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18 Juni 2026

DSpico Hardware-Varianten


Vor ungefähr 6 Monaten wurde die DSpico veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine Open Source Nintendo DS und Nintendo DSi Flashkarte. Man kann DS Flashkarten quasi als "DS Cartridge zu MicroSD Adapter" verstehen: sie können wie ein gewöhnliches Spiel in den DS Schacht gesteckt werden und Spiele und selbst entwickelte Apps können von einer MicroSD Karte, die in der Cartridge steckt, geladen werden. Dafür haben Flashkarten ein eigenes Menü. Die DSpico ist die erste und bisher einzige Nintendo DS Flashkarte, die den vollen DSi Modus unterstützt: nicht nur DS Games können gezockt werden, sondern mit DSi un 3DS Konsolen auch DSi Enhanced Spiele im DSi Modus, DSi exklusive Spiele und sogar DSiWare.
Dadurch, dass die DSpico Open Source ist, kann jede Person sie selbst herstellen lassen oder Variationen erstellen. Es folgt eine Liste mit den Variationen, die bisher Erstellt wurden. Die Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Die "originale" DSpico


Um einen Vergleich zu ermöglichen, gibt es erstmal einen Blick auf das originale Design der DSpico.
Die originale DSpico hat eine 3D-gedruckte Schale. Da das Plastik an einigen Stellen sehr dünn sein muss, funktioniert der Druck nur in einigen, wenigen Farben. Ebenfalls ist die 3D-gedruckte Schale nicht wirklich stabil.
An der oberen Kante gibt es einen Schacht für MicroSD-Speicherkarten und einen MicroUSB Anschluss. Der USB Anschluss wird für Firmware-Updates genutzt, die beispielsweise die Zugriffsgeschwindigkeit zwischen DS und SD Karte und den Energieverbrauch der Flashkarte verbessern können. Außerdem können mit einer bestimmten DS App Daten per USB auf die MicroSD Speicherkarte übertragen werden.
Die SD Karte ist dafür da, dass Spiele und das Menü darauf abgelegt werden können. Durch Updates des Menüs können neue Features wie beispielsweise Cheats hinzugefügt werden.

Für den Vergleich zu den anderen Karten sind hier außerdem Bilder der Leiterplatte der DSpico. Die originalen Entwickler der DSpico verkaufen die Karte nicht selbst.



Injection Molded Schale

Um eine stabilere Schale und eine größere Farbauswahl zu ermöglichen, gibt es inzwischen Versionen, die in dem "injection mold"-Verfahren erstellt werden.

Chis' Injection Mold Version


Es gibt unterschiedliche Hersteller für "normale" DSpico-Karten im Injection-Mold Verfahren. Als Beispiel ist hier das Produkt vom Chis Family Store aufgelistet. Dort wird die DSpico mit weißer und mit lillaner Leiterplatte angeboten.
Es kann sein, dass die Leiterplatte bei Injection Molded Varianten etwas modifiziert worden ist, damit die Produktionsrichtlinien des anderen Fertigungsverfahrens eingehalten werden können. Diese Änderungen sollten minimal sein und eine entsprechende Schale dürfte bessere Qualität als ein 3D Druck haben.
Bei der Auswahl der DSpico sollte man darauf achten, dass die Karte zumindest einige Stege zwischen den Kontakten hat. Andernfalls kann es zu Kontaktproblemen kommen.

Ace3DS Plus-Version




Eine kuriose Variante der DSpico mit einer Injection Molded Shell ist diese Version, die es beispielsweise bei diesem Händler gibt. Es wurde keine neue Form für die Plastikschale erstellt, sondern die Leiterplatte der DSpico wurde angepasst, um in eine schon existierende Form zu passen. Konkreter scheint es sich um eine Schale von dem Ace3DS Plus-Typ zu handeln: an den Seiten sind "Einkerbungen", um die Karte aus dem Schacht zu ziehen und auf der Rückseite ist ein MicroSD-Kartensymbol in das Plastik eingelassen. Außerdem hat diese Art zwei Stege zwischen den Kontakten: sie sind nur an den beiden äußersten Seiten.
Leider ist das Bild von der Stirnseite nicht besonders hoch aufgelöst. Es sieht allerdings so aus, als wäre der Bereich für den USB-Anschluss aus dem Plastik "geschnitten" worden. Die hellen Stressbereiche im Plastik können erahnt werden.



USB-C Version

Die Nachfrage nach DSpico-Versionen mit einem USB-C Anschluss anstelle des MicroUSB-Anschlusses scheint groß zu sein. Deshalb gibt es bereits mehrere Versionen mit dem entsprechenden Stecker. Dabei gilt zu beachten, dass das Layout der Leiterplatte verändert werden muss, damit ein USB-C Anschluss mit der dafür benötigten Elektronik in die Karte passt. Außerdem gibt es abseits des Anschlusses keine Vorteile durch USB-C. Ein USB-Datentransfer ist dadurch beispielsweise nicht schneller.

Menas USB-C Version


Da es mehrere Versionen von DSpico-Cartridges mit USB-C Anschluss gibt, sind hier nur zwei beispielhaft aufgeführt. Bei dem ersten Beispiel handelt es sich um Menas Version. Diese Karte scheint es sowohl mit einer Injection Molded Schale, als auch mit 3D gedruckter Hüllen zu geben. Auch hier wird normalerweise die Injection Molded Version besser sein.

Chis' USB-C Version

Ein weiterer Anbieter von einer USB-C Version ist ChisFamily Store. Diese Cartridge gibt es meines Wissens nach nur mit einer Injection Molded Schale.

Ein Blick auf die Leiterplatte zeigt, dass bei der USB-C Version viele Komponenten verwendet werden müssen. Es ist nicht ganz sicher, ob die empfohlenen Abstände noch eingehalten werden können.



Kein-USB Version

Es folgen zwei weitere Beispiele, die keinen USB-Anschluss haben. Dadurch kann normalerweise etwas Geld bei der Produktion gespart werden.
Allerdings haben solche Karten Nachteile: die Firmware kann nicht aktualisiert werden. Dadurch können beispielsweise nie die Icons im Menü der DS Konsolen getauscht werden. Sie sind dauerhaft auf der aktuellen Firmware "gefangen".
Außerdem kann der USB-Anschluss nicht in Homebrew-Anwendungen genutzt werden. Es gibt beispielsweise eine Anwendung, um Daten per USB auf die MicroSD-Speicherkarte in der Flashkarte zu kopieren.

DSpico lite


Die "DSpico lite" wird beispielsweise hier angeboten. Es kann sein, dass einige Pins an der Unterseite der Cartridge USB kompatibel sind. Dafür müsste man sich allerdings einen eigenen Adapter bauen, der ggf. die Spannungen ändert.

Eevicart

Die Eevicart wird von diesem Anbieter vertrieben. Sie passt in gewöhnliche Nintendo DS Game Repro-Schalen von Aliexpress und haben deshalb auch Injection Molded Schalen, die allerdings sehr eng in der Konsole sitzen. Neben dem fehlenden USB-Anschluss haben diese Karten nicht mal einen Schacht für MicroSD-Speicherkarten.

Dass die Karten keine weiteren Anschlüsse haben, ist Teil des Konzeptes: anstelle des MicroSD-Schachtes haben sie einen SDNAND-Chip (links auf dem oberen Bild). Es sind Karten mit SDNAND-Chips in Größen von 64MB (512MBit) bis zu 1GB (8GBit) bei dem Anbieter erhältlich. Bei dem SDNAND handelt es sich um einen Chip, der wie eine SD Karte angesprochen wird. Diese Cartridges sind dafür gedacht, DS Homebrew-Cartridges für Hobbyentwicklerinnen und Entwickler zu sein, die ihre eigenen Spiele darauf vertreiben können. Ebenfalls können sie für die Erstellung von Repros und Cartridges für Romhacks, Übersetzungspatches usw. genutzt werden.
Da es keinen direkten Zugriff auf die Daten in dem Chip gibt, kann es sein, dass die Karte durch Korruption des Speichers unbrauchbar wird. Bei anderen DSpico Varianten würde es ausreichen, die MicroSD Speicherkarte zu formatieren und die Daten erneut darauf zu kopieren. Für diese Karte würde man einen teuren Adapter benötigen, der aktuell noch nicht angeboten wird.
Bei einer Bestellung bei dem verlinkten Anbieter fallen zusätzliche Importkosten an. Hinzu kommen ggf. Gebühren von um die 10€ von dem Versanddienstleister für die Auslage der Importkosten.

Spiele auf Eevicart schreiben

Da es keine Speicherkarte gibt, die entnommen werden kann, muss eine andere Methode genutzt werden, um Spiele auf diese Cartridge zu schreiben. Dafür sind zwei Methoden angedacht: entweder mit einem offiziellen Tool, das noch nicht angeboten wird, oder mit einer Nintendo DS/DSi/3DS Konsole. 
Mit der Nintendo DS Homebrew App GodMode9i können Daten auf die Cartridge kopiert werden. Dafür muss das Tool zusätzlich zum Cartridge-Schacht Zugriff auf eine Speicherkarte haben, von der die Daten kopiert werden können. Die folgenden Kombinationen sind dafür denkbar:
  • Nintendo DS/DS Lite mit GBA Flashkarte im DS Modus
  • Nintendo DSi mit Unlaunch
  • Nintendo 3DS mit Luma
Nintendo DSi und Nintendo 3DS Konsolen müssen dafür gemodded sein. Außerdem muss GodMode9i auf eine Art gestartet werden, die Zugriff auf den Cartridge-Schacht erlaubt.
Wenn ein einzelnes Spiel direkt gestartet werden soll, kann man es "_picoboot.nds" nennen und in das Hauptverzeichnis der SD Karte kopieren. Bei mehreren Spielen empfiehlt sich, ein Menü zu nutzen. Für einen möglichst "professionellen" Eindruck sollte in den meisten Fällen vermutlich ein bestehendes Menü angepasst werden. Zum Testen kann man den PicoLauncher oder das DS Homebrew Menu nutzen.
Wenn mehrere Daten kopiert werden sollen, kann man außerdem mit der Eevicart die DS Homebrew Anwendung FTPD starten. Dadurch wird der DS zu einem FTP Server, auf den Daten über das Netzwerk kopiert werden können. Mit einem Nintendo DSi oder Nintendo 3DS wird sogar eine WPA-Verschlüsselung und damit moderne WLAN-Netzwerke unterstützt.
Vermutlich gibt es darüber hinaus weitere Methoden, um Daten auf die Eevicart zu übertragen. Denkbar wäre beispielsweise, einen DS Fire Link GBA zu USB Adapter zu nutzen.



Zukünftige Versionen

Es wird gemunkelt, dass gerade an einer DSpico-Version mit Infrarot gearbeitet wird. Der Infrarot-Blaster könnte in Spielen wie Pokémon Schwarze Edition 2 genutzt werden, um mit dem Pokéwalker zu kommunizieren.

08 Mai 2026

ECHTPower Wireless Gamepad Review

Struktur
1. Überblick (mit offiziellen Funktionen)
2. Verpackung und Inhalt
3. Qualität der Hardware
4. Bedienung
5. Kompatibilität
6. Fazit

1. Überblick

Zu einem guten Gaming-Erlebnis zählen viele Aspekte. Ein gutes Spiel, ein guter Bildschirm aber auch ein gutes Eingabegerät. Auf Konsolen und auch für PC Spiele haben sich Controller mit einem sehr einheitlichen Layout etabliert.
Inzwischen gibt es viele unterschiedliche Hersteller für Controller, die in vielen unterschiedlichen Preissegmenten agieren. Es gibt sehr teure Premium-Controller wie den XBOX Elite 2 Controller, "normale" Controller für Konsolen wie den Nintendo Switch Pro Controller und den DualSense Controller; aber auch günstige Controller von Drittanbietern.
In dieses Preissegment fällt das ECHTPower Wireless Gamepad. Es ist insbesondere im Vergleich zu den offiziellen Controllern für moderne Konsolen, die um die 70€ kosten können, mit ca. 20€ bis 25€ sehr günstig. Als weiterer Vorteil wirbt der Hersteller damit, dass Joysticks mit Hall-Effekt Sensoren eingebaut sind. Sie sollen nicht vom Stick-Drifting, das alle Controller der großen Konsolenhersteller plagt, betroffen sein. Was der Controller so kann und wie er sich Controller schlägt, wird in diesem Review getestet.
Der Controller wurde kostenlos vom Hersteller für die Erstellung dieses Reviews zur Verfügung gestellt. Er kann beispielsweise bei Amazon oder direkt beim Hersteller bestellt werden. Bei ECHTPower handelt es sich um ein Schwesterunternehmen von NYXI, das eher günstigere Modelle vertreiben soll.

Offizielle Funktionen (aus einer Mail; frei ins Deutsche übersetzt)
  • Hall Effekt Joysticks, um Stick-Drift zu reduzieren
  • Bluetooth / 2.4G kabellose / kabelgebundene Verbindung
  • Stabile, schnell antwortende Trigger
  • Bis zu 15 Stunden Akkulaufzeit
  • Kompatibel mit Switch / PC / iOS / Android


2. Verpackung und Inhalt

Schon vor einem Blick auf den Controller fällt das Werbematerial negativ auf. Einige Grafiken enthalten große Zahlen ohne genauere Erklärung. Beispielsweise wird damit geworben, dass es die Produkte von ECHTPower in über 200 Ländern und Regionen gibt. Da stellt sich mir die Frage, was als Region zählt. Denn weltweit gibt es je nach Zählweise/Anerkennung nur ungefähr 195 Länder.
Ebenfalls sinnlos ist eine Grafik, die zwei Kurven zeigt. Auf der X-Achse sind Kabelgebunden, 2.4GHz und Bluetooth aufgelistet. Selbst, wenn man darüber hinweg sieht, dass es wenig sinnvoll ist, drei diskrete Eigenschaften auf der Achse eines Graphen aufzulisten, ist die Kurve für dieses Gamepad noch unsinniger. Da es sich um eine Kurve ohne "Ecken"/"Spitzen" handelt, wird angedeutet, dass der Übergang zwischen 2.4GHz und Bluetooth kontinuierlich sei: es existiert ein Bereich dazwischen, in dem es bestimmbare Punkte gibt.
In der Versandverpackung befindet sich ein Karton aus Pappe. Die Vorderseite ziert ein Bild des Controllers, der Herstellername ECHTPOWER sowie der Text "FOR PC/NS/Android/iOS WIRELSS GAMEPAD". Die genauere Typenbezeichnung EP01 ist nur auf der Rückseite zu finden.
Auf der hinteren Seite sind die Hauptfunktionen des Controllers genauer aufgelistet: "7-COLOR LED, 3 MODES", "HALL EFFECT JOYSTICKS" und "TURBO FUNCTION". Ebenfalls ist der im Lieferumfang enthaltene 2.4GHz Empfänger abgebildet. Am unteren Teil der Rückseite gibt es die Produktspezifikationen, den Hinweis auf die begrenzte zweijährige Garantie und Informationen zum Hersteller.
Der Lieferumfang umfasst wie schon angedeutet mehr als den Controller. Neben einem USB-A zu USB-C Kabel für die kabelgebunde Nutzung und das Laden des Controllers gibt es eine Anleitung und den 2.4GHz Dongle. Die Anleitung enthält eine englische und eine deutsche Übersetzung; ich würde empfehlen, sich an die englische Version zu halten. Die deutschen Übersetzungen sind meistens maschinell erzeugt und damit nicht präzise.
Neben einer kabelgebundenen USB Verbindung und einer kabellosen Bluetooth Verbindung unterstützt der Controller 2.4GHz. Er kann allerdings nur mit dem mitgelieferten Dongle verbunden werden, andere 2.4GHz Dongles werden nicht offiziell unterstützt. Der Vorteil dieser Verbindung ist, dass eine niedrigere Latenz (Verzögerung zwischen Eingabe am Controller und Reaktion der Konsole/des PCs) als bei Bluetooth möglich ist. Für mich reicht die Latenz von Bluetooth völlig aus.


3. Qualität der Hardware

Der Controller folgt dem typischen XBOX Layout. Im Vergleich beider Controller haben sie die gleichen Tasten und eine ähnliche, versetzte Anordnung der Sticks. Die A-Taste befindet sich im Gegensatz zu Nintendo-Controllern an der unteren Position der vier Tasten auf der rechten Seite. In der Mitte gibt es eine HOME/ECHTPower Taste, Start, Select, eine Share-Taste und eine M-Taste. Die M-Taste wird für die Turbo-Funktion und für einige Einstellungen genutzt. In einem Kreis um die beiden Sticks befinden sich milchig-durchsichtige Ringe, die leuchten können. Ebenso kann das ECHTPower-Logo in der HOME-Taste leuchten.
An der Stirnseite des Controllers gibt es in der Mitte einen USB-C Anschluss. Links und rechts davon gibt es die beiden Schultertasten RB und LB sowie die beiden Trigger RT und LT. Die Trigger sind genau wie die Sticks "analog". Ein Spiel kann darauf reagieren, wie weit sie reingedrückt sind. So kann beispielsweise die Geschwindigkeit eines Fahrzeuges genauer gesteuert werden. Da die offiziellen Nintendo Switch Controller keine analogen Trigger-Eingaben erlauben, unterstützen nur sehr wenige Switch Spiele diese Inputs. Es ist unklar, ob der Controller die "analogen" Trigger bei Switch Spielen unterstützt. An einem Computer sollte es kein Problem sein, die Trigger zu nutzen.
Ebenso lässt sich die Share-Taste nicht in jeder Konfiguration nutzen.
Auf der Rückseite hat der Controller einen Schalter, mit dem man zwischen einer 2.4GHz, einer "normalen" Bluetooth-Verbindung und einer Nintendo Switch Bluetooth-Verbindung wechseln kann. Ebenso gibt es unten einen formlich etwas abgegrenzten Bereich, bei dem sich bei anderen Controllern vermutlich ein Kopfhöreranschluss befindet.
Insgesamt finde ich, dass der Controller sehr gut in der Hand liegt. Die meisten Tasten lassen sich gut erreichen und die Rückseite ist etwas geriffelt, sodass er nicht leicht aus der Hand rutscht. Die Sticks sind etwas hoch, wodurch sich Tasten wie Select und HOME etwas umständlich drücken lassen. Die in den meisten Spielen häufig genutzten Tasten wie A, B, X und Y lassen sich gut erreichen. Die Tasten sind eher laut und klingen etwas hohl.
Das D-Pad ist auf einem hohen Niveau. Bei Apotris gab es keine nennenswerten Falscheingaben aber für einige Passagen in SteamWorld Dig 2 waren die Eingaben nicht präzise genug bzw. der Controller hat nicht früh genug reagiert.
Viele Controller, insbesondere welche von Drittanbietern, haben auf der Rückseite zusätzliche Tasten oder Paddles, die mit anderen Tasten belegt werden können, sodass man anstelle einer gewöhnlichen Taste eine Taste auf der Rückseite drücken kann. Das kann bei Spielen mit komplexen Tastenlayouts hilfreich sein. Dieser Controller hat keine Tasten auf der Rückseite.

Nach meiner Erfahrung bleiben schwarze Controller länger optisch ansprechend als Controller mit anderen Farben, weil Verschmutzungen aufgrund der Farbe nicht so sehr auffallen. Deshalb ist die Farbe gut gewählt. Insgesamt finde ich das Design des Gerätes schick und gut gewählt. Allerdings ist die Oberfläche anfällig für Kratzer: im etwas unvorsichtigen Gebrauch und insbesondere bei jüngeren Kindern dürfte es innerhalb einiger Monate gut sichtbare Kratzer geben.
Soweit zu den optisch sichtbaren Teilen des Eingabegerätes.

Wie bei den meisten modernen Controllern, wird auch hier der Vibrationseffekt dank Rumble-Motoren unterstützt. Weitere Features wie Gyro oder NFC, die man von offiziellen Nintendo Switch Pro Controllern kennt, hat dieses Eingabegerät nicht.
Der eingebaute Akku hat laut Verpackung eine Kapazität von 800mAh. Bei einer vollen Ladung kann der Controller laut dem Hersteller 15 Stunden genutzt werden. Das Laden soll 2-3 Stunden dauern.
Dieses Versprechen konnte das Gamepad in den Tests im Rahmen dieses Reviews halten. Der Akku hält bei einer 2.4GHz Verbindung ca. 17 Stunden. Ungefähr eine halbe Stunde bevor der Akku leer ist, blinkt die HOME-Taste. Die genauen Zeiten kann je nach Spiel, Verbindungsart und Vibrationsdauer variieren.
Wenn man in den Controller schaut, bestätigt sich, dass der Akku eine Kapazität von 800mAh hat. Ebenso fallen die beiden Rumble-Motoren links und rechts unten in den "Flügeln für die Hände" auf. Wenn die Motoren sich drehen, vibriert der Controller, weil die Gewichte, die gedreht werden, asymmetrisch sind.
Ein weiterer Aspekt, der auf der Leiterplatte auffällt, sind die Bereiche in dem unteren Bereich der Platine, an denen Platz für Taster vorgesehen ist. Bei anderen Modellen könnte der Platz für Paddles genutzt werden.
Auf der anderen Seite der Leiterplatte gibt es die Membrane für die Tasten sowie die beiden analogen Sticks. Die Sticks stammen von "K-Silver". Rund um die Sticks sind jeweils vier LEDs angebracht, durch die die Beleuchtung entsteht.
Unten auf der Leiterplatte steht das Datum "29.08.2024". So alt dürfte folglich das Design sein.
Bei dem groben Anblick der Leiterplatte hat mir die Komponente gefehlt, welche für die Logik des Controllers verantwortlich ist. Vermutlich handelt es sich dabei um den Chip auf dem Foto, der normalerweise von dem Akku verdeckt ist. Leider lässt sich die Beschriftung des Chips nicht entziffern.
Am oberen Rand des Bildes kann man die Antenne erkennen, die der Controller für kabellose Verbindungen nutzt. Es ist erstaunlich, wie klein solche Komponenten sein können.
Eine weitere Auffälligkeit gibt es noch: die Trigger an der Stirnseite des Controllers werden durch eine einfache "Feder" aus gebogenem Draht umgesetzt. Langfristig stabil wirkt das Konstrukt nicht.


4. Bedienung

Damit der Controller genutzt werden kann, muss er aufgeladen und ggf. erst mit dem gewünschten Empfangsgerät verbunden werden.

Controller laden

Wenn der Controller kabellos genutzt wird, muss der Akku ab und an aufgeladen werden. Kurz bevor der Akku leer ist, fängt die mittlere Taste an, rot zu blinken. Der Controller kann ausgeschaltet werden, indem man den Schalter auf der Rückseite in eine andere Position schiebt.
Dann kann er mit dem mitgelieferten USB-C Kabel mit einem USB-A Anschluss, wie man ihn an Computern oder Ladegeräten hat, mit dem Strom verbinden. Natürlich kann er alternativ direkt mit einem USB-C Kabel geladen werden.

Verbinden (USB)

Um den Controller mit USB mit einem PC zu verbinden, muss der Schalter auf der Rückseite links oder in der Mitte, also auf 2.4GHz oder Bluetooth stehen. Dann kann man PC und Controller verbinden. Eine USB Verbindung zu Android oder iOS ist nicht vorgesehen.
Neben der USB Verbindung zu einem PC ist es möglich, den Controller per USB mit einer Nintendo Switch Konsole zu verbinden. Allerdings ist auch dies nicht offiziell vorgesehen.

Verbinden (Bluetooth)

Der Controller hat zwei Bluetooth Modi: einen für eine Verbindung mit Nintendo Switch Konsolen und einen für die Verbindung mit Computern und Smartphones.
Für die Verbindung mit einer Switch oder Switch 2 Konsole muss der Schalter auf der Rückseite des Controllers in der rechten Position sein. Dann kann man den Controller mit der mittleren "HOME"-Taste einschalten. Die Taste sollte so lange gehalten werden, bis sie schnell blinkt. Dadurch wird gezeigt, dass das Gamepad im Pairing-Modus ist.
Wenn auf der Konsole in den "Controller"-Einstellungen jetzt "Griffweise/Reihenfolge ändern" ausgewählt wird, sollten sich Controller und Konsole verbinden. Die Tastenbelegung entspricht in diesem Modus Switch Pro Controllern: die rechte B-Taste wird als A erkennt, die untere A-Taste als B-Taste usw.

Wenn der Controller mit einem anderen Gerät per Bluetooth verbunden werden soll, muss der Schalter auf der Rückseite in der mittleren Position sein. Dann muss die mittlere "HOME"-Taste des Controllers gedrückt werden, bis sie schnell blinkt. Nun kann auf dem Gerät, mit dem der Controller verbunden werden soll, nach Bluetooth-Geräten gesucht werden. Der genaue Ablauf am Gerät hängt von dessen Betriebssystem ab.
Durch gleichzeitiges Drücken der START und der SELECT/ZURÜCK Taste für 3 Sekunden kann zwischen einem X-INPUT und einem D-INPUT Modus gewechselt werden. Für Geräte mit iOS wird X-INPUT empfohlen, für Android D-INPUT. Am Computer kann laut Hersteller beides genutzt werden bzw. dort hängt es davon ab, welche Methode das Spiel unterstützt.

Verbinden (2.4GHz)

Eine Verbindung mit dem 2.4GHz Dongle ist nur am PC vorgesehen. Dafür kann der Dongle in den PC gesteckt werden. Dann kann der Schalter auf der Rückseite des Controllers in die linke Position bewegt werden, die einen vereinfachten USB Dongle zeigt. Nun kann der Controller durch drücken der mittleren "HOME"-Taste eingeschaltet werden.

Turbo-Funktion

Der Controller unterstützt eine Turbo-Funktion. Dabei werden schnell aufeinander folgende Tastendrücke abgegeben, ohne dass die Tasten dafür gedrückt werden müssen. Diese Funktion kann nur für die Tasten, genauer für A, B, X, Y, die beiden Schultertasten, die beiden Schulterbumper und das Steuerkreuz genutzt werden.
Um den manuellen Turbo-Modus zu aktivieren, muss man gleichzeitig die "M"-Taste und die gewünschte Turbo-Taste drücken. Jetzt werden mehrere Tastendrücke wiederholt, wenn man die gewünschte Taste hält.
Wenn man beides erneut drückt, wird ein automatischer Turbo-Modus aktiviert. Jetzt muss die Turbo-Taste nicht mehr gehalten werden.
Drückt man beides erneut, wird die Turbo-Funktion deaktiviert.
Die Turbo-Geschwindigkeit kann eingestellt werden, indem man die M-Taste gedrückt hält und den linken Stick nach links oder rechts bewegt.

Einstellungen

Einige Eigenschaften des Controllers können mit Tastenkombinationen verändert werden.
Der Controller kann zurückgesetzt werden, indem ein Tool wie z.B. eines, das zum Entfernen von SIM-Karten gedacht wird, in das kleine Loch auf der Rückseite gesteckt wird.
Die Vibrationsstärke kann angepasst werden, indem man die M-Taste hält und dabei den linken Stick hoch oder runter bewegt.
Wenn der Controller zu hell oder zu dunkel leuchtet, kann man die M-Taste halten und gleichzeitig den rechten Stick hoch oder runter bewegen.
Neben der Helligkeit kann die Art der Beleuchtung angepasst werden. Wenn man die M-Taste hält und gleichzeitig den rechten Stick eindrückt, kann man zwischen den Modi "Trigger-Folgend, Dauerhaft, Atmend und Fließend" umschalten. In dem Modus "Trigger-Folgend" ist die Helligkeit der Lichter davon abhängig, wie weit der Trigger auf der entsprechenden Seite eingedrückt ist.
Die Farbe der Beleuchtung kann in allen Modi außer "Fließend" angepasst werden, indem man die "M"-Taste hält und den rechten Joystick nach links bewegt.


5. Kompatibilität

Unter diesem Punkt wird geprüft, ob das Eingabegerät mit anderen Geräten verbunden werden kann. Das umfasst offiziell vorgesehene und unterstützte Verbindungen sowie nicht vom Hersteller beworbene Verbindungen.

USB
- PC: Keine Probleme
- Analogue Dock: Tastenbelegung falsch. Sonst keine Probleme
- Nintendo Switch: Keine Probleme

Bluetooth
- PC: Hält Verbindung nicht
- Analogue Dock: Kann Dock aufwecken. Manchmal Doppeleingaben
- 8BitDo USB Wireless Adapter 2: "Analoge" Inputs (z.B. Sticks) funktionieren nicht
- Nintendo Switch: Keine Probleme, kann Konsole aufwecken

2.4GHz Dongle
- PC: Keine Probleme
- Analogue Dock: Nach Aufwecken buggy, sonst keine Probleme
- Analogue Dock (2.4GHz ohne Dongle): Verbindung nicht möglich


6. Fazit

Grundsätzlich scheint der Controller eher für den Computer oder Smartphones, als für die Nintendo Switch entwickelt worden zu sein. Das Tastenlayout ist nicht wie bei Nintendo-Konsolen und die eingebauten Features entsprechen eher einem XBOX-Controller, als einem Nintendo Switch Controller: Rumble ist ebenso wie analoge Trigger eingebaut, aber Gyrosensoren für die Bewegungssteuerung und NFC für Amiibos fehlen beispielsweise.
Der Controller ist für den Preis von 20 bis 30 Euro auf den ersten Blick sehr solide. Er liegt gut in der Hand, nutzt Sticks mit magnetischen Hall-Effekt Sensoren und das D-Pad ist gemäß meiner Tests gut; besser als bei manch einem Controller, der deutlich teurer ist. Hinzu kommt die Beleuchtung, die bei der Nutzung im Dunklen helfen kann - und natürlich beim Flexen.
Ganz perfekt ist die Hardware nicht: Kratzer sind sehr schnell sichtbar; deutlich schneller, als man es von anderen Controllern aus Hartplastik kennt. Bei Premium-Controllern, die Gummi anstelle von Hartplastik nutzen, ist das auch so. Aus dieser Perspektive würde ich es dem Controller nicht sehr negativ anrechnen.
Leider hinterlässt die Software im Gegensatz zur Hardware keinen positiven Eindruck. In den meisten Fällen klappt die Verbindung mit den Geräten, die offiziell vorgesehen sind, gut. Sobald man davon abweicht, wird die Erfahrung leider sehr durchwachsen: weder mit dem 8Bitdo Wireless Dongle V2, noch mit dem Analogue Dock funktioniert die Verbindung wirklich zuverlässig. Hinzu kommt, dass die Bluetooth-Verbindung mit einem Windows 11 PC, die eigentlich offiziell vorgesehen ist, in der Konfiguration für dieses Review jedoch nicht funktioniert.
Dadurch wird leider ein Bild gezeichnet, nach dem der Controller zum jetzigen Zeitpunkt mit den vorgesehenen Geräten relativ zuverlässig funktioniert, in der Zukunft jedoch Kompatibilitätsprobleme zu erwarten sind. Wahrscheinlich wird er für immer mit Nintendo Switch und vermutlich auch Nintendo Switch 2 Konsolen funktionieren, aber bei allen anderen Geräten, inklusive Computern, hätte ich die Befürchtung, dass er in ein paar Jahren nicht mehr zuverlässig verbunden werden kann.
Wenn man genau jetzt einen relativ günstigen Controller sucht, der eine gute Hardware bietet und mit den offiziell unterstützten Geräten kompatibel ist, kann man zuschlagen. Für langfristigere Pläne hätte ich jedoch die Befürchtung, dass das Gamepad durch zukünftige Betriebssystemupdates oder neue Geräte, mit denen er nicht kompatibel ist, nicht mehr nutzbar ist. Da helfen die Hall-Sensoren dann auch nicht mehr. Aus dieser Perspektive ist es besonders unpassend, dass der Controller wohl als PC- und nicht als Switch-Controller entwickelt wurde.

Positiv:
- Liegt gut in der Hand
- Gutes D-Pad
- USB-C, Bluetooth und 2.4GHz (mit mitgeliefertem Dongle)
- Ca. 17 Stunden Akkulaufzeit
- Hall-Effekt Sticks
- Rumble
- Beleuchtung fancy
- Turbo Modus
- Sehr günstig

Negativ:
- Sehr kratzeranfällig
- Software nicht ganz ausgereift (z.B. Bluetooth Verbindung zu PC)
- Wahlschalter an Rückseite nicht Premium (aber besser als Tastenkombinationen)
- Keine Sensoren für Bewegungssteuerung
- Keine "Paddles"/Zusatztasten an Rückseite

Zum Abschluss möchte ich erneut darauf hinweisen, dass der Controller durch den Hersteller zur Verfügung gestellt wurde.

26 Oktober 2025

8Bitdo NEOGEO CD Wireless Controller Review (8bitdo.com)

Struktur:
1. Überblick (mit offiziellen Funktionen)
2. Verpackung und Inhalt
3. Qualität der Hardware
4. Bedienung
5. Kompatibilität
6. Fazit

1. Überblick

Anfang der 90er Jahre waren die NEOGEO-Spielesysteme von dem Hersteller SNK sehr fortgeschritten. Das Hauptgeschäft des Herstellers lief bestimmt in dem Arcade-Markt ab, aber mit dem NEOGEO AES gab es einen Heimableger, dessen Hardware sehr ähnlich zum Arcade-Board ist. Den großen Fokus auf Arcade-Titel sieht man in der actionlastigen Spieleauswahl: von dem Hersteller stammen Spielereihen wie Art of Fighting, Fatal Fury, The King of Fighters, Metal Slug und Samurai Shodown. Entsprechend sind die Controller für die Systeme nicht mit klassischen D-Pads ausgestattet, sondern mit Arcade-ähnlichen Sticks mit Schaltern.
Noch heute sind die Module für die Konsole sehr teuer: die NEOGEO Konsolen waren zu ihrer Zeit technisch sehr fortgeschritten. Weltweit gibt es nur ungefähr eine Millionen Systeme, vermutlich auch weil die Konsole und die Spiele sehr teuer waren: ein einzelnes Spiel kostete schon zwischen 200 und 300 Euro.
Um den Preis der Spiele zu senken, kam etwas später das NEOGEO CD heraus: anstelle von Cartridges nutzt diese Konsole CDs als Speichermedium. Ebenfalls gibt es Handhelds mit den Namen NEOGEO Pocket und NEOGEO Pocket Color.
Anfang der 2000er hat SNK sich aus dem Vertrieb eigener Konsolen und Arcade-Hardware zurückgezogen. Um die Spiele weiter zu vertreiben, gibt es eine ganze Reihe von Retro-Kollektionen. Aktuell sind viele NEOGEO Arcade Spiele und NEOGEO Pocket Kollektionen in Stores wie dem Nintendo Switch eShop und der PC-Distributionsplattform Steam erhältlich. Ebenso sind NEOGEO Mini Konsolen erschienen.
Damit diese Spiele auch mit den Sticks mit Schaltern gespielt werden können, für die sie vorgesehen sind, hat der Controllerhersteller 8Bitdo einen lizensierten NEOGEO CD Wireless Controller veröffentlicht. 8Bitdo ist sonst eher für unlizenzierte Controller bekannt, deren Design grob an andere Controller erinnert und teilweise mit der originalen Hardware kompatibel ist. Diese Seite hat bereits das 8Bitdo NES30 Pad ausprobiert.
Ich habe diesen Controller mit eigenem Geld gekauft.

Offizielle Funktionen (von der offiziellen Website; frei aus dem Englischen übersetzt)

  • Verfügt über den ikonischen klassischen Joystick mit Klick-Stil
  • Bluetooth. 2.4G. Kabelgebunden.
  • Kompatibel mit Windows, Android und NEOGEO mini
  • Offiziell von SNK lizensiert
  • Remake des micro-switch Joysticks
  • Turbo Funktionen
  • Hinzugefügte Bumper
  • Tastenlayout kann gewechselt werden

2. Verpackung und Inhalt

Die Verpackung für den Controller ist relativ einfach gehalten. Es gibt einen Ring aus Pappe, in den eine Pappbox eingeschoben ist. Auf dem Ring gibt es auf der Vorderseite eine Abbildung des Controllers und auf der Rückseite einige technische Details.
Die Box innerhalb des Rings ist von allen Seiten weiß.

Unter dem Deckel der weißen Box befindet sich der Controller, der zum Schutz in eine Plastiktüte eingepackt ist. Darunter gibt es eine Bedienungsanleitung und einige Zubehörteile.
Das Zubehör umfasst ein USB-A zu USB-C Kabel, ein USB-C zu USB-A Kabel und einen 2.4GHz Dongle. Wenn man die beiden USB Kabel zusammensteckt, bekommt man ein USB-C zu USB-C Kabel.
Das Design des 2.4GHz Dongles erinnert an den 8Bitdo USB Wireless Adapter V2. Der Hauptteil bestelt aus einer schwarzen Hülle, die ein Backsteinmuster hat, das an frühe NES Spiele wie Mario erinnert. An einem Ende hat der Adapter einen USB Anschluss und an dem anderen Ende gibt es eine Sync-Taste.
Der Adapter ist jedoch weniger lang, als der Wireless Adapter.
Die Bedienungsanleitung besteht aus einem zusammengefalteten Papier, das eine Beschreibung der Tasten und Hinweise zur Nutzung des Controllers enthält.


3. Qualität der Hardware



Die Tasten, über die dieser Controller verfügt, sind ähnlich zu dem Nintendo SNES Gamepad. Es gibt ein Steuerkreuz bzw. in diesem Fall einen Stick, eine START und eine SELECT Taste und A, B, C und D. Ergänzend zu dem Vorbild hat diese Version des Gamepads zwei Schultertasten L und R, eine HOME-Taste mit einem Herz und eine Turbo-Taste mit einem Stern.
Das Gamepad ist etwas größer als das SNES Pad und deutlich ergonomischer geformt. Dadurch liegt es spürbar besser in der Hand.
Quelle: https://www.8bitdo.com/neogeo-wireless-controller/
Das Highlight des Controllers, und für einige auch das Lowlight, ist der "Joystick". Es ist kein D-Pad und kein klassischer Joystick mit analogen Eingaben verbaut. Anstelle dessen gibt es einen Stick, bei dem innerhalb des Controllers in den vier Hauptrichtungen Tasten angebracht sind. Wenn der Stick weit genug in eine Richtung gedrückt wird, wird die entsprechende Taste gedrückt. Begleitet wird das von einem befriedigenden Klick-Geräusch. Auf der einen Seite ist das Klicken relativ laut und könnte so beim Spielen stören. Andererseits gibt es dem Spielvergnügen ein "gewisses Extra" dazu.
Bis der Druck erkannt wird, hat der Stick relativ viel Weg. In vielen Reviews wird das kritisiert, allerdings werden dafür häufig andere Joysticks wie der des NeoGeo Pocket Handhelds als Beispiel herangezogen. In einem groben Überblick über die Meinungen, die ich online gefunden habe, hatte ich den Eindruck, dass das Pad dem des NeoGeo CDs ähnlich ist. Allerdings besitze ich keinen NeoGeo CD Controller zum Vergleich.
In meinem Eindruck hat der Stick ordentlich viel Spiel, aber sonst ist mir kein aktueller Controller mit diesem Joystick-Typ bekannt. Wenn man für Spiele, die auf solche Sticks ausgelegt sind (z.B. viele Fighter-Spiele), einen solchen Stick haben möchte, ist dieses Gamepad mit Abstand die kosteneffizienteste und komfortabelste Version.
Auf der Rückseite gibt es einen zusätzlichen Schalter, mit dem man zwischen Bluetooth und einer 2.4GHz Verbindung wechseln kann.
Die Stirnseite hat neben den Tasten L und R einen USB-C Anschluss zum Laden und für die kabelgebundene Nutzung des Controllers. Daneben ist eine LED, die den Ladezustand anzeigen kann. Auf der anderen Seite des USB Anschlusses befindet sich eine SYNC-Taste, um den Controller kabellos zu nutzen.


4. Bedienung

Der Controller kann durch Drücken der START-Taste eingeschaltet werden. Eine andere Taste kann dafür nicht genutzt werden. Zum Ausschalten muss die gleiche Taste 3 Sekunden lang gehalten werden.

Controller laden

Wenn die LED für den Ladezustand rot blinkt, muss der Controller aufgeladen werden. Dafür kann er mit dem USB Kabel mit einem Computer oder ähnlichen Geräten verbunden werden. Während des Ladevorgangs leuchtet die rote LED dauerhaft. Sobald der integrierte Akku vollständig geladen ist, geht die LED aus.

Verbinden (USB)

Für eine Verbindung mit USB reicht es, den Controller mit dem gewünschten Gerät zu verbinden. Nach kurzer Zeit sollte das Gerät den Controller erkennen, sodass man ihn verwenden kann.
Falls die Tasten in Spielen nicht erkannt oder falsch zugeordnet werden, kann im Fall eines Computers der Steam Big Picture Modus genutzt werden. Hier können die Tasten anders gelegt werden.

Verbinden (Bluetooth)

Für Bluetooth-Verbindungen nutzt das Gamepad den neueren BLE Standard. Dadurch ist das Gamepad nicht direkt mit der Nintendo Switch kompatibel. Wenn der Controller mit einer Bluetooth Verbindung genutzt werden soll, muss das Gerät, mit dem er verbunden wird, BLE unterstützen.
Damit der Controller Bluetooth nutzen kann, muss der Schalter auf der Rückseite des Controllers auf dem Bluetooth-Symbol stehen.
Bei der ersten Verbindung muss der Controller in den Pairing-Modus gebracht werden. Dafür muss er eingeschaltet werden. Danach kann die SYNC-Taste gedrückt und gehalten werden, bis die vier Verbindungs-LEDs blinken. Dann sollte ein Gerät, das nach Bluetooth-Geräten sucht, den Controller entdecken und sich damit verbinden können.
Für eine wiederholte Verbindung reicht es, den Controller einzuschalten.

Verbinden (2.4GHz)

Aus der Box sollte der Controller bereits mit dem 2.4GHz Dongle verbunden sein. In diesem Fall reicht es, den Dongle mit einem kompatiblen Gerät zu verbinden. Solange der Schalter auf der Rückseite des Controllers auf 2.4GHz steht, sollte er mit dem Dongle nutzbar sein. Leider ist der Dongle selbst nicht mit der Nintendo Switch kompatibel. Ebenso kann der Controller nicht direkt über 2.4GHz mit dem Analogue Dock verbunden werden, obwohl das Dock die Hardware enthält, um eine 2.4GHz Verbindung zu unterstützen.
Die Akkulaufzeit mit 2.4GHz ist laut Anleitung fast 50% kürzer als mit Bluetooth. Der Controller kann gleichzeitig mit dem 2.4GHz Dongle und einem Bluetooth Gerät verbunden werden.

Stick umschalten

Normalerweise wird der Stick als Steuerkreuz in Spielen erkannt. Einige Spiele benötigen jedoch einen Stick und kein Steuerkreuz für die Eingabe. In diesem Fall kann man eine Tastenkombination drücken, um den Stick auf dem Controller auf die Eingabe eines Sticks zu legen:
  • Select + Oben: Steuerkreuz
  • Select + Links: Linker Stick
  • Select + Rechts: Rechter Stick


5. Kompatibilität

Metal Slug
Offiziell ist der Controller mit Windows, Android und mit dem NEOGEO Mini System kompatibel. Das ist etwas verschenktes Potential, weil es viele NEOGEO Spiele in Kollektionen auf den aktuellen Konsolen gibt. Es wäre praktisch, wenn der Controller zumindest mit der Nintendo Switch kompatibel wäre.
Mit einem Neo BT Adapter kann der Controller außerdem mit einer echten NEOGEO Konsole genutzt werden.

USB

- PC: Keine Probleme
- Analogue Dock: Keine Probleme

Bluetooth

- 8Bitdo Wireless Dongle V2: Keine Probleme
- PC: Tastenbelegung muss in Steam angepasst werden, ggf. muss Steam Eingabe für Spiele aktiviert sein, dann keine Probleme
- Analogue Dock: Keine Probleme

2.4GHz Dongle

- PC: Keine Probleme
- Analogue Dock: Dock friert ein, wenn mit 2.4GHz Adapter gestartet. Sonst keine Probleme
-Analogue Dock (2.4GHz ohne Dongle): Controller wird nicht gefunden

Spiele

  • The King of Fighters 97 - Global Match (Amazon Games): Tastenbelegung muss im Spiel angepasst werden, dann keine Probleme
  • The Last Blade 2 (Amazon Games): Tastenbelegung muss im Spiel angepasst werden, dann keine Probleme
  • Metal Slug (Amazon Games): Tastenbelegung muss im Spiel angepasst werden, dann keine Probleme
  • Metal Slug X (Amazon Games): keine Probleme
  • NeoGeo Pocket Color Collection Vol. 1 (Steam): Tastenbelegung muss im Spiel angepasst werden, dann keine Probleme
  • Samurai Shodown NEOGEO Collection (Steam): Tastenbelegung muss im Spiel angepasst werden, dann keine Probleme
  • Shock Troopers Kid Squad (Amazon Games): keine Probleme
  • SNK 40th Anniversary Collection (Amazon Games): keine Probleme

Analogue Pocket Cores

  • NeoGeo Pocket Adapter (Analogue): Keine Probleme, A und B tauschen automatisch
  • NeoGeo Pocket Core (jotego): Tastenbelegung falsch
  • NeoGeo Core (Mazamars312): Tastenbelegung muss angepasst werden, dann keine Probleme

6. Fazit

Solange der Controller mit dem gewünschten System kompatibel ist, handelt es sich um ein solides Angebot. Er kann ziemlich problemlos mit dem PC, dem Analogue Dock und weiteren Geräten genutzt werden. Nur etwas mehr Einheit innerhalb der Produkte, die die NEOGEO Lizenz haben, wäre bei den Spielen wünschenswert: bei allen NEOGEO Spiele-Kollektionen müssen die Tasten anders gemapt werden, damit sie zu dem Controller passen. Eigentlich hätten sie den Controller direkt unterstützen müssen.
Es ist schade, dass keine weiteren Systeme unterstützt werden. Gerade im Punkt Nintendo Switch, für die es viele NEOGEO Kollektionen gibt, ist Potential verschenkt. Vielleicht wäre sogar ein Combo-Pack mit dem Controller und einer NEOGEO Kollektion denkbar.

Positiv
- USB-C
- 2.4GHz Dongle
- Bluetooth (nur BLE)
- Guter Preis
- Viel Lieferumfang
- Stick, der auf NEOGEO Spiele ausgelegt ist
- Originale Tastenanordnung
- Ergänzt NeoGeo CD Controller um 2 Schultertasten
- Hat HOME Taste
- Ergonomische Form

Negativ
- Klickt sehr laut
- Keine Bewegungssteuerung/Rumble
- Weg der Sticks relativ weit bis Eingabe erkannt wird
- Nicht mit Nintendo Switch kompatibel

08 August 2025

SNES-Gamepad Review (Nintendo Switch Online)



Struktur:
1. Überblick (mit offiziellen Funktionen)
2. Verpackung und Inhalt
3. Qualität der Hardware
4. Bedienung
5. Kompatibilität
6. Fazit


1. Überblick

Mit dem Nintendo Entertainment System, kurz NES, konnte Nintendo sich in der westlichen Videospielkultur etablieren. Ende der 80er Jahre ist das System ins Alter gekommen und Nintendo musste einen Nachfolger herausbringen, um technisch nicht von der Konkurrenz abgehängt zu werden. So ist im Jahr 1990 das SNES, das Super Nintendo Entertainment System, erschienen. Neben dem ganz klaren grafischen Fortschritt gab es ein neues Gamepad, das eine ergonomischere Form, zwei zusätzliche Tasten auf der Oberfläche und zwei neue Schultertasten bietet.
Viele Jahrzehnte später bietet das SNES immer noch gute Klassiker und 2D Pixelart-Perlen. Um ein möglichst authentisches Spielgefühl zu kommen, wird jedoch nicht nur das Spiel selbst benötigt: der Controller ist neben dem Bildschirm die zweite Brücke zwischen Spielerin bzw. Spieler und dem Videospiel.
Unter vielen Pads von Drittherstellern stechen die offiziellen Controller aus dem Nintendo Switch Online Service für Nintendo Switch und Nintendo Switch 2 heraus. Als Hersteller des originalen Controllers in den 90er Jahren, hat Nintendo alle Rechte und die originalen Designdokumente, mit dem ein relativ authentischer Nachbau des originalen Controllers hergestellt werden kann. Im Gegenzug zu dem Original bietet die Neuauflage moderne Verbindungsmöglichkeiten per Bluetooth und USB-C. Offiziell ist er mit der Nintendo Switch und der Nintendo Switch 2 kompatibel.
Einen Wehmutstropfen gibt es jedoch: die Controller sind hauptsächlich darauf ausgelegt, zusammen mit den emulierten Retrospielen im Online-Abo genutzt zu werden. Deshalb muss man neben den kosten für den Controller selbst ein aktives Abo haben, um ihn zu bestellen.

Da ich nie ein Original dieses Controllers in der Hand hatte, kann ich nicht beurteilen, wie genau der Nachbau ist. Jedoch kann ich den Controller aus einer heutigen Perspektive beurteilen.
Der Controller wurde von eigenem Geld gekauft. Einen Überblick über die offiziellen Funktionen gibt es leider nicht, weil die Website zu dem Controller kaum Informationen enthält, die aufgelistet werden können.


2. Verpackung und Inhalt

Wer die Reviews zu den anderen Nintendo Switch Online Controllern kennt, wird hier wenig überrascht sein.
In dem Karton, der mit der Post verschickt wird, befindet sich ein weiterer Karton aus Pappe. Dieser schützt die eigentliche Verpackung anscheinend gut: bei mir ist alles ohne Beschädigungen angekommen.
In dem Pappkarton, der bündig mit der inneren Box abschließt, befindet sich der bedruckte Karton des Gamepads. Durch ein Fenster in der durchsichtigen Vorderseite kann man bereits einen Blick auf das Gamepad selbst werfen. Es ist von einer schwarzen Pappeinlage umgeben. Sonst gibt es auf der Vorderseite noch den roten Rand um das Fenster, der das Nintendo Switch Online Logo und den Text "Super Nintendo Entertainment System Controller" enthält.
Auf der Rückseite der Packung gibt es eine Liste zu dem Lieferumfang, zu dem neben dem Controller ein USB-A zu USB-C Kabel gehört. Außerdem gibt es eine Grafik, wie der Controller mit dem Kabel mit dem Nintendo Switch Dock verbunden werden kann. Abschließend gibt es auf der Seite weitere Informationen, beispielsweise zur Entsorgung.
Wenn man den Karton an der Seite öffnet, kann man die schwarze Einlage herausziehen. Dort befindet sich das Gamepad in einer Plastiktasche. Hinter der Pappe gibt es eine weitere Plastiktüte mit dem USB-C Kabel und eine Bedienungsanleitung. Das Highlight der Packung ist natürlich der Controller selbst.


3. Qualität der Hardware

Das Gamepad sieht auf den ersten Blick natürlich wie ein SNES Gamepad aus. Markant sind die allgemeine Form eines Knochens, das D-Pad, die farbigen A, B, X und Y Tasten sowie die START und SELECT Taste. Ein Highlight ist insbesondere bei der offiziellen Version von Nintendo, dass das Gamepad originalgetreu in der Mitte mit "Super Nintendo Entertainment System" bedruckt ist. Das ist bei Nachbauten von anderen Herstellern nicht erlaubt.
Etwas negativ fällt auf, dass die Tasten relativ steif sind: gerade am Anfang muss man relativ stark drauf drücken, damit die Eingabe erkannt wird. Insgesamt liegt das Gamepad ordentlich in der Hand: beim Spielen kann man es auf die beiden Mittelfinger legen. So können die Zeigefinger die Tasten an der Oberseite des Controllers erreichen.
Im Vergleich zu dem Komfort moderner Controller, die mit den "Flügeln", um in den Händen zu liegen, deutlich größer sind und modernere Materialien verwenden, hat das SNES Pad natürlich das Nachsehen. Insgesamt fühlt sich das graue, leicht texturierte Plastik des Controllers zwar nicht sehr hochwertig, aber relativ einfach und stabil an.
Das Layout des Pads eignet sich dabei gut für viele Retro-Spiele: einerseits haben viele moderne Controller die gleichen Tasten in der gleichen oder einer ähnlichen Anordnung und andererseits hatten bereits damals viele Controller ähnliche Tasten Layouts. Insbesondere das im Zentrum des linken Daumen stehende Gamepad bietet bei 2D-Spielen Vorteile gegenüber moderneren Eingabegeräten. Das Paradebeispiel für ähnliche klassische Controller, deren Spiele mit dem SNES Pad gespielt werden können, sind der NeoGeo CD Controller und der erste Playstation Controller. Allerdings hat Letzterer mehr Tasten. Ebenso hat das SNES Pad genügend Tasten, um Spiele vieler 8-Bit Systeme wie das NES oder den Turbografx-16, auch als PC-Engine bekannt, gut spielen zu können. Bei mir hat das Pad einen guten Eindruck hinterlassen: z.B. in Apotris hatte ich im Gegensatz zu anderen Pads keine Fehleingaben.
Ebenso könnte der Controller Spielerinnen und Spieler ansprechen, die Game Boy Spiele mit ihrem SNES gespielt haben: dies ist dank der Super Game Boy Cartridge schon damals möglich gewesen. Das SNES Pad ist aus der Perspektive ein legitimer Game Boy Controller.
Im Gegensatz zu dem Vorbild aus den 1990er Jahren hat dieser Controller kein eingebautes Kabel: an der Vorderseite befindet sich ein USB-C Anschluss, über den der Controller geladen und mit Geräten mit einem USB Anschluss verbunden werden kann. Darüber befindet sich eine LED, die rot leuchtet, wenn der Controller geladen wird.
Rechts und Links des Anschlusses befinden sich die L und R Tasten. Dazwischen liegt jedoch pro Seite eine weitere Taste, die das Original nicht hat: die ZL und die ZR Taste. Eine Fungiert in der SNES Online App wie eine Screenshot-Taste und die andere wie die HOME-Taste. Außerhalb der Nintendo Switch Online App verfügt das Gamepad leider nicht über eine HOME-Taste: dort funktionieren die zusätzlichen Tasten wie bei normalen Switch Controllern.
An der Unterseite des Controllers gibt es zusätzlich eine SYNC-Taste sowie vier LEDs. Diese können anzeigen, für welchen Spieler der Controller verbunden ist.


4. Bedienung

Da das Gamepad offiziell dafür ausgelegt ist, mit einer Nintendo Switch Konsole genutzt zu werden, beschäftigt sich dieser Teil des Reviews hauptsächlich damit. Es ist darüber hinaus möglich, den Controller mit vielen anderen Systemen zu nutzen. Ein paar, die im Rahmen dieses Reviews getestet wurden, sind im nächsten Abschnitt "Kompatibilität" aufgelistet.
Der Controller wurde vor dem Erstellen des Reviews aktualisiert. Die folgenden Punkte beziehen sich auf die zum Zeitpunkt des Reviews aktuelle Version.

Verbinden und aufladen 

Um den Controller per Kabel mit der Konsole zu verbinden, reicht es, das im Lieferumfang enthaltene USB-A zu USB-C Kabel mit dem Dock und dem Controller zu verbinden. Wenn das Eingabegerät direkt mit dem Tablet verbunden werden soll, kann ein USB-C zu USB-A Adapter genutzt werden; oder direkt ein USB-C zu USB-C Kabel. Damit die Nintendo Switch Konsole die USB Verbindung zur Datenübertragung nutzt, muss in den Systemeinstellungen die Unterstützung für USB Controller aktiviert sein.
Neben USB kann der Controller kabellos über eine Bluetooth Verbindung genutzt werden. Um das Gamepad mit der Konsole zu verbinden, muss in dem "Controller"-Menü die Option "Griffweise/Reihenfolge ändern" ausgewählt werden. Dann kann das Eingabegerät mit der SYNC-Taste an dem unteren Rand in den Verbindungsmodus gebracht werden. Die Taste muss so lange gedrückt und gehalten werden, bis die LEDs daneben schnell blinken. Wenn die Taste daraufhin losgelassen wurde, sollten sich beide Geräte verbinden. Der Controller kann mit einem kurzen Druck auf die SYNC-Taste ausgeschaltet werden.
Das Gamepad kann mit jedem gängigen USB-C Ladegerät aufgeladen werden. Auch das Netzkabel für die Nintendo Switch kann dafür genutzt werden. Wenn der Controller per USB zum Spielen genutzt wird, wird er gleichzeitig aufgeladen. Das sieht man daran, dass die orange LED neben dem USB-C Anschluss leuchtet.
 

Tastenbelegung

Ich denke am universellsten wäre dieser Controller nutzbar, wenn er von der Nintendo Switch als Joy Con und nicht als vollwertiger Controller erkannt werden würde. So könnten nicht nur die klassischen NES Tasten genutzt werden, auch die Unterstützung in anderen Nintendo Switch Spielen als der SNES Online App wäre deutlich klarer geregelt. Viele Spiele unterstützen explizit die Joy Cons für Single- oder Multiplayer.
Mit aktuellen Updates unterstützen Nintendo Switch Konsolen das Ändern der Tastenbelegung der Controller. So können Spiele, deren Layout nicht ideal zu einem Controller passen, "verbessert" werden. Leider sind davon die Nintendo Switch Online Controller, zu denen das SNES Pad gehört, explizit ausgeschlossen. Wenn ein Spiel beispielsweise nur 2 Tasten und einen Stick nutzt, das Steuerkreuz jedoch nicht auf den Stick umgemappt werden kann, lässt sich das Spiel trotz der eigentlich ausreichenden Tasten nicht mit dem SNES Online Controller spielen.
In der Switch Online App, die den Controller offiziell unterstützt, passt natürlich alles.

Aktualisieren

Der Controller kann nur mit einer Nintendo Switch Konsole aktualisiert werden. Die Option dafür gibt es in den Systemeinstellungen unter dem Punkt "Controller und Sensoren" und dort mit der Option "Controller aktualisieren".


5. Kompatibilität

Dieser Abschnitt ist in zwei Teile aufgeteilt: erst wird getestet, mit welchen Geräten der Controller kompatibel ist. Danach werden einige "normale" Nintendo Switch Spiele daraufhin überprüft, ob sie mit dem Controller gespielt werden können.

Geräte

Natürlich ist der Controller mit Nintendo Switch und Nintendo Switch 2 Konsolen kompatibel. Was darüber hinaus an Hardware mit dem Gamepad genutzt werden kann, wird im Folgenden aufgelistet.
Der Controller kann neben modernen Konsolen auch mit originalen SNES Geräten genutzt werden. Dafür sind zusätzliche Adapter wie der Retro SNES Receiver von 8Bitdo notwendig.

Bluetooth

- Nintendo Switch: Keine Probleme, kann Konsole nicht aufwecken
- PC (Windows mit Steam): Keine Probleme
- Analogue Dock: Keine Probleme, kann Dock aufwecken
- Wii U mit Bloopair: Keine Probleme

USB

- Nintendo Switch: Keine Probleme
- PC (Windows mit Steam): Keine Probleme
- Analogue Dock: Keine Probleme
- Mayflash Magic X: Keine Verbindung


Spiele

Neben der offiziellen Kompatibilität in der Nintendo Switch Online App, kann der SNES Controller in vielen anderen Nintendo Switch spielen genutzt werden. Einige, die im Rahmen dieses Reviews getestet wurden, sind im Folgenden aufgelistet. Es wurde darauf geachtet, Spiele zu nehmen, die mehr oder weniger zu dem Controller "passen". Bei vielen Spielen gibt es leider das Problem, dass der Spielcharakter nur mit dem analogen Stick und nicht mit dem Steuerkreuz auf einem normalen Controller gesteuert werden kann. Da der Stick dem SNES Pad fehlt, können die entsprechenden Spiele nicht damit gespielt werden.
- Nintendo Switch Online SNES App: Keine Probleme
- Animal Crossing New Horizons: Benötigt Stick zum Bewegen
- Another Code Recollection: Benötigt Stick zum Bewegen
- Brothers A Tale of Two Sons: Benötigt Stick zum Bewegen
- Collection of Mana: Keine Probleme
- Deponia: Benötigt Stick zum Bewegen
- Doki Doki Literature Club Plus: Keine Probleme
- Donkey Kong Tropical Freeze: Keine Probleme
- Hammerwatch: Twin-Stick Mode deaktivieren, dann spielbar (aber nicht ideal, weil Richtung beibehalten ZL ist)
- Hotshot Racing: Benötigt Stick zum Bewegen
- Live A Live: Keine Probleme
- Mario Kart 8 Deluxe: Keine Probleme
- New Super Mario Bros. U Deluxe: Keine Probleme
- Die Säulen der Erde: Benötigt Stick zum Bewegen
- Shovel Knight: Keine Probleme
- Slain Back from Hell: Benötigt Stick zum Bewegen
- Sonic Origins: Keine Probleme
- Zelda Link's Awakening: Benötigt Stick zum Bewegen


6. Fazit

Für moderne Spiele eignet sich das Gamepad logischerweise nicht. Dafür sind zu wenige Tasten vorhanden und die diagonalen Bewegungsrichtungen von Sticks fehlen einem Steuerkreuz für die Bewegung in dreidimensionalen Welten. Wenn man sich überlegt, dieses Pad zu kaufen, wird das nicht der Fokus bzw. der gewünschte Anwendungszweck sein.
Wenn man einen wirklich originalgetreuen Nachbau des SNES Controllers haben möchte, ist das Gamepad von Nintendo selbst logischerweise die beste Option. Nicht nur weiß Nintendo als Hersteller des Gamepads am Besten, wie das Original hergestellt wurde, als Besitzer der geistigen Rechte darf Nintendo als einziger Hersteller das Nintendo Logo, das auf dem originalen Pad ist, auf den Nachbau drucken.
Funktional hat das Gamepad in Verbindung mit einer originalen Nintendo Switch Konsole ironischerweise mit die meisten Einschränkungen: die Konsole lässt sich nicht Aufwecken und wegen einer fehlenden HOME-Taste lassen sich Apps nicht schließen. Außerdem lassen sich die Tasten im Gegensatz zu anderen Controllern für die Nintendo Switch nicht neu mappen.
In Verbindung mit anderen Systemen wie dem Analogue Dock ist das SNES Pad jedoch ziemlich ideal für Retrospiele. Auch die Nutzung an einem PC kann interessant sein, weil hier die Tastenbelegung geändert und so viele Retro- und Indispiele, die auf der Switch nicht kompatibel sind, mit dem Pad gespielt werden können.
Falls man anstelle von Emulationsboxen oder FPGA-Konsolen doch lieber auf originaler Hardware spielt, gibt es von Drittherstellern Adapter, um das SNES Pad mit echten SNES Konsolen zu verbinden. Hier muss jedoch bedacht werden, dass es durch die kabellose Bluetooth Verbindung und den Overhead von USB zu kleinen Verzögerungen in den Eingaben kommen kann - die nicht groß sind, aber großer als bei den originalen Gamepads.
Auch Spiele für andere Systeme wie das Turbografx-16 oder das NES lassen sich mit dem SNES Pad gut steuern - jedoch ist die Form des Gamepads da natürlich nicht originalgetreu.

Positiv:
- Relativ originalgetreuer SNES Controller
- Controller vom Hersteller des originalen Systems
- Originale Tastenanordnung
- Im Vergleich zu anderen NSO Controllern günstig
- USB-C
- Bluetooth
- Hochwertige Verpackung
- Gutes D-Pad

Negativ:
- Keine HOME Taste
- Nur im Abo kaufbar
- Tasten mit Nintendo Switch nicht neu konfigurierbar
- Tasten sehr schwergängig
- Keine Bewegungssteuerung

EverDrive GBA Pro Review (krikzz.com)

Struktur: Überblick (mit offiziellen Funktionen) Verpackung und Inhalt Hardware Bedienung Kompatibilität EverDrive GBA Pro vs. EZ-Flash OMEG...