrcheat.dat"-Datei. Diese muss in den EDGE-Ordner auf der SD Karte kopiert werden. Sobald in den Einstellungen Cheats aktiviert wurden, kann man vor dem Start eines Spiels die Cheats auswählen, die man nutzen möchte. Durch Druck auf die Start-Taste wird das Spiel gestartet.


7. Schlussergebnis

Es ist eine schöne Abwechslung mal wieder ein Modul mit einer guten Qualität zu haben. Leider reicht diese nur begrenzt gut aus um über Kompatibilitätsprobleme mit den neusten DS Spielen und fehlenden Features hinwegzusehen. Auch die Tatsache, dass die Karte nicht ohne Patches auf aktuellen DSi oder 3DS Systemen läuft, ist problematisch.

Positiv:
- Gute Hardwarekompatibilität
- Kreative Verpackung
- Softreset und Cheats, die gut funktionieren
- Gutes User Interface

Negativ:
- 3DS Kompatibilität problematisch
- DSi Kompatibilität nur bis 1.4.1
- Unterstützt nicht neuste DS Spiele
- Keine deutsche Übersetzung
- Offizieller Moonshell Build nicht aktuell

An dieser Stelle gehen noch einmal Grüße an Tobs raus.

Sonntag, 13. September 2020

Eine EDGEy Preview

 Es gab mal wieder Post für mich, die eine Flashcart enthalten hat. Heute mal keine Bilder des Päckchens. Er enthielt eine sehr stylische Verpackung.


Die Packung lässt sich zur Seite "aufsliden" wodurch die Karte selbst zum Vorschein kommt. Es handelt sich um eine mit dem DSi kompatible iEDGE von edge-ds.cn.


Das Review wird allerdings vermutlich noch etwas auf sich warten lassen. An dieser Stelle gehen Grüße an Tobs raus.

Donnerstag, 2. Juli 2020

DS Fire Link Review

Struktur:
1. Überblick (mit offiziellen Funktionen)
2. Inhalt der Packung
3. Qualität der Karte
4. Installation und Benutzung
5. Kompatibilität
6. Schlussergebnis

1. Überblick

Heute wirft es uns mal in die Vergangenheit. Sogar so weit in die Vergangenheit, dass der Name R4 noch gar nicht verbreitet ist, geschweige denn R4i. Die Szene ist noch jung und man weiß nicht genau, wo der Weg einen hinführt. Was ist die zukunftsweisende Lösung? Karten mit internem Speicher, der über USB beschrieben wird? Karten mit internem Speicher, der über den GBA Slot beschrieben wird? Vielleicht sogar Flashkarten für den GBA Slot, die DS Spiele ausführen?
Ungefähr in der Mitte liegt die N-Card (NAND-Card). Es ist ein Modul, das einen internen Speicher hat. Dementsprechend gibt es keinen SD Karten Slot. Um Spiele auf die Cartridge zu kopieren wird ein DS Lite benötigt. In den GBA Slot kommt ein Extramodul, das über USB mit einem Computer verbunden werden kann, während die eigentliche Flashcart im Slot-1 ist. Die N-Card wurde unter vielen Namen verkauft und du wirst es kaum glauben: einer davon ist Fire Link gewesen.
Erworben habe ich die Karte bei Shop01media. Bedauerlicherweise bietet der Händler inzwischen keine Flashkarten mehr an. Ähnlich ist es mit der Seite des Herstellers Fire Link. Es gibt zwar immer noch im Jahr 2020 eine Seite, die das Produkt bewirbt. Bis auf ein Youtube Video sind allerdings alle Verlinkungen nicht mehr verfügbar.
Die Offiziellen Funktionen sind ziemlich unverständlich geschrieben. Ich habe versucht auch dies so zu übersetzen. Insgesamt steht da ziemlicher Schrott.

Offizielle Funktionen (von der Website des Herstellers; frei aus dem Englischen übersetzt):
  • Bürstenfrei (kenne ich eher von Motoren als von Flashcards), kostenlose Anleitung, kostenlose Umwandlung, ohne Treiber, plug-and-true Nutzung
  • Eingebaute NAND Chips, bessere high-speed Stabilität ohne sich Gedanken über Slow Downs im Spiel zu machen und dabei die Zeit zu lesen, ohne die Nutzung einer externen Speicherkarte
  • Lässt deinen NDS in eine mobile Festplatte, FAT formatiertes Dokumentenmanagement, Spiel vollständig kopieren und einfügen und mehr können hinzugefügt überall gelöscht werden
  • Speicherstände werden automatisch auf eingebauten Chip kopiert, dafür wird nur die Archiv Gegend von jedem Spiel genutzt, aber es kann aus der Langzeitarchivierung herauskopiert werden oder Freunde posten in anderen Archiven
  • Originale Kartengröße, kompatibel mit der vollen DS Konsolenfamilie (die Karte ist vermutlich aus dem Jahr 2006), kein Hervorspringen
  • Die Nutzungszeit ist mit der originaler Karten vergleichbar, lange Lebenszeit
  • NDS wird wirklich eine Platform für Multimedia Player, unterstützung für Spiele, Musik, Filme, Bücher, etc, die Operation ist genau so einfach wie mit MP3
  • Wenn mit PC-seitiger Software kombiniert ermöglicht sie viel mehr

2. Inhalt der Packung


Schon beim Öffnen des Paketes wird es etwas ungewöhnlich. Man findet nicht die gewohnte Pappschachtel sondern eine Hülle, die man mal von der Farbe abgesehen so auch von normalen DS Spielen kennt - wobei etwas anders ist sie dann doch. Natürlich gibt es kein Spielecover sondern auf diesem Cover ist die Karte abgebildet. Auf der Rückseite gibt es einige Funktionen, die auf chinesisch beschrieben sind und unten eine URL, die mit www.ewin2.net überklebt wurde.
Öffnet man die Hülle mit einem lauten Knack, springt einem ein USB Kabel entgegen. Es ist ein gewöhnliches USB-A zu MiniUSB Kabel wie man es auch von der DS-Xtreme kennt. Da ich mir nicht mehr sicher bin welches Kabel bei dem Modul dabei war habe ich kein Foto davon.


Dazu gibt es neben einer weißen DS Cartridge eine durchsichtig blaue Cartridge für den GBA Slot von DS und DS Lite. Ohne die zweite Cartridge ist es nicht möglich Programme auf die DS Cartridge zu übertragen.
Die GBA Cartridge wirkt stabil und hat einen DS Fire Link Aufkleber. An der Oberseite ist ein Mini USB Anschluss. Wenn man die Triwing-Schraube entfernt lässt sich die Cartridge einfach öffnen und die Leiterplatte herausnehmen.


3. Qualität der Karte

Im Gegensatz zu den meisten anderen Flashkarten ist die Plastikhülle bei diesem Modell weiß. Hinter dem Fire Card Aufkleber auf der Vorderseite, der den Hinweis auf die 4G Speicherplatz enthält, kann man eine dunkle Struktur sehen. Vermutlich handelt es sich um einen Chip, der auf der Leiterplatte sitzt. Diese ist dunkelblau und enthält bei den Kontakten zum DS die Aufschrift "NANDO2". Davon abgesehen hätten die Kontakte etwas länger sein können, aber immerhin gibt es Lamellen zwischen allen Kontakten.

Das Plastik der Karte wirkt nicht mega stabil aber ich denke sie dürfte etwas stabiler als viele aktuelle Flashkarten sein. Da die Karte verklebt zu sein scheint gibt es hier leider keine Bilder der Leiterplatte.

4. Installation und Benutzung

Setup und Formatieren:
Zuerst solltest du die Slot-1 Karte in den DS stecken und beim Starten von "DS FIRELINE" die START und die SELECT Taste gedrückt halten. Jetzt solltest du die Optionen CANCEL, QUICK FORMAT und FULL FORMAT bekommen. Hier sollte FULL FORMAT gewählt werden. Falls die Option nicht verfügbar ist sollte vorher die Karte aktualisiert werden (siehe Punkt "Karte aktualisieren"). Während der Formatierung sollte nichts anderes gemacht werden.
Wenn die Formatierung erfolgreich abgeschlossen wurde muss man das Menü auf die Karte kopieren. Dazu muss dieses Archiv heruntergeladen werden und die xmenu.dat wie unter dem Punkt "Spiele kopieren" auf die Karte übertragen werden.
Mit einem xmenu Paket von Neoflash ist es sogar in einigen Spielen möglich Softreset zu nutzen. Die Tastenkombination dafür ist L, R, A, B, X und Y.

Karte aktualisieren:
Zum Aktualisieren der Karte sollte dieses Archiv heruntergeladen werden und die .nds-Datei wie ein Spiel auf das Modul übertragen werden. Jetzt kann die .nds-Datei wie ein Spiel ausgeführt und das Update durchgeführt werden.

Spiele kopieren:
Um Spiele und Homebrew auf die DS Karte zu kopieren, muss man sowohl Slot-1 als auch Slot-2 Modul in den DS oder DS Lite stecken, das USB Kabel in den PC und in das Slot-2 Modul stecken und als letztes den DS anschalten. Nachdem "DS FIRELINE" gestartet wurde sollte ein Menü mit den Optionen "USB MODE" und "MENU" erscheinen. Hier sollte USB Mode ausgewählt werden. Falls das Menü nicht erscheint aber dafür ein Konsolentext auftaucht, befindet sich die Karte auch im USB Modus.
Das Modul sollte als normaler Wechseldatenträger erkannt werden und Spiele können wie auf einen USB Stick übertragen werden. Es ist zu bedenken, dass die 4G Karte nur insgesamt 512MB Speicherplatz bietet (4 Gigabit durch 8 geteilt sind 512 Megabyte). Es gibt einige DS Spiele, die genau so groß sind. Dementsprechend passen sie nicht auf die Karte. Während der Übertragung blinkt eine blaue LED in der Slot-2 Karte.

Spiele ausführen:
Nachdem ein Spiel auf das Modul übertragen wurde kann man die Karte wie ein normales DS Spiel starten. Falls das Slot-2 Modul noch im GBA Slot ist muss im Menü "MENU" ausgewählt werden.
Nun gelangt man in ein Menü, in dem man das Spiel auswählen kann.
Sobald die Spiele auf dem Modul sind kann man es sogar mit einem neueren DS Modell nutzen - sofern dieses eine Custom Firmware und den NTRLauncher hat.

5. Kompatibilität

Die wichtigste Funktion einer Flashkarte ist, mit wie vielen Spielen sie kompatibel ist. Wie das bei diesem Modell aussieht kann man sich vermutlich in Anbetracht dessen, dass es seit vielen Jahren nicht mehr unterstützt wird, vermutlich denken.
Ich gehe davon aus, dass Pokémon Schwarze Edition 2 nicht auf der Karte läuft. Getestet habe ich es allerdings nicht, da die ROM 512MB groß ist.

Konsolen:
DS Lite: keine Probleme
DSi: Nur mit NTRLauncher (uploaden von Spielen funktioniert nicht)
3DS: Nur mit NTRLauncher (uploaden von Spielen funktioniert nicht, wird nicht im Menü angezeigt)

Spiele:
- Anno Erschaffung einer neuen Welt: Keine Probleme
- Metroid Prime Pinball: Keine Probleme
- Bibliothek der klassischen Bücher: Kann Daten nicht speichern
- Easy Piano: Keine Probleme
- Fast Food Panic: Keine Probleme
- Lego Fluch der Karibik: Bleibt in "Bereite Daten vor..."-Schleife hängen
- Lego Rockband: Fehler: "Konnte gespeicherte Daten nicht abrufen"
- Lego Strategie: Fehler: "Es kann nicht auf die LEGO Strategie Datei zugegriffen werden"
- Trackmania Turbo: Keine Probleme
- Wall-E: Fehler: "Konnte nicht auf die gespeicherten Daten zugreifen."

Homebrew:
Ich denke die Möglichkeit Spiele über USB auf das Modul kopieren zu können ohne dass man etwas umherstecken muss ist für Homebrew Entwickler ein sehr interessantes Feature.
- DiagnoSe: Benötigt DLDI Patch für entsprechende Funktion. EEPROM Check funktioniert
- DSCraft (FAT): Keine Probleme
- DSCraft (NITRO): 2 weiße Bildschirme
- DSOrganize: Keine Probleme
- EverlastingTH: Keine Probleme
- Scribble Jump: Freezt beim Start eines Levels
- World of Sand DS: Keine Probleme
- Brick Breaker V1.0: Keine Probleme
- OpenTTD: Keine Probleme
- Spider Solitaire: Keine Probleme

6. Schlussergebnis

Es ist schon erstaunlich, wie rasant sich die DS Szene in den frühen Jahren entwickelt hat. Allerdings ist es auch schön mal etwas Abwechslung von der "Standardflashkarte" zu haben. Für Sammler reicht eine Karte, die auf der N-Card basiert. Man muss nicht alle haben. Als Homebrew Entwickler könnte sie grundsätzlich auch noch einen kleinen Wert haben. Das relativiert sich allerdings mit aktuelleren Szeneentwicklungen und der Tatsache, dass sie das HBMenu und ARGV nicht unterstützt.
Allen anderen Interessenten würde ich diese Karte heutzutage eh nicht mehr empfehlen.

Positiv:
- Benötigt keine zusätzliche SD Karte
- Für Homebrewentwickler unter Umständen interessant

Negativ:
- Unterstützt viele Spiele nicht
- 512MB sind sehr wenig Speicherplatz
- Unterstützt viele Standardfeatures (z.B. Cheats) nicht
- Ohne Workarounds nur mit DS Lite und originalem DS kompatibel
- Datenübertragung nur mit DS Lite möglich
- Unübersichtlich welche Produkte alle zum N-Card Typ gehören (die Software ist untereinander kompatibel)

XBOX One Controller verlieren Bluetooth (Classic)-Verbindungsmöglichkeiten

In diesem etwas untypischen Post möchte ich auf ein Problem hinweisen, das möglicherweise manche Leserinnen und Leser dieses Blogs betrifft....