09 Februar 2024

Nintendo Entertainment System-Controller Review (Nintendo Switch Online)


Struktur:
  1. Überblick
  2. Verpackung und Inhalt
  3. Qualität der Hardware
  4. Bedienung
  5. Kompatibilität
  6. Fazit

1. Überblick

Retro-Spiele werden immer beliebter. Neben einem florierenden Markt für gebrauchte Spiele und Konsolen gibt es unzählige neue Möglichkeiten, Spiele von damals mit moderner Technik zu spielen. Dabei ist die Authentizität der Erfahrung ein großer Diskussionspunkt. Ist es okay, die Spiele per Software-Emulation auf modernen Geräten zu spielen oder braucht es Hardware-Emulation oder sogar die originale Hardware für das originale Spielerlebnis?
Das Spielerlebnis entsteht nicht nur durch die Abspielmethode der Spiele, sondern auch durch Faktoren darum herum. Neben dem Bildschirm und einer Konsole oder einem Computer benötigen Videospiele zwingend eine Eingabemöglichkeit, meist einen Controller. Ohne wären es lineare Filme. Moderne Controller sind in Bezug auf die verfügbaren Tasten und die Form meistens sehr ähnlich. In der Bedienung macht es keinen großen Unterschied, welcher Controller für welches Spiel genutzt wird.
Bei älteren Eingabegeräten ist das jedoch nicht so: häufig gibt es viel weniger Tasten als bei modernen Controllern und meistens sind sie auf spezielle Art angeordnet. Neben der haptischen Erfahrung eines originalen Controllers hilft ein solcher dabei, einen Überblick über die verfügbaren Tasten und die richtige Tastenbelegung zu behalten. Es ergibt Sinn, ältere Spiele mit den Controllern zu spielen, für die sie entwickelt wurden.
Für viele klassische Controller gibt es inzwischen Nachbauten von den unterschiedlichsten Herstellern, die sich in Qualität und Authentizität stark unterscheiden. Ein solcher Controller, das NES30 Gamepad von 8Bitdo, wurde auf dieser Seite bereits besprochen. Darum soll es in diesem Review nicht gehen. Stattdessen geht es um einen modernen Controller im NES-Design, der von dem originalen Hersteller des Nintendo Entertainment Systems verkauft wird: Nintendo.
Dieser Controller kann nur käuflich erworben werden, wenn man ein kostenpflichtiges Nintendo Switch Online Abo hat. Er ist dafür gedacht, die NES-Spiele aus dem gleichen Abo spielen zu können. Für NES Spiele reicht die Basisversion des Abos.
In diesem Review wird besprochen, für welche Anwendungsfälle sich ein solcher Controller lohnt und mit welchen Geräten er kompatibel ist. Einen direkten Vergleich zu einem originalen Controller gibt es nicht. Die NES Generation war vor meiner Zeit und ich hatte nie einen originalen NES Controller in der Hand. Ein Vergleich wäre darüber hinaus nicht fair, weil originale NES Gamepads inzwischen mehrere Jahrzehnte alt sein können und dadurch können sich beispielsweise die Tasten anders als bei einem neuen Controller anfühlen. Dieses Review ist aus der Perspektive eines Gamers, der Interesse an Retro-Spielen hat aber nicht mit diesen aufgewachsen ist. Es ist keine nostalgische Perspektive auf den Controller, sondern eher ein Blick darauf, wie sich der Controller in der heutigen Zeit schlägt.
Der Controller wurde von eigenem Geld bei Nintendo gekauft. Einen Überblick über die offiziellen Funktionen gibt es leider nicht, weil die Website zu dem Controller kaum Informationen enthält, die aufgelistet werden könnten.


2. Verpackung und Inhalt

Die Verpackung der Controller gibt von Anfang an einen wertigen Eindruck, der für Sammlerinnen und Sammler gedacht ist. Um die eigentliche Verpackung vor Schäden durch den Transport zu schützen, gibt es einen Umkarton. Dieser ist in einem neutralen Braunton gehalten und gut verklebt.

In dem Schutzkarton gibt es einen bedruckten Karton, der das Produkt präsentiert. Dafür hat die Vorderseite eine Einbuchtung mit einer Plastikscheibe, durch die man die Controller innerhalb der Verpackung sehen kann. Die Plastikscheibe ist nur in den Karton gelegt und nicht dran festgeklebt.
Auf der Rückseite gibt es eine Grafik zur Verwendung der Controller und den Hinweis darauf, dass sie nur mit der NES - Nintendo Switch Online Software kompatibel seien. Ob das stimmt, wird im späteren Verlauf dieses Reviews geklärt. Außerdem gibt es den Hinweis "MADE IN CHINA" und weitere Informationen zu Controllern und Verpackung.
In der Packung gibt es eine Pappschale, in der die Controller liegen. Außerdem liegt lose an der Rückseite der Schale ein gefaltetes Papier mit Hinweisen zur Verwendung der Controller. Leider ist das Papier beim Auspacken der Controller in eine Teetasse gefallen, weshalb es davon kein Foto gibt. Immerhin ist die Verwendung der Controller weitestgehend selbsterklärend. Kabel o.ä. sind nicht im Lieferumfang des Controllers enthalten.


3. Qualität der Hardware


Die Controller selbst sind noch einmal in einer Plastiktüte verpackt, auf der ein Aufkleber mit der Seriennummer ist. Auf den Controllern selbst ist die Seriennummer nicht abgebildet.
Verglichen mit modernen Controllern sind die NES-Pads sehr einfach. Es handelt sich um einen Quader aus Hartplastik, der auf der Oberseite ein D-Pad und die Tasten A, B, START und SELECT hat.  Modernen Komfort wie gummierte Bereiche oder ergonomische Handbuchten sucht man bei diesen Controllern vergeblich.
Die Rückseite enthält sechs Löcher für Triwing-Schrauben, die das Gamepad zusammenhalten. Außerdem sind in das Plastik rechtliche Informationen eingraviert. Hier gibt es einen Unterschied zu originalen NES Controllern, bei denen nur grob halb so viele Informationen eingraviert sind.
Bei der Switch Online Variante gibt es an der Oberseite eine Joy-Con Schiene, wie man sie von den Joy-Cons kennt. Sie kann in eine Nintendo Switch Konsole geschoben werden, damit die Controller geladen werden. Außerdem gibt es dort die zusätzlichen Schultertasten L und R. Zwischen den Schultertasten gibt es eine SYNC-Taste und vier LEDs. An der Rückseite gibt es außerdem eine Einbuchtung mit einer Taste, um die Controller von der Joy-Con Schiene zu lösen und von der Konsole zu entfernen. Eine ähnliche Taste haben auch richtige Joy-Cons.
Beide Controller, die in dem Paket enthalten sind, unterscheiden sich leicht. Einer ist dafür ausgelegt, in die rechte Seite der Switch geschoben zu werden und einer ist für die linke Seite. Dadurch können beide Controller im Handheld Modus genutzt werden. Außerdem können die Controller nur über diese Schienen geladen werden, da sie keinen USB Anschluss oder vergleichbare Alternativen haben. Dadurch, dass sie größer als klassische Joy-Cons sind, passen sie in viele Ladestationen für Joy-Cons nicht rein.
Durch die gleiche Anordnung der Schultertasten bei Joy-Cons und den NES Controllern können die Handschlaufen für die Joy-Cons genutzt werden. Einige Leute finden es damit angenehmer, die Schultertasten zu nutzen. Nach meinem Empfinden bevorzuge ich die Controller allerdings ohne Handschlaufen.
Im Vergleich mit modernen Controllern fallen die fehlende Ergonomie und die einfachen Materialien auf. Jedoch finde ich, dass der Controller im Allgemeinen nicht schlecht in der Hand liegt. Die meisten Tasten sind gut zu erreichen. Wenn man die Schultertasten verwenden möchte, ändert sich das jedoch. Durch die Position der Schultertasten kann man die Zeigefinger nicht als Ablagefläche für das Pad verwenden, sondern muss sie "um das Pad legen". Dadurch wird das Halten des Pads deutlich unangenehmer. Für längere Spielesessions, die mehrere Stunden gehen, würde ich Controller mit mehr Ergonomie bevorzugen.
Besonders positiv aufgefallen ist das D-Pad. Die Richtungen sind klar definiert und beim Spielen von Apotris gab es keine Fehleingaben. Gerade für 2D Spiele eignet sich die zentrale Anordnung des D-Pads. Mit moderneren Controllern können 2D Spiele, die mit einem D-Pad gesteuert werden, durch die Position des Pads unangenehm werden.

Vergleich mit Joy-Con

Da NES Controller und Joy-Cons darauf ausgelegt sind , auf ähnliche Weise mit der Nintendo Switch genutzt zu werden und da ein einzelner Joy-Con vergleichen mit anderen modernen Controllern wenige Tasten hat, liegt ein Vergleich mit dem NES Controller nahe.
Die der Nintendo Switch Konsole beiliegenden Controller sind etwas kleiner, abgerundet und aus einem weicheren Material, als die NES Controller. Jedoch finde ich die klassischen Eingabegeräte insgesamt angenehmer in der Bedienung. Durch den Größenunterschied liegen die NES Controller insgesamt besser in der Hand.
Neben der Form gibt es Ähnlichkeiten bei den Eingabemöglichkeiten beider Controllertypen. Auf der linken Seite haben die Joy-Cons einen Joystick und die NES Controller ein D-Pad. Dafür haben beide Controller auf der rechten Seite Tasten. Joy-Cons haben vier Tasten während das NES-Pad nur zwei hat. Dafür hat das NES Pad die Tasten Start und Select. Bei den Joy-Cons gibt es je nach Seite nur Plus oder Minus. Eine HOME-Taste oder eine Screenshot-Taste fehlen den NES Controllern. Beide Eingabegeräte haben zwei Schultertasten.
An dieser Stelle sehe ich eine vertane Chance für die NES Pads. Mit zwei weiteren Tasten wäre es möglich, alle Nintendo Switch Spiele, die sich mit einem einzelnen Joy-Con steuern lassen, auch mit den NES Controllern zu steuern. Durch die fehlenden Tasten entfällt diese Möglichkeit leider.
Ebenfalls enthält der NES Controller keine Rumble-Motoren für einen Vibrationseffekt oder Gyrosensoren für Bewegungssteuerung. Beide Optionen hätten der äußeren Ähnlichkeit zu originalen NES Pads nicht geschadet und hätten die Kompatibilität von Spielen, die sich mit den Pads spielen lassen, erweitern können. Für Multiplayerpartien mit nicht-NES Spielen eignen sich die NES Controller folglich weniger als weitere Joy-Cons.

Vergleich mit 8Bitdo NES30 Controller

Ein weiterer Vergleich soll an dieser Stelle zwischen dem Controller von Nintendo und einem NES30 Controller der Firma 8Bitdo gezogen werden. Letzterer ist zum 30. Jubiläum der NES Konsole erschienen aber wird inzwischen nicht mehr hergestellt. Der Vergleich kann insofern interessant sein, als dass beides moderne Interpretationen des NES Controllers sind, die mit Bluetooth kabellos genutzt werden können und mit der Nintendo Switch Konsole kompatibel sind.
Der Controller von 8Bitdo hat auf der Oberseite natürlich nicht das Nintendo-Logo. Dafür verfügt er über zwei weitere Tasten: X und Y. Sie sind zusammen mit A und B nicht parallel zur Kante des Gamepads, sondern in der Diamant-Form, die man von SNES Controllern kennt, angeordnet. Bei den zusätzlichen Tasten ergibt die Anordnung Sinn aber sie entspricht nicht dem Original und könnte deshalb einstudierte Bewegungen behindern.
Ansonsten fühlen sich die Tasten auf der Oberseite der Controller relativ ähnlich an. Das Steuerkreuz des 8Bitdo Controllers hat etwas mehr Widerstand beim drücken und die Textur der Tasten fühlt sich anders an, weil bei der 8Bitdo-Variante die Tastennamen eingraviert sind.
Bei einem Blick auf die Rückseite ist die Interpretation von 8Bitdo etwas originalgetreuer als der neue Controller von Nintendo. Zwar ist der Text bei dem 8Bitdo-Pad nicht in das Plastik eingebettet, aber die Neuinterpretation von Nintendo hat auf der Rückseite zu viel Text und die Taste zum Entriegeln der Joy-Con Schiene stört dem Erscheinungsbild.
Beide Controller haben ein ähnliches Gewicht. Der Controller von 8Bitdo ist gelber als die Nintendo-Variante. Das kann daran liegen, dass er ungefähr ein Jahrzehnt älter ist und in der Zeit möglicherweise etwas vergilbt ist.
Bei dem Vergleich der Oberseite gefällt mir der Controller von 8Bitdo deutlich besser. Nicht nur lassen sich die Schultertasten, die gut in das Design eingearbeitet sind, besser bedienen. In der Mitte hat der Controller einen MicroUSB-Anschluss zum Laden, was die Verwendung abseits der Switch-Konsole deutlich einfacher macht. Insgesamt fällt der Anschluss deutlich weniger als die schwarze Schiene auf und passt deshalb besser, wenn man die Neuinterpretationen mit einem originalen Controller vergleicht.
Wenn man das originale Spielgefühl von NES Spielen haben möchte, hat der Switch Online Controller einen großen Vorteil: die A und B Tasten sind so angeordnet, wie sie es beim Original sind. Auch für Sammler dürfte das Produkt des originalen Herstellers interessanter sein, da er das originale Nintendo Logo enthält.
Bei allem, was darüber hinaus geht, ist meiner Meinung nach das Pad von 8Bitdo besser. Durch die zusätzlichen X und Y Tasten lassen sich nicht nur NES, sondern auch SNES-Spiele und natürlich weitere Spiele, die nicht so viele Tasten benötigen, mit diesem Pad nutzen. Auch bei dem Nutzungskomfort ist das Pad von 8Bitdo meiner Meinung nach besser. Es lässt sich mit einem MicroUSB-Kabel laden und nutzen und ist ohne weitere Schritte mit der Nintendo Switch, Computern, Android und macOS kompatibel. Ein Nachteil dabei ist, dass das NES30 Tastenkombinationen anstelle von einer zusätzlichen Taste zum Pairen nutzt. Das kann im Praxisgebrauch störend sein, da man die Kombinationen nicht immer parat hat.


4. Bedienung

In dem Punkt Bedienung ist der Controller sehr ähnlich zu normalen Joy-Cons für die Nintendo Switch. Die Akkulaufzeit beträgt laut Hersteller ungefähr 20 Stunden.

Verbinden und aufladen

Insbesondere die Verbindung mit einer Nintendo Switch Konsole ist bei diesen Controllern sehr einfach. Sie können in die Schiene für die Joy-Cons geschoben werden und sind damit auch für Bluetooth verbunden. Damit die Controller kabellos gehen, muss natürlich der Flugmodus der Konsole deaktiviert sein.
Zum Aufladen der Controller müssen sie in eine Joy-Con Schiene geschoben werden, da sie keinen USB Anschluss haben. Eine Nintendo Switch Lite Konsole kann dafür nicht genutzt werden, da sie keine Schienen für Joy-Cons hat.

Solange der Akku nicht leer ist, lassen sich die Controller durch eine Bluetooth-Verbindung auch mit anderen Geräten wie Computern nutzen. Zum Paaren der Geräte kann man die SYNC-Taste zwischen den beiden Schultertasten L und R gedrückt halten, bis die Lichter daneben leuchten. Nun sucht der Controller nach einem Gerät, mit dem er sich pairen kann. An dem Gerät, das mit dem Controller verbunden werden soll, muss die Suche nach Bluetooth-Geräten aktiviert werden.
Nach der Nutzung kann der NES Controller ausgeschaltet werden, indem man kurz auf die SYNC-Taste drückt.

Tastenbelegung

Bei der Verwendung mit einer Nintendo Switch per Bluetooth hat der Controller die folgende Tastenbelegung:
A - A
B - B
START - Plus
SELECT - Minus
Steuerkreuz - Steuerkreuz
L - L (in NES Online App: Screenshot)
R - R (in NES Online App: HOME)

Leider können die Tasten nicht bei einer Nintendo Switch Konsole geändert werden. Das ist vor allem dadurch, dass der Controller sehr wenige Tasten hat, unpraktisch. Um Spiele zu verlassen, muss, außerhalb der NES Switch Online App, in der die rechte Schultertaste die gleiche Funktion wie die HOME-Taste erfüllt, ein weiterer Controller genutzt werden.
Bei anderen Geräten wie z.B. Computern ist es teilweise möglich, die Tastenbelegung zu ändern. Mit dem Windows-Betriebssystem kann beispielsweise die Steam-Software genutzt werden. Ob die Belegung geändert werden kann, hängt jeweils vom konkreten Gerät ab.

Aktualisieren

Die NES Controller können nur mit einer Nintendo Switch Konsole aktualisiert werden. Dafür kann in den Einstellungen der Punkt "Controller und Sensoren" aufgerufen werden. Hier können mit der Konsole verbundene Controller mit "Controller aktualisieren" aktualisiert werden. Für die Controller, die in diesem Review getestet wurden, standen zu Beginn der Tests keine Updates zur Verfügung.


5. Kompatibilität

Neben der Nintendo Switch sind die NES Gamepads mit einigen anderen Systemen kompatibel. So lassen sich beispielsweise NES Spiele in Emulatoren mit "originalen" Controllern spielen. Dabei bleibt nur die Einschränkung, dass das Pad mit einer Nintendo Switch Konsole geladen werden muss.
Darüber hinaus kann ein Dongle wie der 8Bitdo Wireless Adapter genutzt werden, um die NES Pads mit Systemen zu verbinden, die nicht direkt damit kompatibel sind.
Ein Punkt, der in diesem Review nicht behandelt wird, ist die Latenz, also die Verzögerung zwischen Eingabe an dem Controller und Reaktion des Spiels. Bei alten Konsolen war diese Zeit häufig sehr gering. Durch moderne Funktionen wie Bluetooth kann es sein, dass der Controller deutlich langsamer als ein originales NES Pad reagiert. Die Reaktionszeit ist in den Tests nicht störend aufgefallen aber es fehlt ein Vergleich zu einem originalen kabelgebundenen NES Controller.

Systeme (Bluetooth)

- Analogue Pocket Dock: Wird nicht gefunden
- Nintendo Switch: Keine Probleme
- Windows 10 (Steam): Keine Probleme
- 8Bitdo Wireless Adapter: Keine Probleme
Inwiefern die Spiele mit den Controller kompatibel sind, ist ein anderes Thema. Dank der Möglichkeit von Steam, die Tastenbelegung zu ändern, lassen sich einige Spiele spielen, die sonst nicht kompatibel wären. Unrailed lässt sich beispielsweise im Multiplayer spielen, wenn die Steuerung von dem Stick auf das Steuerkreuz gelegt wird und die L-Taste mit den Emoji belegt wird. Für RetroArch musste die Tastenbelegung in den Einstellungen geändert werden.

Spielevorschläge für Nintendo Switch

Laut der Anleitung sind diese Controller nur mit der NES Switch Online App kompatibel. Diese App hat sogar einige Besonderheiten, wenn ein NES Controller genutzt wird: die Töne innerhalb der App sind anders und die Schultertasten können als Screenshot- bzw. HOME-Taste genutzt werden. Das ist aber nur in der NES Online App der Fall.
Diese Seite wäre nicht Beyond Consoles, wenn wir nicht testen würden, ob sich die Controller nicht darüber hinaus nutzen lassen. Bereits das Nintendo Switch Menü kann mit dem NES Controller gesteuert werden. Allerdings gibt es Einschränkungen: die X-Taste, mit der laufende Apps geschlossen werden können, fehlt auf dem Controller.
Ein großes Problem ist an dieser Stelle jedoch, dass die Tastenbelegung sich nicht in den Einstellungen der Nintendo Switch ändern lässt. Einige Spiele würden kompatibel sein, wenn für das Gameplay wichtige Tasten beispielsweise auf die Schultertasten umgelegt werden könnten. Darüber hinaus optimieren die wenigsten Entwickler ihre Spiele für die NES Controller. Andernfalls wären deutlich mehr Spiele potentiell kompatibel.

Kompatibel (ohne Zweitcontroller spielbar):

SEGA Ages Master System Spiele lassen sich gut mit NES Pads spielen
- Mario Kart 8 Deluxe: zurückschauen funktioniert nicht, sonst funktioniert es gut
- NeoGeo Pocket Color Selection Vol. 1: Keine Probleme
- Nintendo Entertainment System - Nintendo Switch Online: Keine Probleme
- SEGA Ages SMS: Für Einstellungen ist anderer Controller nötig, sonst keine Probleme
- Shovel Knight: Treasure Trove: Keine Probleme
- Wonder Boy Anniversary Collection: Für einige Spiele zu wenige Tasten. Darüber hinaus vollständig steuerbar

Kompatibel mit Einschränkungen (mit gelegentlicher Zweitcontrollernutzung spielbar):

Viele ATARI-Spiele sind einfach genug für die Pads
Entgegen dessen, was man vielleicht erwarten würde, sind die Nintendo Online Apps für Gameboy Spiele nicht auf den Controller ausgelegt. Die Spiele lassen sich zwar mit dem NES Pad steuern, aber die Extras, welche die NES Online App bietet, fehlen in der Gameboy-App. So lässt sich nicht das Menü aufrufen, sobald ein Spiel gestartet wurde. Dafür werden die Tasten ZL und ZR benötigt.
- ATARI50: Tastenbelegung kann geändert werden. Für einige der Systeme hat Controller nicht genügend Tasten.
- Cruisin Blast: Nicht genügend Tasten. Einzelrennen machten trotzdem Spaß
- Game Boy - Nintendo Switch Online: Für Menü ist anderer Controller nötig, sonst keine Probleme
- Game Boy Advance - Nintendo Switch Online: Für Menü ist anderer Controller nötig, sonst keine Probleme
- New Super Mario Bros Deluxe: Sprung- und Sprinttaste muss in Einstellungen angepasst werden. Seltene Plattformen mit Bewegungssteuerung nicht nutzbar. Sonst keine Probleme

Nicht kompatibel:

Deponia benötigt zu viele Tasten
- 80's Overdrive: Keine Taste für Nitro
- Animal Crossing: Nicht genügend Tasten
- Asterix & Obelix XXL: Nicht genügend Tasten
- Brothers A Tale of Two Sons: Nicht mit D-Pad steuerbar
- Deponia: Nicht genügend Tasten
- Tetris 99: Nicht genügend Tasten
- Hammerwatch: Tasten nicht änderbar, braucht X
- Hotshot Racing: Nicht genügend Tasten
- Die Säulen der Erde: Nicht genügend Tasten
- No Straight Roads: Nicht genügend Tasten
- Octopath Traveler: Tasten nicht änderbar, braucht Y
- Zelda Link's Awakening: Nicht mit D-Pad steuerbar, Tasten nicht änderbar
- Slain Back to Hell: Nicht genügend Tasten


6. Fazit

Diese Controller sind nicht für alle Spielerinnen oder Spieler etwas. Die Anzahl der Spiele, die damit gesteuert werden können, ist durch die Anzahl der Tasten, die das Gamepad hat, stark beschränkt. Dabei ist es nicht hilfreich, dass sich die Tasten nicht in den Einstellungen der Nintendo Switch neu belegen lassen.
Hinzu kommen weitere Aspekte in der von Nintendo gewählten Umsetzung der Controller, die bei der Nutzung abseits der NES Online App stören. Es wird eine Nintendo Switch Konsole zum Laden der Gamepads benötigt, die Controller werden nur in 2er-Packs verkauft, es gibt keine Tastenkombination o.ä. für die Funktion der HOME-Taste, Nintendo Switch Spiele lassen sich deshalb nicht mit dem Gamepad schließen, und durch die Joy-Con Schiene an der Oberseite ist der Controller optisch nicht dem Original entsprechend.
Dabei ist der letzte Punkt der, bei dem ich den größten Vorteil dieses Controllers sehe. Für Retrogamerinnen und Gamer müsste es eigentlich ein Traum sein, einen modernen, stabilen und originalen NES Controller kaufen zu können. Andere Hersteller können nicht auf legale Weise das Nintendo-Logo auf NES-ähnliche Controller drucken. Bei keinem anderen Hersteller wird man ein so originalgetreues NES Gamepad bekommen. Zusammen mit einem NES Bluetooth Adapter können diese Controller mit einer originalen NES Konsole genutzt werden. Das dürfte ein Traum von vielen NES-Sammlern sein.
Wenn dir die Authentizität der Controller wichtig ist, dann ist das NES Gamepad den Kauf für dich vermutlich wert. Soweit ich das beurteilen kann, stimmt die Tastenanordnung und das Gefühl bei der Verwendung weitestgehend mit einem originalen NES Controller überein. Über Jahrzehnte antrainierte Skills dürften mit diesem Gamepad gut anwendbar sein - wenn die Reaktionszeit mit Bluetooth schnell genug ist. Falls du nur einen Controller haben möchtest, findest du vielleicht einen Freund oder eine Freundin, der oder die den 2. Controller haben möchte.
Einer anderen Zielgruppe würde ich einen moderneren, ergonomischeren Controller empfehlen. Durch die zusätzlichen Tasten sind moderne Controller mit deutlich mehr Spielen kompatibel und NES Spiele lassen sich gut mit einem Nintendo Switch Pro Controller, einem Google Stadia Controller oder einem XBOX Series Controller spielen: es gibt sogar Tasten, die mit A und B beschrieben sind.

Positiv:
- Relativ originalgetreuer NES Controller
- Dadurch sehr einfach, auch für Anfänger
- Controller vom Hersteller des originalen Systems
- Originale Tastenanordnung
- Unterstützt Bluetooth
- Gutes D-Pad
- Hochwertige Verpackung
- Laut Nintendo 20 Stunden Akkulaufzeit

Negativ:
- Kann nur an Nintendo Switch Konsole geladen werden
- Kann nicht mit Nintendo Switch Lite geladen werden
- Beim Laden nur seitwärts nutzbar
- Weniger Tasten als Joy-Con (kein HOME, X oder Y)
- Kein Gyro/Rumble
- Kaum Spiele unterstützen Controller
- Tasten mit Nintendo Switch nicht neu konfigurierbar
- Dadurch Anwendungsmöglichkeiten in nicht-NES Spielen eingeschränkt
- Schultertasten sehr klein
- Einbußen in Originalgetreue durch Joy-Con Schiene + Mechanismus
- Nur im Abo kaufbar
- Nur im 2er-Pack kaufbar

23 Januar 2024

R4 DS Pro Review (r4isdhc.hk)


Struktur:

  1. Überblick
  2. Qualität der Karte
  3. Installation und Verwendung
  4. Kompatibilität
  5. Weitere Funktionen
  6. Fazit


1. Überblick

In den letzten Jahren tauchen bei Aliexpress immer wieder vermutlich alte Lagerbestände von DS Flashkarten auf, die es seit Jahren nicht mehr neu gab - wenn es sie überhaupt schon mal gab. Flashkarten können wie ein originales Spiel in Nintendo DS Konsolen gesteckt werden und Spiele von einer MicroSD Karte laden. Einige davon wie die Acekard 2.i sind sehr bekannt, andere scheinen niemals veröffentlicht worden zu sein. Häufig ist die Identifikation der Karten nicht ganz einfach, weil Aufkleber fehlen und es wirklich viele Flashkarten für den DS gibt. So ist es auch bei der als R4 DS Pro verkauften Karte. Leider ist der Hersteller dieser Karte nicht klar. Mehr dazu später. Inzwischen wird diese Karte nicht nur als R4DS Pro, sondern auch als r4isdhc.hk mit Daten ab 2024 verkauft. Allerdings vermute ich, dass r4isdhc.hk nicht der originale Hersteller ist, sondern nur die bereits hergestellten Karten kauft.
Nichtsdestotrotz kann es passieren, dass sich hinter den mysteriösen Angeboten erstaunlich gute Produkte verbergen. Ob das bei der R4 DS Pro der Fall ist, wird in diesem Review getestet.
Leider gibt es keine Liste mit den offiziellen Funktionen. Zwar enthalten die Angebote bei Aliexpress derartige Informationen, die aber meistens von Angeboten mit anderen Flashkarten kopiert sind und nicht genau zu dieser Karte passen.
Ich habe die Karte von eigenem Geld bei Aliexpress gekauft. Sie kann anhand der auf den Produktfotos sichtbaren Kontakte und dem Namen identifiziert werden.


2. Qualität der Karte

Die Flashkarte hat keine eigene Box, sondern wird in einer generischen, durchsichtigen Plastikschale geliefert. Leider ist die Schale etwas größer als die R4, sodass sich die Flashkarte in der Hülle bewegen kann. Da die Karte ohne Beschädigungen geliefert wurde, scheint die Verpackung trotz der Toleranz ihren Zweck zu erfüllen.
Das eigentliche Produkt ist ohne einem Aufkleber von einem Hersteller relativ unspektakulär. Auffällig ist der relativ sichtbare Angusspunkt in der Mitte der Fläche, wo normalerweise der Aufkleber wäre. Außerdem hat die Karte an der linken und rechten Seite jeweils eine runde Einkerbung, die vermutlich mehr Halt geben soll, wenn die Karte aus der Konsole entfernt wird.

Die Rückseite der Karte hat ebenfalls einen gut sichtbaren Angusspunkt, unter dem sich eine Schraube befindet. Sie hält beide Teile der Plastikhülle zusammen. An der Oberseite ist der Einlass für MicroSD Speicherkarten sichtbar. Außerdem gibt es an der unteren Seite die Kontakte für den DS. Sie sind leider relativ kurz, was zu Kontaktproblemen führen kann. Da es beim Testen in einigen Spielen an zufälligen Stellen zu Whitescreens gekommen ist, würde ich davon ausgehen, dass Kontaktprobleme bei dieser Karte auch in der Praxis auftreten.

Die gelbe Leiterplatte der Karte ist nur einseitig bestückt. Links neben dem Schacht für MicroSD Karten gibt es vermutlich einen FLASH-Chip. Dieser scheint im Nachhinein per Hand an die Karte gelötet worden zu sein: die Lötstellen sind nicht so gerade wie bei den anderen Teilen und es gibt Flussmittelrückstände. Der FLASH-Chip hat die folgende Beschreibung:

25Q16SCP
E4A640
A4CH1136

Vermutlich handelt es sich um ein Bauteil mit 16MBit Speicherplatz, also 2MB. Hergestellt wurde der Speicher vermutlich von GigaDevice. Unter dem FLASH-Chip gibt es einen weiteren integrierten Schaltkreis mit der folgenden Beschriftung:

CMD901
2009 JPN
9763325361
87D0922

Hierbei scheint es sich um den Logikbaustein zu handeln, der für die Funktionen der Karte verantwortlich ist. Typischerweise nutzen DS Flashkarten dafür FPGAs. Ein Datenblatt für den IC scheint es nicht frei im Internet zu geben. Immerhin könnte die 2009 einen Hinweis auf das ungefähre Herstellungsdatum der Flashkarte geben.
Zwischen bzw. links neben FLASH und Logikbaustein gibt es ein weißes Bauteil mit der folgenden Beschriftung:

40.00
T G1

Hierbei handelt es sich vermutlich um einen Oszillator. Auch zu diesem Bauteil konnte kein Datenblatt gefunden werden.

Herkunft

Erste Hinweise auf die Herkunft dieser Flashkarte lassen sich vielleicht anhand der Leiterplatte bestimmen. Eins vorweg: leider konnte keine Flashkarte mit einem identischen Aufbau der Platine gefunden werden. Die folgenden Punkte sind nur Indizien und keine richtigen Herkunftsbeweise. Eine Erklärung für das Fehlen einer baugleichen bekannten Flashkarte könnte sein, dass diese Karte nie veröffentlicht wurde.

Die R4 DS Pro scheint Einflüsse von zwei anderen Flashkarten zu haben: der Galaxy Eagle i und der r4isdhc.com Generation von vor 2014, die auch z.B. r4i-gold.com und n3dstt.com genutzt haben.
Zum Vergleich: Leiterplatte der Gamecard 3D.
Die Einflüsse der r4isdhc.com-Familie zeigen sich hauptsächlich in der ähnlichen Anordnung der Chips auf der Leiterplatte. Ein paar Abweichungen sind dabei nicht verwunderlich, da das Layout des PCBs teilweise während des Produktionszyklusses der Flashkarten aufgrund der Verfügbarkeit der Komponenten verändert wird. Die Gamecard 3D scheint ein neueres Modell des Herstellers zu sein, das drei anstelle von zwei ICs hat. Ältere Karten des Types hatten wie die R4 DS Pro nur zwei ICs. Ebenfalls auffällig ist der gleiche Typ von MicroSD Schacht.
Zum Vergleich: Leiterplatte der GEi
Was nicht ganz passt, ist die gesamte Form der Leiterplatte mit ihren Rundungen an den Seiten. Diese passt eher zur Galaxy Eagle i, die ebenfalls rundliche Kerben für die Finger hat. Leider hören die Ähnlichkeiten zwischen der Hardware von GEi und R4DS Pro damit auf. Die sehr auffälligen Testpunkte, die die GEi hat, fehlen bei der R4 Karte.

Einen fehlenden Zusammenhang scheint es auch zwischen der PCB-Farbe und der Farbe der Plastikschale zu geben. Das ist zwar ein sehr schwacher Punkt, da Leiterplatten grundsätzlich in vielen Farben relativ einfach erstellt werden können. Aber das Farbschema passt weder zu r4isdhc.com mit roten PCBs, noch zu r4i-gold.com, wo PCB und Plastikschale meist gelb/gold sind.


3. Installation und Verwendung

Installation

Die Installation dieser Flashkarte erfolgt nach dem gleichen Schema wie bei vermutlich allen vergleichbaren Flashkarten: die Kernel-Dateien müssen zusammen mit den Spielen auf die MicroSD Karte kopiert werden. Da es zu der Karte keine offizielle Website gibt, ist man für den Erhalt der Daten auf den Verkäufer angewiesen. Hier gibt es einen Downloadlink von dem Archiv, das der Verkäufer für die Karte in diesem Review zur Verfügung gestellt hat.
In dem "_aio"-Ordner findet man einen "ui"-Ordner für Skins. Diese sind größtenteils Wood R4 kompatibel. Außerdem gibt es einen "cheats"-Ordner, in den eine aktuelle usrcheat.dat-Datei kopiert werden kann.
Update-Dateien gibt es für die Karte leider keine. Ebenso gestaltet sich die Kommunikation mit den Verkäufern schwierig, da sie englische Anfragen zu den Dateien nicht zu verstehen scheinen oder nicht verstehen wollen.

Verwendung

Bei dem Menü für diese Flashkarte handelt es sich um AKAIO, das eigentlich nur für die Acekard 2.i entwickelt wurde. Das Menü selbst gibt als Version wood akmenu 1.25 und HW 44 an.
Nach dem Starten der Karte wird ein Menü angezeigt, das die Dateien auf der MicroSD Karte auflistet. In der übergeordneten Ebene gibt es die Optionen "microSD Card" zum Azeigen der Daten auf der SD Karte, einen Ordner für die favorisierten DS Spiele und eine Slot-2 Option für GBA Cartridges. Mit der A-Taste lassen sich Ordner öffnen bzw. Dateien ausführen und mit der B-Taste kann das übergeordnete Verzeichnis geöffnet werden. Mit der X-Taste lassen sich direkt die Favoriten öffnen.

Weitere Infos zu dem aktuell ausgewählten Element lassen sich mit der Y-Taste anzeigen. Hier gibt es noch mit der X-Taste die Option, Cheats auszuwählen. Außerdem können mit der Y-Taste spezifische Einstellungen für das ausgewählte Spiel vorgenommen werden.

Bei den Einstellungen handelt es sich um die Größe der Speicherdatei, eine Verknüpfung mit einer GBA ROM und der Vibrationsstärke bei der Verwendung mit einem EZ-Flash 3in1 Expansion Pack. Durch Druck der R-Taste lassen sich weitere Optionen anzeigen: Cheats und Softreset können aktiviert werden, ein Speicherslot (für mehrere Nutzer, die die Karte gleichzeitig nutzen) kann ausgewählt werden, es kann eingestellt werden, ob Icons ein transparentes Bild haben sollen und es lässt sich die Sprache für das Spiel einstellen.
Ein weiteres Menü versteckt sich hinter der START-Taste. Die Anzeigefehler in dem Screenshot treten nicht nur in dem Bild, sondern auch bei der originalen Cartridge auf. Hier können allgemeine Aktionen durchgeführt und Einstellungen vorgenommen werden.
Neben den Dateioperationen Kopieren, Ausschneiden, Löschen und Einfügen gibt es eine Option mit den allgemeinen Einstellungen, den Dateiinfos (das gleiche Menü wie wenn die Y-Taste gedrückt wird), einer Hilfe mit den Tastenbelegungen und einem Tools-Menü für Einstellungen, die das EZ-Flash 3in1 Expansion Pack betreffen.
In den allgemeinen Einstellungen gibt es einige Reiter, zwischen denen mit den L und R-Tasten gewechselt werden kann. Der Reiter "System-Konfig" bietet Möglichkeiten das Thema von dem Interface einzustellen, die Sprache von dem Interface einzustellen, einzustellen welche Dateitypen im Dateibrowser angezeigt werden sollen und einen "sicheren Modus" für Kinder, der einige Optionen des Menüs deaktiviert.
In dem Tab "Interface-Einstellungen" können die Scrollgeschwindigkeit, die Anzahl der Dateien, die gleichzeitig angezeigt werden, Animationen bei den Icons von DSi Spielen und die maximale Uhrzeit in dem Menü auf 12 oder 24 Stunden stellen.
Die "File-System-Einstellungen" ermöglichen, versteckte Dateien anzuzeigen, nicht genutzten Speicherplatz bei ROMs automatisch zu entfernen und die Endung von Speicherdateien zu ändern (.sav oder .nds.sav).
In dem "Patches"-Menü können für alle Spiele die Cheats, und Softreset aktiviert werden. Durch Softreset kann man mit einer Tastenkombination aus einem Spiel zurück ins Menü gelangen - ohne Neustart der Konsole. Selbiges lässt sich einzeln für Homebrew einstellen.
In den GBA-Einstellungen lassen sich Einstellungen für den Fall, dass eine GBA Cartridge über die "Slot-2" Option in dem Dateibrowser gestartet wird, vornehmen. Es kann mit "Universeller Schlaf" eine Tastenkombination für einen Standbymodus in die Spiele gepatcht werden. Außerdem kann mit "Spielstand beim Start sichern?" bei jedem Start der R4 der Speicherstand eines EZ-Flash 3in1 Expansion Paks auf die R4 gespeichert werden und mit Slot-2 mode kann ausgewählt werden, ob bei der entsprechenden Option im Dateibrowser eine GBA Cartridge im DS Modus oder im GBA Modus gestartet wird. Einige GBA Cartridges unterstützen das Abspielen von DS Spielen, wenn sie im DS Modus gestartet werden.

Herkunft

Anhand der Systemdateien lässt sich die Herkunft der Karte leider auch nicht vollständig klären. Das liegt mit daran, dass gar kein Kernel zur Verfügung steht, der explizit für diese Karte ist. Der vom Verkäufer bereitgestellte Kernel hat r4i3d.com-Branding. Laut Whois-Abfragen scheint r4i3d.com mit n3dstt.com, dem Hersteller der Gamecard 3D, und pk3ds.com in Verbindung zu stehen. pk3ds.com scheint wiederum Hardware verkauft zu haben, die auch von r4i-gold.com verkauft werden sollte. Es gibt also mindestens eine indirekte Verbindung zwischen r4i-gold.com und r4i3d.com.
Leider lässt sich die Herkunft der Karte weder mit einer Betrachtung der Hardware, noch mit der Betrachtung der Software, vollständig klären. Die Indizien scheinen jedoch darauf zu führen, dass die Karte für eine Gruppierung rund um r4isdhc.com (vor 2014), r4i-gold.com, n3dstt.com, pk3ds.com, r4i3d.com und weiteren entstanden ist. Ein zusätzlicher Hinweis darauf ist, dass die Karte von den gleichen Händlern wie die kürzlich bei Aliexpress aufgetauchte r4i-gold.com R4 Gold RTS verkauft wird.


4. Kompatibilität



Ohne den Hersteller der Karte zu kennen, ist es schwierig, die Kompatibilität mit DS Systemen zu beurteilen. Grundsätzlich ist die Flashkarte neben originalen DS Systemen auch mit DSi und 3DS Konsolen kompatibel. Anhand des Spongebob-Logos lässt sich leider nicht sagen, welche DSi und 3DS Firmware Versionen die Karte unterstützt. Mit der aktuellen Version wird das Modul vermutlich nicht funktionieren.

Die folgende Kompatibilitätsliste kann allgemeine Probleme mit der Cartridge nicht angemessen darstellen. Spieleübergreifend und sowohl zwischen ROMs, als auch mit Homebrew, ist es regelmäßig zum Verlust von Speicherdaten gekommen. Auch wenn die Spiele grundsätzlich problemlos laufen, kann es mit dieser Karte und diesem Menü jederzeit passieren, dass der Spielstand verloren geht. Grob würde ich davon ausgehen, dass man durchschnittlich bei jedem 3. Start eines Spiels neu anfangen muss. Bei Homebrew-Spielen ist es noch schlimmer: der Speicherstand ist nach jedem Speichern kaputt.
Aufgrund der Probleme, die mit den Speicherdatenverlusten einhergehen, wurden mit dieser Karte weniger Spiele als mit anderen Flashkarten getestet.
Es ist möglich, dass der Verkäufer nur ein schlechtes Menü bereitgestellt hat und die Karte selbst okay ist. Dieses Review testet nur die vom Verkäufer bereitgestellte Kombination aus Karte und Menü.

NDS Spiele:

- Anno Erschaffung einer neuen Welt: Keine Probleme
- Asterix Brain Trainer: Keine Probleme
- Metroid Prime Pinball: Keine Probleme
- Bibliothek der klassischen Bücher: Speicherdaten nach lokaler Buchübertragung defekt, sonst scheint es zu funktionieren
- Fastfood Panic: Keine Probleme
- Lego Fluch der Karibik: Keine Probleme
- Lego Rockband: Keine Probleme
- Lego Strategie: Keine Probleme
- New Super Mario Bros: Downloadspiel crasht. Sonst keine Probleme
- Trackmania Turbo: Downloadspiel crasht nach Rennen. Sonst keine Probleme
- Pokemon Schwarze Edition 2: 2 weiße Bildschirme
- Wall-E: Keine Probleme

NDS Homebrew

- DiagnoSe: Keine Probleme, SRAM OK
- DSCraft (FAT): Startet aber speichert nicht ordentlich
- DSCraft (NITRO): Startet aber speichert nicht ordentlich
- Fireworlds: Keine Probleme
- Rapid Roll: Keine Probleme
- EverlastingTH: Keine Probleme
- Scribble Jump: Corrupted save
- World of Sand DS: Keine Probleme
- Brick Breaker V1.0: Keine Probleme
- Spider Solitaire: Keine Probleme
- Eurotunnel: Keine Probleme
- DSDOOM: Keine Probleme


5. Weitere Funktionen

Wie bei Wood und AKAIO typisch, unterstützt diese Karte das EZ-Flash 3in1 Expansion Pack. Leider hat in den Tests für dieses Review nur die Rumble-Funktion funktioniert. GBA Spiele können nicht geladen werden und auch die Nutzung als RAM-Erweiterung ist nicht möglich.


6. Fazit

Das Testen dieser Karte war eine Herausforderung. Bei allen Problemen, die auftraten, konnte ich mir erst einmal nicht sicher sein, ob es an speziellen Problemen mit bestimmten Spielen liegt, oder ob ein allgemeines Problem mit der Karte vorliegt. Ich würde sogar so weit gehen, dass es die schlechteste DS Flashkarte ist, die auf dieser Seite jemals getestet wurde. Mit dem regelmäßigen Datenverlust lässt sie sich einfach nicht richtig nutzen, da regelmäßig der Spielfortschritt verloren geht. Ganz alte Flashkarten wie die DS-Xtreme sind zwar mit vielen Spielen nicht kompatibel, aber sie lassen sich mit den kompatiblen Spielen immerhin ordentlich nutzen.
Es kann natürlich sein, dass die Probleme nicht an der Hardware der Karte, sondern an dem Menü liegen, das von dem Verkäufer bereitgestellt wurde. Wenn man die Karte als r4isdhc.hk-Modul gekauft hat und das entsprechende Menü nutzt, könnten diese Probleme behoben sein.
So oder so rate ich von der Karte ab. Selbst wenn es ein Menü gibt, bei dem es zu keinem Datenverlust kommt, benötigt die Karte für Kompatibilität zu aktuellen 3DS Versionen eine Custom Firmware. Andere Flashkarten wie die Ace3DS X, die mit einer unoffiziellen Wood R4 Version ein sehr ähnliches Menü nutzen, unterstützen zusätzlich NTRBoot und sind direkt mit der aktuellen DSi und 3DS Version kompatibel. Die Ace3DS X ist zwar teilweise doppelt so teuer wie die R4DS Pro, aber die zusätzlichen Funktionen sind den Preis meiner Meinung nach auf jeden Fall wert.

Positiv:
- Basiert auf eigentlich gutem AKAIO-Kernel
- Dank Schraube leicht zu öffnen
- Unterstützt EZ-Flash 3in1 Expansion Pack als Rumble Pak
- Sehr niedriger Preis

Negativ:
- Kein "offizielles" Menü
- Speicherdaten gehen regelmäßig kaputt
- DLDI funktioniert nicht
- Durchwachsene Kompatibilität
- Kontaktprobleme und kurze Kontakte
- Ohne Custom Firmware nicht mit aktueller DSi/3DS Firmware kompatibel
- Hersteller unbekannt


27 Dezember 2023

Analogue Dock Review


Struktur:
1. Überblick
2. Verpackung und Inhalt
3. Qualität des Docks
4. Bedienung
5. Kompatibilität
6. Fazit


1. Überblick (mit offiziellen Funktionen)

Vor einigen Tagen ist auf dieser Seite ein Test zu dem Analogue Pocket erschienen. Der Gameboy-Klon nutzt keine klassische Software-Emulation, sondern FPGAs und kann dadurch sogar originale Cartridges abspielen. Neben einigen Kabeln und Schutzhüllen gibt es ein Zubehörteil, das unter der Menge heraussticht: mit dem Analogue Dock lässt sich der FPGA-Handheld nicht nur mit einem HDMI Display verbinden, sondern unterstützt zusätzlich externe Controller. Was das Dock noch so alles kann, und ob es eine sinnvolle Ergänzung für den Analogue Pocket ist, wird in diesem Review besprochen.
Wie der Analogue Pocket selbst muss leider auch das Dock aus den USA importiert werden. Dadurch kommen auf den Preis von ungefähr 100 Dollar für das Dock und ungefähr 60 Dollar Versand unter Umständen noch Einführgebühren hinzu. Alternativ kann das Dock mit einem Aufpreis von Händlern gekauft werden, die es bereits importiert haben.

Offizielle Funktionen (von der Website, frei ins Deutsche übersetzt):
  • 1080p HDMI Ausgang
  • Unterstützt Bluetooth & 2.4g für kabellose Controller
  • 2 USB Eingänge für kabelgebundene Controller
  • Unterstützt bis zu 4 Spieler (4p Bluetooth, 2p 2.4g, 2p kabelgebunden USB)
  • Unterstützt DAC für analoge Fernseher (kommt bald)
  • Starte Dock mit dem Controller

2. Verpackung und Inhalt


Wie schon der Analogue Pocket Handheld, kommt auch das Dock in einer schlichten, matt-schwarzen Box, die sich gut anfühlt. Die Vorderseite enthält den "Dock"-Schriftzug. Auf der Rückseite gibt es einen Aufkleber mit dem Inhalt: Analogue Dock, Netzteil, USB-C Kabel und HDMI Kabel.
In der Packung befinden sich das Dock selbst, die beiden Kabel, ein Umschlag mit 2 Aufklebern und einem Hinweis auf die Schnellstartanleitung sowie das USB-C Netzteil.

Letzteres hat nur einen amerikanischen Anschluss, der nicht in europäische Steckdosen passt. Er sollte mit einem einfachen Adapter auch mit europäischen Steckdosen nutzbar sein, da er für eine Spannung von 100-240V sowie eine Frequenz von 50-60Hz ausgelegt ist. Alternativ lassen sich USB-C Netzteile von anderen Herstellern mit mindestens 3A Strom bei 5V nutzen. Das Nintendo Switch Netzteil kann leider nicht genutzt werden, da es nicht genügend Strom liefert. Für dieses Review wurde ein offizielles Raspberry Pi 5 Netzteil genutzt.


3. Qualität des Docks


Das Dock selbst ist in schlichtem schwarzen Plastik, das aus einem ähnlichen Material wie der schwarze Analogue Pocket zu sein scheint. An der Oberseite gibt es eine Kerbe mit einem USB-C Anschluss, in den der Analogue Pocket Handheld gesteckt werden kann. Der Rücken der Konsole wird mit einer runden Erhöhung stabilisiert. An der Stirnseite gibt es vier LEDs, die als Statusanzeigen fungieren. Die Unterseite ist gummiert, damit das Dock nicht rutscht. Die Gummierung funktioniert gut aber wird schnell staubig.
Leider gibt es keine Führungen, die den Handheld zu dem USB-C Anschluss führen. Dadurch kann es passieren, dass der Anschluss nicht direkt getroffen wird und der Analogue Pocket über den Anschluss gleitet und dadurch zerkratzt. Außerdem werden der GBA Link Anschluss und die IR LED durch das Docken der Konsole verdeckt. Um die Funktionen weiterhin nutzen zu können, soll es laut Internetforen möglich sein, eine kurze USB-C Verlängerung zwischen Dock und Konsole zu stecken. Laut Hersteller wird dies aber nicht unterstützt.
Auf der Rückseite gibt es die Anschlüsse des Docks. Von links nach rechts sind auf dem Foto ein USB-A Anschluss, eine Sync-Taste, ein USB-C Anschluss, ein HDMI Ausgang und ein weiterer USB-A Anschluss zu sehen.
Mit dem USB-C Anschluss wird das Dock mit Energie versorgt. Der HDMI Anschluss daneben leitet das Bildsignal mit dem Ton von der Konsole an einen Bildschirm weiter. In der Zukunft soll der Analogue DAC unterstützt werden, um analoge Bildschirme an das Dock anzuschließen. Zum Zeitpunkt dieses Reviews fehlt diese Option jedoch noch.
An die USB-A Anschlüsse können unterstützte Controller angeschlossen werden. Alternativ gibt es bestimmte Cores, die USB Maus und Tastatur unterstützen. Das ist insbesondere bei der Nutzung von  Cores für frühe Heimcomputer hilfreich. USB Hubs, mit denen man zusätzliche Anschlüsse bekommen könnte, werden nicht unterstützt.
Wenn die Sync-Taste gedrückt wird, kann ein Controller per Bluetooth oder 2.4GHz mit der Konsole verbunden werden. Alternativ gibt es bei einem gedockten Analogue Pocket im Hauptmenü die Möglichkeit, neue Controller zu verbinden. Das ist die perfekte Überleitung zu der Bedienung des Docks.


4. Bedienung

Im Vergleich mit dem Analogue Pocket selbst ist die Bedienung des Docks sehr intuitiv.

Aktualisieren


Nachdem ein Pocket mit einer aktuelleren Firmware in das Dock gesteckt wurde, gibt es auf dem Bildschirm des Handhelds die Möglichkeit, das Dock zu aktualisieren. Nach dem Start wird der aktuelle Fortschritt auf dem Display des Handhelds und per HDMI von dem Dock ausgegeben. Weitere Schritte sind nicht notwendig.

Controller verbinden

USB Controller können über ein Kabel mit dem Dock verbunden werden und sind sofort einsatzbereit. Für Bluetooth und unterstützte 2.4GHz Controller muss der Pairing-Modus des Docks aktiviert werden. Das geht entweder mit der Taste auf der Rückseite, oder in der "Controllers"-Option im Hauptmenü.
Nachdem das Dock nach Controllern sucht, muss auch der Pairing-Modus des Controllers aktiviert werden. Wie das geht ist von dem jeweiligen Controller abhängig. Häufig gibt es eine spezielle Taste, die dafür gedrückt werden muss. Bei Bluetooth-Controllern von 8Bitdo muss explizit der X-input Modus genutzt werden.
Für die unterstützten 2.4GHz Controller ist ein zusätzliches Firmware-Update nötig, womit sich die Controller nur mit dem Dock verbinden lassen. Um die Controller über die 2.4GHz Verbindung danach mit einem anderen Gerät zu verbinden, muss wieder die originale Firmware hergestellt werden.
Es lassen sich bis zu 4 Controller mit dem Dock verbinden. Das Menü lässt sich nur mit dem jeweils ersten verbundenen Controller steuern. Es wird normalerweise das Nintendo-Layout genutzt. Die zusätzlichen 3 Controller können in Cores, die Mehrspieler an einer Konsole ermöglichen, genutzt werden. Weitere Controller, die z.B. für den 5-Spieler Multiplayer von Bomberman 94 auf der PC Engine hilfreich wären, werden nicht unterstützt.
Nachdem ein Controller mit dem Dock verbunden wurde, lässt es sich im ausgeschalteten Zustand durch Starten des Controllers einschalten. Das ist besonders hilfreich, wenn das Dock nicht in Reichweite von dem Sitzplatz ist. Einige Controller werden ausgeschaltet, wenn das Dock über das Menü ausgeschaltet wird. Diese Funktion klappt leider nicht mit allen Controllern.

Verwendung

Die Verwendung des Analogue Pockets ist ob mit oder ohne Dock relativ ähnlich. Selbst das Menü verändert sich nicht für den größeren Bildschirm, weshalb es an beiden Seiten dicke schwarze Balken gibt. Da Controller keine Analogue-Taste haben, wird hierfür die Home-Taste oder die Taste des Controllerherstellers genutzt. Wenn der Controller keine entsprechende Taste hat, kann die Kombination von Steuerkreuz nach unten und Select genutzt werden. Select sollte dabei zuerst gedrückt werden.
Die Bildschirmfilter können sowohl bei der Verwendung als Handheld, als auch im gedockten Zustand genutzt werden. Da das Bild je nach Auflösung nicht den vollständigen Bildschirm abdeckt, kann es sinnvoll sein, die Skalierung in den Einstellungen zu aktivieren.

AMIGA-Core

Eine besondere Erwähnung soll an dieser Stelle der Core für das Commodore Amiga bekommen. Dank des neuen CRT Bildschirmfilters sehen die Spiele fast wie auf einem echten Röhrenmonitor aus.
Was diesen Core besonders macht, ist jedoch die Tatsache, dass er USB Mäuse und Tastaturen als Eingabegeräte unterstützt. Ohne diese Option muss eine Bildschirmtastatur genutzt werden, was den Spielfluss stark beeinträchtigt. Falls grad keine USB Maus genutzt werden kann, lässt sich der analoge Stick eines Controllers nutzen. openFPGA Cores können also auch zusätzliche Tasten an Controllern nutzen, die der Handheld selbst nicht hat.


5. Kompatibilität

Da es mit der Kompatibilität mit Cartridges oder openFPGA Cores bei den Tests für dieses Review keine Probleme gab, wird hier nur die Kompatibilität zu Controllern besprochen. Das Analogue Dock unterstützt die offiziellen Controller der größten Hersteller.
Einige Gameboy Color und Gameboy Advance Spiele enthalten Motoren, um einen Vibrationseffekt zu erzeugen. Dieser Effekt kann auch mit einem zusätzlichen Rumble Pak in dem Cartridge-Schacht mit den openFPGA Cores genutzt werden. Die Rumble-Signale werden leider nicht an die Controller weitergeleitet. Es vibriert bestenfalls die Cartridge im gedockten Analogue Pocket. Auch in GBA Spielen, die Vibration mit dem Gameboy Player und einem Gamecube Controller unterstützen, fehlt der Effekt.
Zusätzlich zu den Controllern der großen Hersteller werden viele der Controller des Herstellers 8BitDo unterstützt. Die 2.4GHz Controller versprechen weniger Verzögerung in der Verbindung zwischen Controller und Dock. Leider konnte dieses Versprechen nicht für dieses Review getestet werden, da keine 2.4GHz Controller verfügbar waren.
Ein persönlicher Favorit ist der Google Stadia Controller. Durch die Anordnung von Sticks, Steuerkreuz und Tasten eignet er sich sehr gut für 2D-Spiele. Leider bleibt er nach dem Ausschalten des Docks weiterhin eingeschaltet, was gegen seine Verwendung spricht. Bei anderen Controllern tritt das Problem nicht auf.

Offiziell unterstützte Controller (Stand: Firmware v2.0)

  • Nintendo Switch Pro Controller (und Varianten)
  • Nintendo Switch Joy Con
  • Nintendo Wii U Pro Controller
  • Nintendo Wiimote
  • XBOX One Controller
  • XBOX Series S|X Controller
  • Playstation 3 Controller
  • Playstation 4 Dualshock Controller
  • Playstation 5 Dualsense Controller
  • Google Stadia Controller (mit Bluetooth-Firmware)
  • NeoGeo X arcade Stick (nur USB)
  • PCE/Turbo Mini USB Controller
  • 8BitDo Pro 2
  • 8BitDo Zero 2
  • 8BitDo Micro
  • 8BitDo Lite
  • 8BitDo Lite 2
  • 8BitDo NeoGeo
  • 8BitDo M30
  • 8BitDo SN30
  • 8BitDo SN30 Pro
  • 8BitDo SN30 Pro+
  • 8BitDo N30 Pro
  • 8BitDo N30 Pro 2
  • 8BitDo Arcade Stick (nur Bluetooth & USB-kabelgebunden)
  • 8BitDo M30 2.4G Dongle
  • 8BitDo 2.4g N30
  • 8BitDo 2.4g N30 (Noir)
  • 8BitDo 2.4g SN30
  • 8BitDo 2.4g SN30 Classic
  • 8BitDo 2.4g SF30
  • 8BitDo 2.4g M30
  • 8BitDo 2.4g M30 Classic
  • 8BitDo 2.4g PCE
Der Changelog zur Firmware 1.1-beta enthält den Hinweis, dass "13 neue Controller" unterstützt werden. Es ist nicht ganz klar, ob diese 13 Controller in der Liste enthalten sind oder nicht, weil die offizielle Dokumentation zu den Controllern, die unterstützt werden, nicht aktuell ist.

Getestete Controller (Bluetooth)

- 8Bitdo NES 30: Steuerkreuz nicht nutzbar/ kann im XINPUT Modus nicht verbunden werden
- EasySMX ESM T37: Controller wird nicht mit Konsole ausgeschaltet. Hat XBOX Tastenlayout. Sonst keine Probleme
- Google Stadia Controller (Bluetooth Update): Controller wird nicht mit Konsole ausgeschaltet. Sonst keine Probleme
Nintendo Switch Controller: Keine Probleme
- SEGA Mega Drive-Gamepad (Switch Online): Wird nicht gefunden
Steam Controller (BLE Update): Wird nicht gefunden

Getestete Controller (USB)

- 8Bitdo NES 30: Keine Probleme (XBOX Modus)
- EasySMX ESM T37: Keine Probleme
- Google Stadia Controller: Wird nicht erkannt
- Nintendo GameCube Adapter: Wird nicht erkannt
- Nintendo Switch Controller: Keine Probleme
- PowerA USB Controller für Switch - Link: Tasten funktionieren nicht
- SEGA Mega Drive-Gamepad (Switch Online): Keine Probleme
- Steam Controller: Wird als Tastatur und Maus erkannt
- XBOX Elite 2 Wireless Controller: Keine Probleme
- XBOX One Wireless Controller: Keine Probleme


6. Fazit

Das Analogue Dock ist auf jeden Fall eine sinnvolle Ergänzung für den Analogue Pocket. Nicht nur lassen sich die originalen Cartridges für Gameboy, Gameboy Color und Gameboy Advance so auf großen Bildschirmen nutzen. Mit openFPGA können Konsolenspiele, die mehrere Spieler erlauben, mit dem Analogue Pocket im Mehrspieler genutzt werden. Ohne das Dock ist dies nicht möglich.
Ob sich der Analogue Pocket selbst lohnt, wird in diesem Review nicht thematisiert. Dafür empfiehlt sich ein Blick in das Review des Analogue Pockets.

Positiv:
- HDMI-Bildausgang für Analogue Pocket
- Einfach zu bedienen
- Unterstützt USB, Bluetooth und 2.4GHz
- Unterstützt viele populäre Controller
- Unterstützt bis zu 4 Controller
- Unterstützt Maus und Tastatur
- Dock kann mit allen getesteten Controllern "aufgeweckt" werden
- Cores können zusätzliche Tasten nutzen
- Bildschirmfilter funktionieren mit Dock
- Kann über Analogue Pocket aktualisiert werden

Negativ:
- Keine Führung, wenn Handheld in Dock gesteckt wird
- Verdeckt Link-Anschluss und IR Port
- Nur 2 USB Anschlüsse
- Einige Controller funktionieren nur teilweise
- Kein Rumble
- 2.4GHz Controller benötigen eigenes Update
- Import aus USA
- Mitgeliefertes Kabel nicht für EU Haushalte nutzbar
- DAC ist versprochen aber wird noch nicht unterstützt
- Menü nicht an Seitenverhältnis angepasst

Nintendo Entertainment System-Controller Review (Nintendo Switch Online)

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